Diplomarbeit, 2009
78 Seiten, Note: 2.0
1 Einführung
2 Begriffsbestimmung und Themenabgrenzung
3 Klassifizierung von Unternehmenskrisen
3.1 Abgrenzung des Begriffs der Unternehmenskrise
3.2 Dimensionen von Krisensituationen
3.3 Ursachen der Unternehmenskrise
3.3.1 Komplexität der Krisenursachen
3.3.2 Quantitative Krisenursachenforschung
3.3.3 Qualitative Krisenursachenforschung
3.3.3.1 Endogene Krisenursachen
3.3.3.2 Exogene Krisenursachen
4 Portfolio-Analyse als Instrument des strategischen Managements
4.1 Definition und Entstehung
4.2 Voraussetzungen für die Anwendung der Portfolio-Technik
4.2.1 Abgrenzung von strategischen Geschäftsfeldern
4.2.1.1 Kriterien der Marktaufgabe
4.2.1.2 Kriterien der Eigenständigkeit
4.2.1.3 Kriterium des Erfolgspotentialbeitrages
4.2.2 Ermittlung von strategischen Erfolgsfaktoren
4.2.2.1 Die Annahme des Produktlebenszykluskonzepts
4.2.2.2 Die Erfahrungskurve
4.2.2.3 Die PIMS-Untersuchungen
4.3 Ausgewählte Portfolio-Konzepte im Überblick
4.3.1 Gestaltung der Portfolio-Matrix
4.3.2 Der Ansatz der Boston Consulting Group
5 Strategische Portfolio-Analyse im Rahmen einer Unternehmenskrise
5.1 Erfolgreiche Krisenbewältigung
5.1.1 Wirkungen von Unternehmenskrisen
5.1.2 Krisenerkennung als Grundlage für die Krisenbewältigung
5.2 Aufbau und Funktionsweisen von Frühwarnsystemen
5.3 Aufgaben der Portfolio-Analyse im Rahmen einer Unternehmenskrise
5.3.1 Anforderungen an Indikatoren im Rahmen der Früherkennung
5.3.2 Fixierung des Portfolio-Gleichgewichts
5.3.3 Bestimmung von Portfolio-Ungleichgewichten
5.4 Früherkennung von Krisen im Hinblick auf Krisenphasen
5.4.1 Früherkennung strategischer Krisen anhand von Portfolio Mustern
5.4.2 Früherkennung von Erfolgskrisen anhand von Portfolio Mustern
5.4.3 Früherkennung von Liquiditätskrisen anhand von Portfolio Mustern
5.4.4 Grenzen der strategischen Portfolio-Analyse im Rahmen von Unternehmenskrisen
6. Resümee
Die Arbeit untersucht, ob und inwiefern die strategische Portfolio-Analyse als Instrument zur Früherkennung, Vermeidung und Bewältigung von Unternehmenskrisen eingesetzt werden kann, um eine nachhaltige Existenzsicherung zu gewährleisten.
4.3.2 Der Ansatz der Boston Consulting Group
Die Marktwachstum-Marktanteil-Matrix ist die bekannteste Form der Portfolio-Analyse und wurde von der amerikanischen Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) entworfen. Daher hat sich bis heute der Name „BCG-Matrix“ durchgesetzt. Die BCG-Matrix basiert auf zwei der früher beschriebenen strategischen Erfolgsfaktoren, dem Produktlebenszyklus-Konzept und der Erfahrungskurve. Diese sind einer Quantifizierung im Sinne der kardinalen Skalierung zugänglich.
Die Umweltdimension (Abszisse) verkörpert in diesen Überlegungen das zukünftige reale Marktwachstum, welches die marktliche Entwicklungschance – aufbauend auf dem Konzept des Produktlebenszyklus - einer strategischen Geschäftseinheit abbildet. Das Marktwachstum wird dabei als Zunahme des Umsatzes einer Geschäftseinheit auf einem bestimmten Markt innerhalb eines festgelegten Zeitpunktes (i.d.R. ein Jahr) quantifiziert. Das Konzept der Erfahrungskurve bildet die Grundlage für die Darstellung der Unternehmensdimension (Ordinate). Als strategischer Erfolgsfaktor wird der relative Marktanteil gewählt, der den Marktanteil der eigenen Produkt-Markt-Kombination im Verhältnis zum Marktanteil des größten Konkurrenten ausdrückt. Folglich wird an den Ausführungen aus 4.2.2.2 angeknüpft, in dem ein Unternehmen mit höheren Absätzen durch die Gewinnung an Erfahrung Kostendegressionen erwirtschaftet und somit sein Marktrisiko senkt.
1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet die globale Finanz- und Wirtschaftskrise und deren Auswirkungen auf Unternehmen sowie die Notwendigkeit einer strategischen Portfolio-Analyse zur Krisenfrüherkennung.
2 Begriffsbestimmung und Themenabgrenzung: Dieses Kapitel legt die methodischen Grundlagen fest, definiert den Untersuchungsrahmen für autonom existenzfähige Unternehmen und führt die für die Arbeit zentralen Kennzahlen ein.
3 Klassifizierung von Unternehmenskrisen: Das Kapitel systematisierte die verschiedenen Krisenarten, deren Ursachen sowie den Prozessverlauf von einer strategischen Krise bis hin zur Insolvenz.
4 Portfolio-Analyse als Instrument des strategischen Managements: Es werden die theoretischen Grundlagen der Portfolio-Technik, ihre Voraussetzungen und die wesentlichen Konzepte wie Produktlebenszyklus und Erfahrungskurve erläutert.
5 Strategische Portfolio-Analyse im Rahmen einer Unternehmenskrise: Der Hauptteil verknüpft Portfolio-Konzepte mit Krisenfrüherkennung, operationalisiert Warnmechanismen anhand von Portfolio-Mustern und untersucht deren Eignung als Frühindikatoren.
6. Resümee: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung, die die Eignung der Portfolio-Analyse zur Krisenfrüherkennung bestätigt und die Bedeutung der frühzeitigen Identifikation „schwacher Signale“ unterstreicht.
Unternehmenskrise, Portfolio-Analyse, Strategisches Management, Krisenfrüherkennung, BCG-Matrix, Produktlebenszyklus, Erfahrungskurve, PIMS-Studie, Frühwarnsystem, Marktwachstum, Marktanteil, Liquiditätskrise, Erfolgskrise, Strategische Krise, Existenzsicherung.
Die Arbeit untersucht, ob die strategische Portfolio-Analyse als wirksames Instrument zur Früherkennung und Bewältigung von Unternehmenskrisen dienen kann.
Es wird zwischen der Strategiekrise, der Erfolgskrise, der Liquiditätskrise und der Insolvenz differenziert.
Im Zentrum steht das Marktwachstums-Marktanteil-Portfolio der Boston Consulting Group (BCG-Matrix).
Die Arbeit behandelt die Systematisierung von Krisenursachen, die methodischen Voraussetzungen für Portfolio-Analysen und die Ableitung von Frühwarnsignalen aus Portfolio-Mustern.
Sie dienen als vorauseilende Indikatoren, um strategische Diskontinuitäten frühzeitig zu erkennen, noch bevor sich diese in messbaren finanziellen Verlusten widerspiegeln.
Der Hauptteil analysiert, wie die Portfolio-Analyse in den Prozess der Unternehmensführung integriert werden kann, um durch Sollwert-Fixierung und Toleranzbereiche krisenhafte Entwicklungen rechtzeitig zu signalisieren.
Aktives Krisenmanagement setzt bereits in frühen Stadien (Strategie- oder Erfolgskrise) an, während reaktives Krisenmanagement erst bei akuten Problemen wie der Liquiditätskrise interveniert.
Da die Portfolio-Analyse auf der Zerlegung eines Unternehmens in unabhängige, eigenständig agierende Einheiten basiert, ist deren präzise Definition die unabdingbare Voraussetzung für eine korrekte Analyse.
Ungleichgewichtige Muster, wie etwa eine „Linkslastigkeit“ (geringe Marktanteile) oder eine „Tieflastigkeit“ (geringe Marktanteile in stagnierenden Märkten), können als „schwaches Signal“ für drohende strategische Krisen interpretiert werden.
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