Masterarbeit, 2024
86 Seiten, Note: 1
1. Theoretischer Teil
1.1. Einleitung
1.1.1. Motivation
1.1.2. Relevanz des Themas
1.1.3. Generelles Problem, allgemeine Forschungsfrage
1.1.4. Vorschau auf die Masterarbeit
1.2. Hintergründe und Kontext
1.2.1. Arbeitsmarkt und Wirtschaftslage (Gegenwartsperspektive)
1.2.2. Arbeitswelt im Wandel (Zukunftsperspektive)
1.3. Begriffsdefinitionen
1.3.1. Bildung
1.3.2. Beruf
1.3.3. Bildungs- und Berufsorientierung
1.4. Bildungs- und Berufsorientierung
1.4.1. Bildungs- und Berufsorientierung an österreichischen Schulen
1.4.2. Kompetenzmodelle
1.4.3. Lehrplan Bildungs- und Berufsorientierung
1.4.4. Das Projekt „Werken in der Industrie“
1.5. Betriebserkundungen
1.5.1. Didaktische und methodische Grundsätze
1.5.2. Dimensionen des Exkursionsmanagements
1.5.3. Vorbereitung
1.5.4. Durchführung
1.5.5. Nachbereitung
1.6. Berufswahltheorien
1.6.1. Psychologische Berufswahltheorien
1.6.2. Soziologische Berufswahltheorien
1.6.3. Integrierte, mehrperspektivische, interdisziplinäre und postmoderne Ansätze
1.7. Aktueller Stand der Forschung (Studienlage)
1.8. Ziel und Nutzen der Studie
1.9. Forschungsfrage und Hypothese
2. Methodischer Teil
2.1. Stichprobe
2.2. Studiendesign
2.3. Ausgestaltung der Intervention
2.3.1. Vorbereitungsphase
2.3.2. Durchführung
2.3.3. Nachbereitungsphase
2.4. Datenerhebung
2.4.1. Messinstrument
2.4.2. Erarbeitung der Testitems
2.4.3. Bezug der Items zu den Kompetenzbereichen
3. Resultate
3.1. Deskriptive Statistik
3.2. Schließende Statistik
4. Diskussion
4.1. Hypothesenprüfung
4.2. Beantwortung der Forschungsfrage
4.3. Einordnung in bestehende Forschung
4.4. Limitationen der Studie
4.5. Implikationen für die Praxis und weitere Forschung
Die Arbeit untersucht, ob Betriebserkundungen im Rahmen des Projekts „Werken in der Industrie“ (WIDI) bei Jugendlichen allgemeinbildender höherer Schulen zur Förderung von Kompetenzen aus dem Lehrplan für Bildungs- und Berufsorientierung beitragen. Der Fokus liegt dabei auf der Wirksamkeit unterschiedlicher Intensitätsgrade der Vor- und Nachbereitung dieser Realbegegnungen.
1.2.1. Arbeitsmarkt und Wirtschaftslage (Gegenwartsperspektive)
Auf internationaler Ebene beobachten Expert*innen der European Training Foundation (Fetsi, Bardak & Rosso, 2021) eine Transformation von Volkswirtschaften, die durch eine zunehmende Verschiebung hin zu Dienstleistungsberufen gekennzeichnet ist. In diesem Zusammenhang sinkt auch der Anteil mittelqualifizierter Jobs, sowohl aufgrund der Automatisierung von Routinetätigkeiten als auch durch die auftretende Auslagerung von Aufgaben in der Fertigung in Folge der Globalisierung. Fetsi et al. (2021) verwenden für diesen Umstand den Begriff "Aushöhlungsphänomen".
In Österreich wird indes besonders der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften thematisiert (Dornmayr & Riepl, 2022; Lehner, 2023). Von Fachkräftemangel spricht man, wenn spezifische Positionen nicht besetzt werden können, da am Arbeitsmarkt nicht ausreichend Personen verfügbar sind, die die erforderlichen Qualifikationen für die jeweilige Tätigkeit mitbringen (Drucker, 2023). Besonders gefragt und gleichzeitig schwierig zu rekrutieren sind Lehrlinge. Die absolute und relative Anzahl der Erwerbspersonen mit einem Lehrabschluss ist seit einigen Jahren rückläufig, etwa die Hälfte der Unternehmen wäre bereit zusätzliche Lehrlinge auszubilden, sofern sie genügend qualifizierte und interessierte Jugendliche dafür finden könnten (Dornmayr & Riepl, 2022). „Die Arbeitgeber werden ordentlich tanzen müssen“, beschreibt im Jahr 2022 der damalige AMS-Chef Johannes Kopf die Situation (Kromp, 2022). Laut Mühlböck, Titelbach, Brunner & Vogtenhuber (2023) liegt der Fachkräftemangel in der Natur der Sache, da Unternehmen grundsätzlich ein zusätzliches Angebot hochqualifizierter Arbeitskräfte stets begrüßen würden. Gleichzeitig warnen die Autor*innen davor, dass die wirtschaftliche Entwicklung ins Stocken geraten könnte, wenn der Bedarf an erforderlichen Arbeitskräften nicht ausreichend gedeckt werden kann.
1. Theoretischer Teil: Vermittelt Grundlagen zu Arbeitsmarkt, Bildungs- und Berufsorientierung, Betriebserkundungen und Berufswahltheorien, um den theoretischen Rahmen der Untersuchung zu stecken.
2. Methodischer Teil: Beschreibt das quasi-experimentelle Studiendesign, die Stichprobe und das entwickelte Messinstrument zur Erhebung der Kompetenzen.
3. Resultate: Präsentiert die deskriptive Auswertung der Onlinebefragung und die statistische Analyse der Interventionswirkungen auf die Kompetenzentwicklung.
4. Diskussion: Interpretiert die Ergebnisse im Hinblick auf die Hypothesen, ordnet sie in den aktuellen Forschungsstand ein und thematisiert Limitationen sowie zukünftige Implikationen.
Betriebserkundungen, Bildungs- und Berufsorientierung, Werken in der Industrie, Kompetenzerwerb, Berufswahltheorien, Arbeitsmarktsituation, Fachkräftemangel, Career Management Skills, Selbsteinschätzung, Schulpraxis, Intervention, Evaluation, Orientierungskompetenz, Realbegegnung, SchülerInnen.
Die Masterarbeit befasst sich mit der Wirksamkeit von Betriebserkundungen für allgemeinbildende höhere Schulen und deren Beitrag zur berufsorientierenden Kompetenzentwicklung von Jugendlichen.
Zentrale Felder sind die Bildungs- und Berufsorientierung an österreichischen Schulen, die Didaktik von Betriebserkundungen sowie verschiedene theoretische Erklärungsmodelle zur Berufswahl.
Das Ziel ist zu evaluieren, ob und wie Betriebserkundungen (in Abhängigkeit von der Vor- und Nachbereitung) die Selbsteinschätzung der Jugendlichen bezüglich ihrer Bildungs- und berufswahlrelevanten Kompetenzen beeinflussen.
Es wurde ein quantitativer Ansatz im quasi-experimentellen Setting gewählt, bei dem mithilfe von Online-Fragebögen vor und nach einer Intervention Daten erhoben und statistisch analysiert wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Abschnitt, der Konzepte und Theorien beleuchtet, sowie einen methodischen Teil inklusive der Ergebnisanalyse im Bereich der deskriptiven und schließenden Statistik.
Die Arbeit charakterisiert sich durch die Verknüpfung von pädagogischen Anforderungen der Bildungs- und Berufsorientierung mit empirischer Evaluation in der Schulpraxis.
Aufgrund organisatorischer Gegebenheiten im schulischen Alltag war eine Randomisierung der Gruppen nicht möglich, weshalb bestehende Schulklassen für die Untersuchung herangezogen wurden.
Der Effekt dient als Erklärungsansatz für unerwartete Ergebnisse, bei denen Jugendliche nach der Intervention ihre Kompetenzen in bestimmten Bereichen niedriger einschätzten, was auf eine bewusstere Wahrnehmung eigener Wissensdefizite zurückgeführt wird.
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