Bachelorarbeit, 2010
78 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Einführung, persönliche Intention und Struktur
1.2 Hintergrund
1.3 Problemstellung
1.4 Zielsetzung und Nutzen
1.5 Gang der Untersuchung
2 Nationale Anforderungen
2.1 Verhältnis Berufsrecht/Handelsrecht
2.1.1 Wirtschaftsprüferordnung und Berufssatzung
2.1.2 Handels-/Bilanzrecht
2.1.3 Ergebnis
2.2 Berufsständische Regelungen
2.2.1 Gründe für die Besorgnis der Befangenheit
2.2.2 Regelungen zum "erweiterten Personenkreis"
2.2.3 Ergebnis
2.3 Handelsrechtliche Regelungen
2.3.1 Regelungen und der "erweiterte Personenkreis"
2.3.2 Gesetzgebungsverfahren § 319 HGB
2.3.3 Ergebnis
3 Nichtnationale und supranationale Anforderungen
3.1 Europäische Union
3.1.1 Einleitung
3.1.2 EU-Kommissionsempfehlungen zur Unabhängigkeit
3.1.3 Regelungen zum "erweiterten Personenkreis"
3.1.4 Ergebnis
3.2 IFAC
3.2.1 Einleitung
3.2.2 Regelungen zur Unabhängigkeit
3.2.3 Regelungen zum "erweiterten Personenkreis"
3.2.4 Ergebnis
3.3 SEC Rules & Regulations
3.3.1 Einleitung
3.3.2 Regelungen zur Unabhängigkeit
3.3.3 Regelungen zum "erweiterten Personenkreis"
3.3.4 Ergebnis
4 Nationale versus exterritoriale Anforderungen
4.1 Der "erweiterte Personenkreis"
4.1.1 Deutsche Rechtsnormen
4.1.2 EU-Vorgaben
4.1.3 IFAC und SEC
4.2 Regelungsbereiche
4.3 Übersicht
5 Erkenntnisse
5.1 Einleitung
5.2 Ausgangskriterien
5.2.1 Prinzipienorientierung versus Einzelfallregelung
5.2.2 Berücksichtigte Einzelaspekte
5.3 Gesamtlösungsansatz
5.4 Schlusswort
Die Arbeit untersucht die nationale und internationale Ausprägung von Unabhängigkeitsvorschriften im Berufsbild des Wirtschaftsprüfers mit besonderem Fokus auf den sogenannten "erweiterten Personenkreis". Das Ziel besteht darin, durch einen Vergleich der Rechtsnormen einen praktikablen Lösungsansatz zu entwickeln, der die unterschiedlichen regulatorischen Anforderungen integriert und zur Vermeidung der Besorgnis der Befangenheit beiträgt.
3.3.3 Regelungen zum "erweiterten Personenkreis"
Die Einzeltatbestände in § 210.2-01(c) ff. S-X enthalten jeweils Hinweise dazu, auf welche Personen eines "erweiterten Personenkreises" die einzelne Anforderung ausstrahlt. Der "erweiterte Personenkreis" wird dazu wie bei der IFAC (vgl. Kapitel 3.2) in eine Immediate und eine Close Family unterteilt. Zur Immediate Family gehören gem. § 210.2-01(f)(13) S-X Ehegatten und vergleichbare Personen sowie abhängige Personen. Der Close Family werden gem. § 210.2-01(f)(9) S-X zunächst die Personen der Immediate Family zugerechnet sowie zusätzlich Eltern, unabhängige Kinder und Geschwister.
Diese Definition wurde auf Grundlage des Vorschlags zur Überarbeitung der Unabhängigkeitsregeln im Jahr 2000 gefasst und ist im November 2000 in Kraft getreten (vgl. Kapitel 3.3.2). Aus dem Vorschlag (Proposed Rule: Release No. 34-42994) wird unter II. C. 1. ausgeführt, dass der Vorschlag, die bisherigen Regelungen zur Berücksichtigung des "erweiterten Personenkreises" (hier speziell in Bezug auf finanzielle Beziehungen) straffen soll, da die bisherigen Regelungen - im Hinblick auf die Veränderung traditioneller Familienverhältnisse - mittlerweile als zu weitgehend erschienen. So wird im selben Abschnitt auch konstatiert, dass die bisherige Position der SEC bzgl. der Relevanz von Familienmitgliedern im Hinblick auf bestehende Beschäftigungsverhältnisse (beim Mandanten) liberalisiert wurde und nunmehr nur noch bestimmte Positionen/Tätigkeiten der Close Family Berücksichtigung finden und nicht wie bisher auch anderer Familienmitglieder.
1 Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Motivation und Problemstellung der Arbeit im Kontext international agierender Unternehmen und der Notwendigkeit einer klaren Definition des "erweiterten Personenkreises".
2 Nationale Anforderungen: Hier werden die berufsrechtlichen und handelsrechtlichen Vorgaben (WPO, BS WP/vBP, HGB) in Deutschland sowie deren Entwicklung und Auslegung hinsichtlich der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers analysiert.
3 Nichtnationale und supranationale Anforderungen: Dieses Kapitel betrachtet die Unabhängigkeitsregeln der EU, der IFAC und der US-amerikanischen SEC und deren extraterritoriale Wirkung auf Abschlussprüfer.
4 Nationale versus exterritoriale Anforderungen: Der Abschnitt führt einen detaillierten Vergleich der verschiedenen Normenkreise durch und identifiziert Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede in der Ausgestaltung der betroffenen Personenkreise.
5 Erkenntnisse: Das abschließende Kapitel diskutiert die Ergebnisse und präsentiert einen integrierten Gesamtlösungsansatz zur Handhabung des "erweiterten Personenkreises" in der Prüfungspraxis.
Wirtschaftsprüfung, Unabhängigkeit, Abschlussprüfer, erweiterter Personenkreis, Befangenheit, HGB, SEC, IFAC, EU-Richtlinien, Berufsrecht, Compliance, Integrität, Qualitätssicherung, Familienangehörige, Unparteilichkeit
Die Arbeit befasst sich mit der Unabhängigkeit des Wirtschaftsprüfers und der Frage, wie Regelungen zur Besorgnis der Befangenheit auf Personen außerhalb des unmittelbaren Berufsträgers – den sogenannten "erweiterten Personenkreis" – anzuwenden sind.
Zentrale Felder sind nationale und internationale Unabhängigkeitsnormen, die Definition von verwandtschaftlichen und persönlichen Näheverhältnissen sowie deren Einfluss auf die berufliche Objektivität bei Abschlussprüfungen.
Ziel ist es, die Unterschiede zwischen nationalen, supranationalen und nichtnationalen Vorgaben zu analysieren und einen praktikablen, rechtskonformen Lösungsansatz für die Praxis zu erarbeiten.
Es handelt sich um eine analytische Arbeit, die auf einer umfassenden Untersuchung von Sekundärdaten, insbesondere Gesetzestexten, Stellungnahmen der Regulatoren, Kommentaren und Fachliteratur basiert.
Der Hauptteil analysiert detailliert die verschiedenen Rechtskreise (HGB, BS WP/vBP, EU, IFAC, SEC), deren Regelungen zu Unabhängigkeit und Personenkreisen sowie deren Vergleich untereinander.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Unabhängigkeit, erweiterter Personenkreis, Abschlussprüfung, Besorgnis der Befangenheit und internationale Regulatorik geprägt.
Während das HGB eher auf eine Generalklausel und eine stärkere Einzelfallbetrachtung setzt, verwendet die SEC klare Kategorien wie "Immediate Family" und "Close Family" mit explizit definierten Personenkreisen.
Für international tätige Wirtschaftsprüfungsgesellschaften ist es essenziell, die strengsten anwendbaren Vorschriften zu identifizieren, um bei grenzüberschreitenden Mandaten die Unabhängigkeit rechtssicher zu wahren und Reputationsrisiken zu vermeiden.
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