Masterarbeit, 2019
140 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Theorie und Forschungsstand
2.1 Der Stressprozess
2.1.1 Stressoren
2.1.2 Die Stressreaktion
2.1.3 Coping (Stressbewältigung)
2.1.4 Das Transaktionale Stressmodell nach Lazarus
2.2 Erfassung von Stress
2.3 Stress bei Studierenden
2.4 Core Self-Evaluations
2.5 Core Self-Evaluations und Stress
2.6 Lebenszufriedenheit
2.7 Lebenszufriedenheit, Core Self-Evaluations und Stress
2.8 Ableitung der Fragestellung und Hypothesen
3 Methode
3.1 Stichprobe
3.2 Erhebungsinstrumente
3.2.1 Stressoren
3.2.2 wahrgenommener Stress
3.2.3 Coping
3.2.4 Core Self-Evaluations
3.2.5 Lebenszufriedenheit
3.3 Studiendesign und Durchführung der Untersuchung
3.4 Datenauswertung
4 Ergebnisse
4.1 Vorbereitende Datenanalyse
4.2 Deskriptive Befunde
4.3 Inferenzstatistische Prüfung der Hypothesen
5 Diskussion
5.1 Diskussion der Ergebnisse
5.2 Limitationen der Studie und Forschungsdesiderate
5.3 Praktische Implikationen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss des Persönlichkeitskonstrukts "Core Self-Evaluations" (CSE) auf den Stressprozess sowie die Auswirkungen von Stress, Persönlichkeit und Coping-Strategien auf die Lebenszufriedenheit bei deutschen Studierenden, um praktische Ansätze zur Stressreduktion und Steigerung des Wohlbefindens abzuleiten.
2.1.2 Die Stressreaktion
Stress im Sinne der unmittelbaren Stressreaktion kann als subjektiv intensiver unangenehmer Spannungszustand definiert werden, der aus der subjektiven Befürchtung entsteht, dass eine stark aversive, zeitlich nahe oder bereits eingetretene Situation wahrscheinlich nicht vollständig kontrollierbar ist, deren Bewältigung dem betreffendem Individuum aber als wichtig erscheint (Greif, 1991; Schütz et al., 2016). Es besteht folglich ein durch einen Stimulus hervorgerufenes Ungleichgewicht zwischen den individuellen Bedürfnissen, Kompetenzen und Wünschen einerseits sowie den kontextspezifischen Anforderungen, Gegebenheiten und Möglichkeiten andererseits (Gerrig & Zimbardo, 2008; Schütz et al., 2016). Die Tatsache, dass ein Stressor als aversiv erlebt wird, schließt nicht aus, dass er auch zu positiven Folgen führen kann. So kann beispielsweise die Bewältigung einer herausfordernden Situation positive Lernerfahrungen sowie Selbstwertgefühl und Optimismus fördern. Die Subjektivität ist eine zentrale Komponente in der Entstehung von Stress. Stress entsteht nicht aufgrund objektiv messbarer, sondern als Folge von subjektiv eingeschätzten Situationsmerkmalen. Erscheint einer Person ein aversiver Reiz als belanglos, muss dieser keine Stressreaktion hervorrufen (Schütz et al., 2016).
1 Einleitung: Beschreibt die Herausforderungen des Studienbeginns und begründet das wissenschaftliche Interesse an Stress bei Studierenden.
2 Theorie und Forschungsstand: Erläutert die theoretischen Grundlagen zum Stressprozess, zu Core Self-Evaluations (CSE), Coping-Strategien und Lebenszufriedenheit.
3 Methode: Detaillierte Darstellung der Stichprobe, der angewandten Erhebungsinstrumente, des Studiendesigns und der statistischen Vorgehensweise.
4 Ergebnisse: Präsentation der explorativen Faktorenanalyse und der inferenzstatistischen Analysen zur Prüfung der aufgestellten Hypothesen.
5 Diskussion: Interpretation der Befunde, Einordnung in den aktuellen Forschungsstand, Erörterung der Limitationen und Ableitung praktischer Implikationen.
Stress, Coping, Lebenszufriedenheit, Core Self-Evaluations, Studierende, Stressoren, Meditation, Moderation, Stressbewältigung, Persönlichkeit, Wohlbefinden, psychische Gesundheit, Studienabbruch, adaptive Strategien, Stressreaktion
Die Masterarbeit befasst sich mit der psychologischen Untersuchung von Stress bei Studierenden und wie Persönlichkeitsfaktoren sowie Bewältigungsstrategien (Coping) auf die Lebenszufriedenheit einwirken.
Die zentralen Themenfelder umfassen den Stressprozess (nach Lazarus), das Persönlichkeitskonstrukt "Core Self-Evaluations" (CSE), habituelles Coping-Verhalten und deren systematischer Zusammenhang mit Lebenszufriedenheit.
Ziel ist es zu erforschen, ob und wie Core Self-Evaluations und Coping den Zusammenhang zwischen wahrgenommenem Stress und Lebenszufriedenheit bei Studierenden beeinflussen.
Es wurde eine quantitative Onlinestudie im Querschnittdesign mit 345 Studierenden durchgeführt, wobei verschiedene validierte Fragebogenskalen und hierarchische Regressionsanalysen zum Einsatz kamen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des aktuellen Forschungsstandes, eine präzise methodische Darstellung der Untersuchung und eine detaillierte Ergebnisauswertung, gefolgt von einer tiefgehenden Diskussion.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Stress, Coping, Lebenszufriedenheit, Core Self-Evaluations und Studentische Stressoren treffend beschreiben.
Es wurde vermutet, dass Coping den Zusammenhang zwischen Stressoren und wahrgenommenem Stress moderiert, was jedoch in der vorliegenden Stichprobe empirisch nicht bestätigt werden konnte.
Die Studie repliziert, dass Studierende mit positiven CSE ein geringeres Stresserleben sowie ein höheres Maß an Lebenszufriedenheit aufweisen und tendenziell funktionalere Coping-Strategien nutzen.
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