Masterarbeit, 2024
117 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Förderschwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung
2.1.1 Allgemeine Begriffsbestimmung
2.1.2 Erscheinungswesen
2.1.3 Klassifikation von Verhaltensstörungen
2.2 Inklusion
2.2.1 Zwischen Exklusion und Inklusion – Abgrenzung verschiedener Begrifflichkeiten
2.2.2 Inklusion im Bildungssystem
2.2.3 Lernende mit dem Förderschwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung in der Inklusion
2.2.4 Die Entwicklung des deutschen Schulsystems für Kinder mit SPF
2.3 Gegenwärtiger Stand schulischer Inklusion
2.3.1 Deutschland
2.3.2 NRW
2.4 Gegenwärtiger Stand der Inklusion im Förderschwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung
2.4.1 Deutschland
2.4.2 NRW
2.5 Selbstkonzept
2.5.1 Allgemeine Begriffsbestimmung
2.5.2 Entwicklung des Selbstkonzepts
2.5.3 Einflussfaktoren auf das Selbstkonzept
2.6 Selbstkonzept und schulische Leistung
3 Forschungsvorhaben
3.1 Forschungsfragen und Hypothesen
3.2 Methode
3.3 Stichprobe
3.4 Durchführung
3.5 Auswertung
3.6 Ergebnisse
3.6.1 Inklusion vs. Förderschule
3.6.2 Geschlechterunterschiede
3.6.3 Alter/Klassenstufe und Selbstkonzept
3.6.4 Unterschiede unter den Selbstkonzeptdimensionen
4 Zusammenfassung und Diskussion
4.1 Limitation
5 Fazit und Ausblick
Ziel dieser Arbeit ist es, das Selbstkonzept von Kindern mit dem sonderpädagogischen Förderbedarf im Bereich der emotionalen und sozialen Entwicklung in der Primarstufe zu untersuchen und zu vergleichen, inwiefern sich die Ausprägungen dieses Selbstkonzepts in inklusiven Settings sowie im Förderschulkontext unterscheiden. Die Forschungsarbeit geht dabei der Frage nach, ob unterschiedliche Beschulungsformen einen Einfluss auf die Selbstwahrnehmung betroffener Kinder haben.
2.1 Förderschwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung
Im deutschen Schulsystem werden sieben Förderschwerpunkte unterschieden. Einer dieser Förderbedarfe ist der Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung. Die Bezeichnungen und Umschreibungen der Kinder, denen dieser Förderschwerpunkt zugeschrieben wird, sind vielfältig. Göppel (2018, S. 220) stellt die verschiedenen Begriffe, die in der Fachwelt verwendet wurden und werden, zusammen. Mit den Bezeichnungen „Kinder in Not“, „Problemkinder“, „Störer“, „Kinder mit psychischen Auffälligkeiten“, „Kinder mit Verhaltensstörungen“, „Kinder mit sozial-emotionalen Auffälligkeiten“ und „schwer belastete Kinder und Jugendliche“ ist diese Gruppe von Kindern betitelt. Die Vielfalt an Begrifflichkeiten zeigt bereits, wie komplex und vielschichtig der Förderschwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung ist.
In der Verordnung über sonderpädagogische Förderung, den Hausunterricht und die Schule für Kranke NRW (AO-SF) wird für den Förderschwerpunkt emotionale-soziale Entwicklung folgendes geschrieben: Ein Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung im Förderschwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung (Erziehungsschwierigkeit) besteht, wenn sich eine Schülerin oder ein Schüler der Erziehung so nachhaltig verschließt oder widersetzt, dass sie oder er im Unterricht nicht oder nicht hinreichend gefördert werden kann und die eigene Entwicklung oder die der Mitschülerinnen und Mitschüler erheblich gestört oder gefährdet ist. (AO-SF, 2005/23.03.2022, §4, Abs. 4).
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die veränderte Schullandschaft seit der UN-Behindertenrechtskonvention 2009 und definiert das Forschungsinteresse am Selbstkonzept von Kindern mit dem sonderpädagogischen Förderbedarf der emotionalen und sozialen Entwicklung.
2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Basis zum Förderschwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung, zum Konzept der Inklusion sowie zum Selbstkonzept als psychologisches Konstrukt und dessen Einflussfaktoren.
3 Forschungsvorhaben: Hier werden die Forschungsfragen und Hypothesen dargelegt, die gewählte Methode (Fragebogenstudie mit dem SKF) erläutert und die Auswertung der erhobenen Daten präsentiert sowie diskutiert.
4 Zusammenfassung und Diskussion: Das Kapitel reflektiert die Studienergebnisse vor dem Hintergrund der Hypothesen, diskutiert Limitationen der Untersuchung und zieht ein Resümee über die Forschungsbefunde.
5 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst zusammen, dass die Inklusion keinen negativen Einfluss auf das Selbstkonzept hat, betont jedoch die Notwendigkeit weiterer Forschung mit größeren Stichproben und Längsschnittdesigns.
Selbstkonzept, Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung, Inklusion, Förderschule, Primarstufe, Sonderpädagogik, Schüler, Schule, soziale Integration, Fähigkeitsselbstkonzept, soziale Vergleiche, inklusive Bildung, Grundschule.
Die Arbeit untersucht das Selbstkonzept von Kindern, bei denen ein sonderpädagogischer Förderbedarf im Bereich der emotionalen und sozialen Entwicklung besteht.
Die Arbeit umfasst den theoretischen Hintergrund zur sonderpädagogischen Förderung, Inklusion im Bildungssystem, die psychologische Fundierung des Selbstkonzepts sowie die Auswirkungen der Beschulungsform.
Das Ziel ist der Vergleich, wie sich das Selbstkonzept dieser Kinder in einem inklusiven Schulumfeld im Vergleich zu einer Förderschulumgebung ausprägt.
Es handelt sich um eine quantitative Fragebogenstudie, bei der der Selbstkonzeptfragebogen für Kinder (SKF) in zwei an die Altersstufen angepassten Versionen genutzt wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erarbeitung der Begriffe und eine empirische Analyse der Daten, die mittels statistischer Auswertungen wie T-Tests und Korrelationsanalysen gewonnen wurden.
Die wesentlichen Begriffe sind Selbstkonzept, Inklusion, Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung, sonderpädagogische Förderung und Grundschule.
Die Ergebnisse zeigen keine signifikanten Unterschiede; allerdings gibt es Tendenzen, dass Kinder an Förderschulen teils stabilere oder positivere Selbstkonzeptanteile aufweisen als ihre inklusiv beschulten Peers.
In der Stichprobe zeigen sich bei Jungen teilweise höhere Werte im fachspezifischen Selbstkonzept (z.B. Mathematik), während die Befunde insgesamt auf eine eher geringe geschlechtsspezifische Divergenz hindeuten.
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