Examensarbeit, 2008
55 Seiten, Note: 2,3
1 EINLEITUNG
2 GRUNDGEDANKE DES KONZEPTES
2.1 DEFINITION PSYCHISCHER EINFLUSSFAKTOREN
2.1.1 Selbstkonzept und Selbstwertgefühl
2.1.2 Selbstwahrnehmung und Selbstkonzept
2.1.3 Körperbildstörung
2.2 LEHRPLANBEZUG DES KONZEPTES
2.3 AUSGANGSSITUATION, VORAUSSETZUNGEN UND BEDINGUNGEN
3 DEFINITION DER SPORTART „LE PARCOURS“
3.1 GRUNDBEWEGUNGEN VON ‚LE PARCOURS‘
4 DURCHFÜHRUNG DES KONZEPTES
4.1 EINFÜHRUNGSPHASE DES KONZEPTES
4.1.1 Die Sensibilisierung und Visualisierung
4.1.2 Die Erwärmung
4.1.3 Das richtige Fallen
4.1.3.1 Übungstipps zum Fallen vorwärts
4.1.3.2 Übungstipps zum Fallen rückwärts
4.1.3.3 Übungstipps zum Fallen seitwärts
4.2 DER BEGINN DER HAUPTPHASE
4.2.1 Beginn mit Einzelelementen
4.2.2 Zwischenreflexionen und ihre Bedeutung
4.2.3 Differenzierung
4.2.3.1 Einführung von Stationen
4.2.3.2 Wir entwickeln Stationen selbst
4.2.3.3 Verbinden von Stationen
4.2.3.4 Eine runde Sache – Parcours ohne Ende
4.2.4 Exkursionen: Was bietet uns das Umfeld / die Umwelt
4.3 DIE GESAMTREFLEXION DURCH DIE SUS INNERHALB DES KONZEPTES
5 LEHRERFUNKTIONEN
6 REFLEXION DES GESAMTKONZEPTES UND AUSBLICK
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Konzeption und Durchführung einer „Le Parcours“-AG an einer Hauptschule, um bei Schülerinnen und Schülern der 7. und 8. Klassen die Bewegungserfahrung zu steigern, das Selbstwertgefühl zu fördern und die Bewegungsarmut im Jugendalter aktiv zu bekämpfen.
4.1.1 Die Sensibilisierung und Visualisierung
Um einen Einblick in die Sportart zu geben, bietet es sich an vorerst Kurzfilme zu zeigen und im Internet recherchieren zu lassen, was es denn mit „Le parcours“ auf sich hat. „Bei der Auswahl der Videos sollte darauf verzichtet werden, ausschließlich spektakuläre und waghalsige Bewegungen zu präsentieren. In der gewählten Sequenz sollten möglichst verschiedene Bewegungen gezeigt werden und auch scheinbar einfache Techniken wie Präzisionssprünge auf Bodenniveau oder das einfache Überwinden von Hindernissen.“ Hierzu findet man im Internet neben den mit Musik unterlegten Videos auch sogenannte „Tutorial Videos“, welche für Anfänger ausgelegt sind und einzelne einfache Sprünge zeigen. Die SuS sollen selbst erkennen, welche Grundsätze bei der Sportart „Le Parcours“ zugrunde liegen.
Das folgende Zitat bringt die wesentlichen Gesichtspunkte zum Vorschein: „Parkour verlangt ein hohes Maß an Körperbeherrschung, Selbsteinschätzung und Disziplin sowie Konzentration und geistige Stärke. Es geht darum seinen Körper zu trainieren, zu fordern aber nicht zu überfordern. Wenn ein Traceur (Läufer) sich nicht sicher ist ob er etwas schafft, dann wird er es nicht tun oder sich langsam herantasten. Das ist ein wichtiger Punkt. Es werden keine waghalsigen Aktionen unternommen. Alles was passiert, passiert unter völliger Kontrolle der Situation und Herantasten der eigenen Grenzen. Dabei ist es sehr wichtig seinen eigenen Körper zu kennen.“ Den SuS muss auch nach der Sensibilisierung für diese Sportart klar sein, dass es wichtig ist, „seine eigenen Fähigkeiten zu kennen und selbst zu beurteilen, wie diese einzusetzen sind, um potenzielle Gefahren zu vermeiden.“
1 EINLEITUNG: Die Arbeit erläutert das LeParcours-Konzept zur Steigerung von Bewegungserfahrungen und Selbstbewusstsein und begründet dessen wissenschaftliche Untersuchung sowie den Lehrplanbezug.
2 GRUNDGEDANKE DES KONZEPTES: Dieses Kapitel definiert psychologische Einflussfaktoren wie Selbstkonzept und Körperbild und begründet die Notwendigkeit des Konzepts als Antwort auf Bewegungsarmut und soziale Diskriminierung bei Jugendlichen.
3 DEFINITION DER SPORTART „LE PARCOURS“: Hier wird der Ursprung der Sportart erklärt, wobei der Fokus auf Kreativität, effizienter Fortbewegung und dem Überwinden von Hindernissen liegt.
4 DURCHFÜHRUNG DES KONZEPTES: Dieser Hauptteil beschreibt den praktischen Aufbau vom Kennenlernen über das richtige Fallen und die Erwärmung bis hin zur eigenständigen Entwicklung von Parcours-Stationen durch die Schülerinnen und Schüler.
5 LEHRERFUNKTIONEN: Der Autor erläutert die verschiedenen Rollen der Lehrkraft, insbesondere in den Bereichen Unterrichten, Erziehen und Evaluieren, und verknüpft diese mit dem LeParcours-Projekt.
6 REFLEXION DES GESAMTKONZEPTES UND AUSBLICK: Das Fazit fasst die lehrreichen Erfahrungen des Projekts zusammen und zeigt auf, wie das Konzept in Zukunft an der Schule weitergeführt und ausgebaut werden soll.
Le Parcours, Parkour, Sportpädagogik, Selbstkonzept, Selbstwertgefühl, Bewegungserfahrung, Bewegungsarmut, Schulsport, Körperbild, Traceur, Falltechniken, Ukemi, Stationslernen, Motivationsförderung, Gesundheit
Es geht um die Konzeption und praktische Erprobung einer Le Parcours-Arbeitsgemeinschaft an einer Hauptschule, um Schülerinnen und Schüler zu mehr Bewegung zu motivieren.
Im Zentrum stehen die Förderung des Selbstbewusstseins, die Verbesserung motorischer Bewegungserfahrungen und der pädagogische Umgang mit dem Trendsport Parkour im Schulsport.
Das Ziel ist es, durch die Sportart Le Parcours ein Umfeld zu schaffen, das eigenständiges Sporttreiben fördert und den Jugendlichen hilft, ihr Selbstwertgefühl und ihre psychische Balance zu stärken.
Das Konzept nutzt einen pädagogischen Ansatz, der vom Leichten zum Schweren (Elementenhaft-Synthetisch zu Ganzheitlich-Analytisch) vorgeht und durch regelmäßige Reflexionsphasen und Schülerfeedback evaluiert wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die Sensibilisierungsphase, die Vermittlung korrekter Falltechniken nach dem Ukemi-Prinzip, den Aufbau von Lernstationen und die schülerzentrierte Entwicklung eigener Parcours-Elemente.
Wichtige Begriffe sind Parkour, Selbstwertgefühl, Bewegungsarmut, Schulsport, Körperbild, Eigenständigkeit und Motivation.
Das Fallen-Können dient als essenzielle Sicherheitsgrundlage, um Verletzungen vorzubeugen und den Schülerinnen und Schülern die Angst vor Stürzen bei neuen Bewegungsherausforderungen zu nehmen.
Da die körperlichen Voraussetzungen der Schülerinnen und Schüler sehr unterschiedlich sind, ermöglicht die Differenzierung an den Stationen individuelle Erfolgserlebnisse für jedes Leistungsniveau.
Die Schülerinnen und Schüler erstellen am Ende des Halbjahres einen zusammengeschnittenen Film ihrer Übungen, was sowohl als Beweis ihrer Leistungen dient als auch die Motivation und Identifikation mit der AG stärkt.
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