Examensarbeit, 2003
98 Seiten, Note: sehr gut
1. Einleitung
2. Begriffsklärungen
2.1. Was ist Gewalt?
2.2. Was ist Aggression?
2.2.1. Arten von Aggression
2.2.2. Was ist Aggressivität?
2.3. Zum Verhältnis der Begriffe ‚Gewalt’ und ‚Aggression’
3. Symptome und empirische Befunde über das Ausmaß von Aggression in der Schule anhand einer Hamburger Studie
4. Theorien zur Erklärung von Aggression und Gewalt
4.1. Psychologische Theorien
4.1.1. Instinkt- und Triebtheorien
4.1.1.1. Psychoanalytische Triebtheorie
4.1.1.2. Ethologische Triebtheorie
4.1.2. Frustrations – Aggressions - Hypothese
4.1.3. Lernpsychologische Theorien
4.1.3.1. Klassisches Konditionieren
4.1.3.2. Operantes Konditionieren
4.1.3.3. Lernen am Modell
4.1.4. Entwicklungspsychologische Theorie
4.1.4.1. Entwicklungspsychologisch bedingte Aggression
4.1.5. Identitätstheorien
4.1.5.1. AMMONs Identitätstheorie zur Entstehung von Aggression
4.1.5.2. Aggression als Folge verweigerter schulischer Anerkennung
4.1.6. Motivationstheorie
4.1.6.1. Aggression als ‚Zwangsgewalt’
4.2. Soziologische Theorien
4.2.1. Anomietheorie
4.2.2. Subkulturtheorie
4.2.3. Theorie des Labeling Approach
4.2.4. Aggression als Folge von Modernisierung und Individualisierung
4.2.5. Aggression als Folge der anomischen Struktur von Schule
5. Schlussfolgerungen aus den Theorien zur Erklärung von Aggression und Gewalt
6. Begriffsklärungen
6.1. Was ist Aggressionsintervention?
6.2. Was ist Aggressionsprävention?
7. Zum Umgang mit schulischer Aggression: Ansätze und Modelle zur Prävention
7.1. Maßnahmen für Schüler und/oder Lehrer
7.1.1. Peer Mediation in der Schule nach WALKER
7.1.2. Programm ‚Soziales Lernen in der Schule’ nach Lerchenmüller
7.2. Schulumfassende Maßnahmen
7.2.1. Interventionsprogramm nach OLWEUS
7.2.2. Konzept ‚Lebenswelt Schule’
7.2.3. Konzept ‚Gestaltung – Öffnung – Reflexion’
7.2.4. Community Education
7.2.5. Schulinterne Lehrerfortbildung zur Aggressionsprävention (SchiLF)
8. Resümee
9. Ausblick/Perspektiven
Die Arbeit untersucht das Phänomen der Gewalt und Aggression im schulischen Kontext, analysiert die theoretischen Hintergründe für aggressives Verhalten bei Schülern und evaluiert präventive sowie intervenierende Handlungsmodelle für den schulischen Alltag.
1. Schritt: Einleitung
In der Einleitung versucht der Mediator eine vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen. Die Sitzordnung der Beteiligten sollte möglichst kommunikationsfördernd sein. Idealerweise findet die Mediation in einem Raum der Schule statt, der nur für die Mediation genutzt wird und der entsprechend eingerichtet ist.
In einem Einleitungsstatement bedankt sich der Mediator bei den Konfliktparteien für die Bereitschaft den Konflikt zu bearbeiten. Danach führt er in die Methoden und Regeln der Mediation ein. Es wird das Einverständnis der Konfliktparteien eingeholt und die Vertraulichkeit des Gespräches gesichert.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende gesellschaftliche und mediale Relevanz schulischer Gewaltphänomene anhand aktueller Beispiele und leitet zur Fragestellung über.
2. Begriffsklärungen: Dieses Kapitel differenziert zwischen den Begriffen Gewalt und Aggression im wissenschaftlichen Kontext und ordnet Aggressionsarten sowie -motive systematisch ein.
3. Symptome und empirische Befunde über das Ausmaß von Aggression in der Schule anhand einer Hamburger Studie: Anhand einer spezifischen Studie werden das Ausmaß und die Erscheinungsformen von Schulaggression in Hamburg analysiert.
4. Theorien zur Erklärung von Aggression und Gewalt: Dieser Hauptteil bietet einen tiefgehenden Überblick über psychologische und soziologische Theorien, um die Bedingungen menschlicher Aggressivität zu erläutern.
5. Schlussfolgerungen aus den Theorien zur Erklärung von Aggression und Gewalt: Die theoretischen Erkenntnisse werden zusammengeführt, um zentrale Forderungen für pädagogisches Handeln und schulische Prävention abzuleiten.
6. Begriffsklärungen: Hier werden die spezifischen fachlichen Definitionen für Aggressionsintervention und Aggressionsprävention im schulischen Kontext definiert.
7. Zum Umgang mit schulischer Aggression: Ansätze und Modelle zur Prävention: Dieser Abschnitt stellt konkrete präventive Programme für Schüler, Lehrer und die gesamte Institution Schule vor.
8. Resümee: Das Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und betont die Notwendigkeit gesamtgesellschaftlicher Ansätze zur Gewaltreduktion.
9. Ausblick/Perspektiven: Der abschließende Teil reflektiert aktuelle Hemmnisse im Schulalltag und formuliert Anforderungen an eine zukunftsorientierte Entwicklung der Lehrerrolle und schulischer Rahmenbedingungen.
Schulaggression, Gewaltprävention, Mediation, Interventionsprogramm, Schulalltag, Schulklima, Pädagogik, Lernpsychologie, Sozialisation, Identitätsbildung, Konfliktlösung, Schulentwicklung, soziale Kompetenz, Verhaltensauffälligkeiten, Peer Mediation.
Die Arbeit analysiert das Phänomen von Gewalt und Aggression an Schulen, beleuchtet theoretische Erklärungsansätze und stellt erprobte Präventions- und Interventionskonzepte vor.
Zu den Schwerpunkten zählen die Begriffsdefinitionen, die theoretische Verortung von Aggression (psychologisch/soziologisch) sowie konkrete Modelle wie Peer Mediation oder schulumfassende Interventionsprogramme.
Das Ziel ist es, Pädagogen ein tieferes Verständnis für die Entstehungsbedingungen von Gewalt zu vermitteln und Wege aufzuzeigen, wie Schule aktiv zur Gewaltprävention beitragen kann.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturarbeit, die existierende Theorien und empirische Studien (z.B. aus Hamburg) zusammenführt und kritisch bewertet.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Instinkt-, Frustrations-, Lerntheorien) und die darauf aufbauende Darstellung praktischer Modelle zur Schulentwicklung und Konfliktbewältigung.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Schulaggression, Gewaltprävention, Mediation, soziale Kompetenz und Schulentwicklung geprägt.
Das Interventionsprogramm nach OLWEUS ist ein schulumfassender Ansatz, der den Fokus besonders auf das Täter-Opfer-Problem legt und langfristig eine Verbesserung des Sozialklimas an Schulen anstrebt.
Die Autorin betont, dass Lehrer eine entscheidende Vorbildfunktion haben, und fordert eine veränderte Lehrerrolle, die soziale und psychologische Kompetenzen stärker in den Unterricht integriert.
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