Masterarbeit, 2010
264 Seiten, Note: 2,1
1 Einleitung und Motivation
1.1 Definition Modellbildung und Simulation
1.1.1 Ausgangspunkt: Das System
1.1.2 Modellierung
1.1.3 Simulation und Experiment
1.2 Motivation fur den Einsatz von Modellierung und Simulation
1.3 Inhalt und Aufbau der Masterarbeit
2 Workflow und Workflow-Management
2.1 Gesch¨aftsprozesse und Workflow
2.1.1 Definitionen und Erl¨auterungen
2.1.2 Verschiedene Sichtweisen auf die Begriffe Gesch¨aftsprozesse und Workflow
2.1.3 Gesch¨aftsprozessmanagement und Qualit¨atssicherung
2.2 Workflow-Konzepte
2.2.1 Unterschiede zwischen Gesch¨afts-Workflows und wissenschaftlichen Workflows
2.2.2 Bestandteile von Workflows
2.3 Anforderungen an Gesch¨aftsprozessmanagement und Workflow-Management
2.3.1 Anforderungen an Gesch¨aftsprozesse und Gesch¨aftsprozessmanagement
2.3.2 Anforderungen an Workflow und Workflow-Management
2.4 Modellierung und Darstellung von Gesch¨aftsprozessen und Workflows
2.4.1 Modellierung mittels Flussdiagrammen
2.4.2 Modellierung mittels UML
2.4.3 Modellierung mittels EPK
2.4.4 Modellierung mittels BPMN
2.4.5 Darstellung mittels BPEL
2.4.6 Darstellung mittels XPDL
2.4.7 Modellierung und Darstellung von Workflows mittels Petrinetzen und Workflow-Netzen
2.5 Zusammenfassung des Kapitels
3 Vorgehensmodelle in der Modellierung und Simulation und Validierung von Simulationsergebnissen
3.1 Software und Vorgehensmodelle in der Softwareentwicklung
3.1.1 Software in Abgrenzung zu anderen Systemen
3.1.2 Qualit¨at und Softwarequalit¨at
3.1.3 Uberblick uber verschiedene Vorgehensmodelle in der Softwareentwicklung
3.1.4 Softwareentwicklung und Workflows
3.2 Vorgehensmodelle in der Modellierung und Simulation
3.2.1 Intuitives Vorgehen bei Modellierungs- und Simulationsprojekten
3.2.2 Vorgehensmodell nach Sargent
3.2.3 Vorgehensmodell nach Law und Kelton
3.2.4 Vorgehensmodell nach Kreutzer
3.2.5 Vorgehensmodell nach Rabe et al.
3.2.6 Vorgehensmodell nach Balci
3.2.7 Modellierung und Simulation im V-Modell XT
3.3 Verfeinerung einzelner Phasen der Modellierung und Simulation am Beispiel der Modellierung
3.4 Einsatz verschiedener Vorgehensmodelle in der Modellierung und Simulation
3.5 Qualit¨at in Simulationsprojekten
3.6 Verifikation, Validierung und Testen in der Modellierung und Simulation
3.6.1 Definitionen
3.6.2 Grundprinzipien von Verifikation und Validierung von Simulationsmodellen
3.7 Einbindung von Validierung und Verifikation in Modellierungs- und Simulationsvorgehensmodelle
3.7.1 Vorgehensmodell nach Law und Kelton
3.7.2 Vorgehensmodell nach Sargent
3.7.3 Vorgehensmodell nach Kreutzer
3.7.4 Vorgehensmodell nach Brade und Rabe et al.
3.7.5 Vorgehensmodell nach Balci
3.7.6 V-Modell XT
3.7.7 Graphenbasierter Ansatz zur Verifikation und Validierung
3.8 Konkrete Verifikations-, Validierungs- und Testmethoden
3.8.1 Grundprinzipien von Validierung, Verifikation und Testen in der Modellierung und Simulation
3.8.2 Gruppierung der Methoden
3.8.3 Einsatz konkreter Methoden
3.9 Zusammenfassung des Kapitels
4 Einsatz von Workflows in der Modellierung und Simulation
4.1 Einsatzgebiete von Workflows
4.2 Analyse vorhandener Simulationsumgebungen auf den Einsatz von Workflows
4.2.1 Kommerzielle Simulationswerkzeuge und nicht-kommerzielle Simulationsrahmenwerke: AnyLogic und Simul8 sowie Ptolemy II und RESTful-CD++
4.2.2 Umgebungen: MATLAB, R
4.2.3 M&S-Werkzeuge auf Basis von Umgebungen bzw. Web-Services: Simulink, Kepler und SYCAMORE
4.2.4 Ausfuhrungsunterstutzungswerkzeuge: ns-2measure, SWAN-Tools, Akaora 2
4.3 Zusammenfassung des Kapitels
5 Entwurf der Integration von Arbeitsabl¨aufen in JAMES II
5.1 Definition und Beschreibung JAMES II
5.1.1 Hintergrund
5.1.2 Entwicklungsziele
5.1.3 Einordnung und Entwicklungen
5.1.4 Entwicklungsstand
5.2 Anforderungen von JAMES II und den Beteiligten an Workflow-Unterstutzung
5.2.1 Allgemeine Anforderungen von JAMES II
5.2.2 Rollen in der M&S und deren Anforderungen an die Workflow-Unterstutzung
5.2.3 Anwendungsf¨alle/Szenarien
5.2.4 Zusammenfassung zu Anforderungen von JAMES II, Anwenderrollen und Szenarien
5.3 Grundlageentwurf
5.3.1 Technisches Modell einer Workflow-Unterstutzung
5.3.2 Ausgestaltung von Workflow-Definitionen
5.4 Technischer Entwurf
5.4.1 Client-Architektur
5.4.2 Server-Architektur
5.5 WFMS-Komponenten im Zusammenspiel am Beispiel des Vorgehensmodells von Balci
5.5.1 Workflow-Definition
5.5.2 Workflow-Ausfuhrung
5.5.3 Workflow-Administration
5.6 Zusammenfassung des Entwurfs eines WFMS fur JAMES II
6 Zusammenfassung und Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, Arbeitsabläufe in der Modellierung und Simulation (M&S) als Mittel zur Qualitätssicherung darzustellen und den Entwurf eines Systems zur Workflow-Unterstützung für das Simulationsrahmenwerk JAMES II zu erarbeiten.
1.1.2 Modellierung
Ein Modell ist die (im mathematischen Sinn) vereinfachende Darstellung von Strukturen, Funktionsweisen und Velaufsformen [3]. Dabei erfullt ein Modell nach Matko und Karba ([60], S. 4) folgende Eigenschaften:
• Ein Modell ist ein Objekt oder ein Konzept, das genutzt wird, um etwas anderes zu repr¨asentieren. Die Realit¨at ist in eine zusammengefasste Form uberfuhrt.
• Ein Modell ist die vereinfachte Form eines Systems, die es erm¨oglicht, es zu verstehen, zu erkl¨aren, zu ver¨andern, zu erhalten, vorauszuberechnen und es m¨oglicherweise in seinem Verhalten zu kontrollieren.
• Ein Modell ist ein Ersatz eines konkreten Systems.
• Ein Modell soll das Wissen uber ein System in passender Form repr¨asentieren und uns erm¨oglichen, es fur andere Medien zu nutzen.
• Ein Modell soll nur die Auswirkungen von Einflussen aufzeigen, welche vom Standpunkt und Zielsetzung der Modellierung aus betrachtet von Bedeutung sind.
• Ein Modell soll einfach gehalten sein, da die Konstruktion eines universellen, umfassenden Modells nicht praktikabel und un¨okonomisch ist.
Ziel der Modellierung ist es, eine vereinfachende, dem spezifischen Zweck des Modells entsprechende Abbildung des ursprunglichen Systems zu erschaffen. Sie beinhaltet den Prozess der Erstellung von Beziehungen zwischen wichtigen Einheiten eines Systems in Form von Modellen mit einem jeweiligen Ziel, Leistungskriterien und Grenzen. Modellierung ist ein iterativer, zyklischer Prozess ([60], S. 4).
1 Einleitung und Motivation: Einführung in die Grundlagen der Modellierung und Simulation sowie Motivation der Relevanz von Qualitätssicherung und Arbeitsabläufen.
2 Workflow und Workflow-Management: Detaillierte Definition und Abgrenzung von Begriffen sowie Vorstellung verschiedener Modellierungs- und Darstellungsformen für Workflows.
3 Vorgehensmodelle in der Modellierung und Simulation und Validierung von Simulationsergebnissen: Analyse von Vorgehensmodellen in der Softwareentwicklung und M&S, kombiniert mit Methoden zur Qualitätssicherung und Validierung.
4 Einsatz von Workflows in der Modellierung und Simulation: Untersuchung bestehender Simulationsumgebungen und Werkzeuge hinsichtlich ihrer Workflow-Unterstützung.
5 Entwurf der Integration von Arbeitsabläufen in JAMES II: Detaillierter technischer Entwurf zur Integration einer Workflow-Unterstützung in das Simulationsrahmenwerk JAMES II.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Resümee der Arbeit und Ausblick auf zukünftige Entwicklungspotenziale.
Modellierung, Simulation, Workflow, Qualitätssicherung, Workflow-Management-System, Vorgehensmodell, Verifikation, Validierung, Modellbildung, JAMES II, Softwareentwicklung, Prozessmanagement, Systemanalyse, Arbeitsabläufe, Modellvalidierung.
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle und der automatisierten Ausführung von Arbeitsabläufen (Workflows) in Projekten der Modellierung und Simulation sowie deren Bedeutung für die Qualitätssicherung.
Die zentralen Themen sind die Modellbildung und Simulation (M&S), das Workflow-Management, Vorgehensmodelle der Softwareentwicklung, sowie die Verifikation und Validierung von Simulationsmodellen.
Das Ziel ist die Beschreibung von Arbeitsabläufen als Mittel zur Qualitätssicherung in der M&S und der Entwurf eines Systems zur Workflow-Unterstützung für das Rahmenwerk JAMES II.
Es wird eine Literaturanalyse bestehender Vorgehensmodelle und Systeme durchgeführt, gefolgt von einem konzeptionellen Entwurf einer technischen Workflow-Integration.
Im Hauptteil werden Definitionen zu Workflows und Geschäftsprozessen erarbeitet, Vorgehensmodelle verglichen, verschiedene Simulationstools analysiert und ein technischer Entwurf für JAMES II erstellt.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Modellierung, Simulation, Workflow, Qualitätssicherung, Vorgehensmodell und Verifikation/Validierung charakterisiert.
JAMES II ist ein an der Universität Rostock entwickeltes, flexibles und komponentenbasiertes Rahmenwerk für die Modellierung und Simulation, das verschiedene Ausführungsstrategien unterstützt.
Die Validierung stellt sicher, dass das entwickelte Modell das reale System für den angedachten Zweck hinreichend genau abbildet und damit die Grundlage für verlässliche Ergebnisse bildet.
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