Masterarbeit, 2019
73 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Erkenntnisinteresse
1.2 Quellenkorpus und Verortung der Person Eugen Sandow
1.3 Forschungsstand und Verortung der Arbeit
1.4 Gliederung und Vorgehensweise
2 Die Kultivierung des Körpers: Im Spannungsfeld zwischen Funktion und Ästhetik
3 Die Systematik der Kraft
3.1 Progression: Das Fundament der sandowschen Körperkultur
3.2 „The secret of success“ oder: „Körperentwicklung durch Willenskraft“
3.3 Zuviel ist zu viel: Von der „Schädlichkeit der Übertreibung“
3.4 „Man in the making“ oder: Die Quantifizierung des Fortschritts
4 Body-Building als Körperpraktik neuzeitlicher Rationalität
5 Fazit und Ausblick
Bibliographie
Quellen
Sekundärliteratur
Die Arbeit untersucht die historischen Vorstellungen von Kraft und deren Steigerung um das Jahr 1900, wobei Eugen Sandow als zentrale Fallstudie dient. Ziel ist es, Sandows Lehren in den historischen Kontext der Körperkultur einzuordnen und zu ergründen, wie das Konzept der "Kraft" als Körper- und Transformationstechnologie verstanden wurde.
Die Systematik der Kraft
In diesem Kapitel steht die Frage nach dem Wie im Zentrum des Forschungsinteresse. Es behandelt die grundlegenden Vorstellungen der Krafttrainingspraxis Eugen Sandows und fokussiert hierbei einen wesentlichen Wissenskern seiner Ratgeberliteratur. Die diesem Kapitel zugrundeliegende Forschungsfrage greift dabei die in der Einleitung formulierte Ausgangsfrage wieder auf: Welche Vorstellungen hatte Eugen Sandow von der Steigerung der Kraft? Das hier explizierte Unternehmen fokussiert dabei die Vorstellungen, die Sandow in seinen Ratgebern konkretisiert und gliedert sich in vier Abschnitte. Der erste Abschnitt 3.1 analysiert ein Kernstück des Sandow-Systems, den Trainingsplan. Dieser Plan gibt Auskunft über die zu absolvierenden Praktiken und Übungen, das zu benutzende Gewicht und die zu verrichtenden Wiederholungen. Er präsentiert und analysiert insofern das eigentliche Fundament des sandowschen Krafttrainings. Diesem ersten Abschnitt mit einleitendem Charakter, folgt in Passage 3.2 die Auseinandersetzung mit einem Spezifikum der sandowschen Trainingsphilosophie. In diesem wird die Relevanz der sogenannten Willenskraft für den Trainingserfolg untersucht wird. Hierauf folgt in Abschnitt 3.3 die Untersuchung der Frage, inwieweit die körperlichen Grenzen im Kontext von Übertraining vom Trainierenden ausgereizt werden sollten. Abschnitt 3.4 thematisiert abschließend die Quantifizierbarkeit menschlicher Kraft und ihrer Steigerung.
1 Einleitung: Die Einleitung etabliert das Erkenntnisinteresse an der historischen Figur Eugen Sandow und dem Konzept der Kraft um 1900.
2 Die Kultivierung des Körpers: Im Spannungsfeld zwischen Funktion und Ästhetik: Das Kapitel definiert Sandows Verständnis von Körperkultur als Mittel zur Transformation und Einordnung in griechische Traditionen.
3 Die Systematik der Kraft: Diese Sektion analysiert detailliert Sandows praktische Trainingsmethoden, wie Progression, Willenskraft und die Quantifizierung von Trainingserfolgen.
4 Body-Building als Körperpraktik neuzeitlicher Rationalität: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse und interpretiert Bodybuilding als moderne, rationale Technologie des Selbst.
5 Fazit und Ausblick: Diese abschließende Betrachtung resümiert die Analyse der sandowschen Körperkultur und skizziert potenzielle weitere Forschungsansätze.
Eugen Sandow, Krafttraining, Körperkultur, Willenskraft, Körpertransformation, historische Sportwissenschaft, Biopolitik, Körperoptimierung, Antikenrezeption, Trainingsratgeber, Musculi pectoralis, Körpertechnik, Leistungssteigerung, Körperästhetik, Körpergeschichte.
Die Arbeit befasst sich mit den historischen Vorstellungen und Praktiken von Krafttraining um 1900, insbesondere am Beispiel von Eugen Sandow.
Zentrale Themen sind die Transformation des Körpers, die Rolle des Geistes beim Training, historische Körperideale und die Vermessung des Körpers.
Es soll eruiert werden, welche Vorstellungen Eugen Sandow von der Steigerung menschlicher Kraft hatte und wie diese in den historischen Kontext der Zeit eingebettet war.
Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Analyse und Interpretation zeithistorischer Quellentexte, insbesondere von Trainingsratgebern der Epoche.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Körperkultur, die Systematik des Trainings (Progression), die Rolle der Willenskraft und die Quantifizierung des Fortschritts.
Die Keywords umfassen Eugen Sandow, Körperkultur, Willenskraft, Transformation und historische Sportwissenschaft, da sie den Kern der Untersuchung widerspiegeln.
Der Spiegel diente laut der Arbeit als essenzielles Kontrollinstrument, um den Selbstoptimierungsprozess und die geistige Konzentration auf die Zielmuskulatur zu unterstützen.
Sandows Vorstellung einer "Kollektivoptimierung" über mehrere Generationen hinweg war stark von zeitgenössischen lamarckistischen Vererbungstheorien beeinflusst.
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