Bachelorarbeit, 2023
48 Seiten, Note: 1,7
1.Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielstellung
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlage
2.1 Ältere Arbeitnehmer*innen
2.2 Arbeitsmotivation im Alter
2.2.1 Arbeitsmotivation
2.2.2 Korrelation zwischen Arbeitsmotivation und Alter
2.3 Handwerk
2.3.1 Definition
2.3.2 Megatrends im Handwerk
2.3.2.1 Demografischer Wandel im Handwerk
2.3.2.2 Technologischer Wandel im Handwerk
2.4 Zwischenfazit
3. Methode
3.1 Allgemeines zum narrativen Interview
3.2 Aufbau des narrativen Interviews
3.3 Vorgehen im Rahmen dieser Arbeit
3.3.1 Allgemein
3.3.2 Setting und Durchführung im Rahmen dieser Arbeit
3.4 Auswertung
3.5 Diskussion
4.Fazit
Die Arbeit untersucht explorativ, inwieweit wissenschaftliche Theorien zur Arbeitsmotivation im Alter auf die spezifischen Strukturen und Anforderungen im Handwerk angewendet werden können. Das zentrale Ziel ist es, Erkenntnisse darüber zu gewinnen, ob sich die Arbeitsmotivation älterer Handwerker analog zu allgemeinen gerontologischen Erkenntnissen verhält oder ob branchenspezifische Besonderheiten bestehen.
3.3.1 Allgemein
Das Interview wurde mit einem Mitarbeiter eines Fensterbauunternehmens durchgeführt. Hierbei handelt es sich um einen familiengeführten Handwerksbetrieb, welcher aktuell 52 Personen beschäftigt. Davon sind 19 Personen in der Montage, 16 in der Produktion und 17 im Büro, in der Arbeitsvorbereitung oder als Reinigungskraft tätig. Die Firma U. wurde 1962 gegründet. In der Handwerkskammer ist sie als Tischlerbetrieb eingetragen, aber sie ist auch in anderen Gewerbezweigen tätig. Damals startete die Firma mit der Herstellung von Holzfenstern. Im Laufe der Jahre wurden auch Kunststoff- und Aluminiumfenster, sowie Garagentore, Beschattungen, Terrassendächer, Vordächer und Haustüren in das Sortiment aufgenommen. Heutzutage werden davon, aufgrund von einem hohen Auftragsvolumen, mehrere Produkte extern gefertigt. Dennoch werden die Fenster und Haustüren weiterhin in der firmeneigenen Werkstatt gebaut und maßgefertigt. In ihren Anfängen bestand die Firma U. aus ihrem Gründer als Meister und einem Lehrling, heutzutage finden sich unter den 52 Mitarbeitern 25 Gesellen und 5 Meister wieder. In der Ausbildung sind von diesen 52 Mitarbeiter*innen aktuell sechs Personen, davon zwei im kaufmännischen Bereich und vier in der Ausbildung zum Tischler.
Der befragte Mitarbeiter ist 61 Jahre alt, gelernter Tischler und seit 1977, somit 46 Jahre und fast von Beginn an in diesem Unternehmen tätig. Er hat seinen Gesellenbrief ebenfalls in diesem Betrieb gemacht, wo er nach bestandener Gesellenprüfung als Mitarbeiter in der Produktion begann. Heutzutage ist er im Kundendienst tätig. Dort übernimmt er kleinere Reparaturen, Instandsetzungen und individuelle Beratungen übernimmt.
1.Einleitung: Dieses Kapitel führt in die demografischen und technologischen Herausforderungen ein, die besonders das Handwerk unter Druck setzen, und begründet die Relevanz der Forschungsfrage.
2. Theoretische Grundlage: Es werden Konzepte wie „ältere Arbeitnehmer*innen“, Arbeitsmotivation im Alter sowie die Definition und Megatrends des Handwerks theoretisch hergeleitet und diskutiert.
3. Methode: Dieser Abschnitt erläutert die Wahl des narrativen Interviews nach Schütze als explorative Forschungsmethode und beschreibt das Setting sowie die Durchführung der Studie im konkreten Handwerksbetrieb.
4.Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Anwendbarkeit der Theorien auf den Einzelfall und leitet den weiteren Forschungsbedarf für die Branche ab.
Arbeitsmotivation, Handwerk, ältere Arbeitnehmer, demografischer Wandel, technologischer Wandel, narratives Interview, intrinsische Motivation, extrinsische Motivation, Altersdiskriminierung, Personalführung, Fachkräftemangel, Selektivität der Arbeitsaufgaben, Selbstkonzept
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob sich gängige Theorien zur Arbeitsmotivation im Alter auf Beschäftigte im Handwerk übertragen lassen.
Die Arbeit verknüpft gerontologische Erkenntnisse zur Motivation mit den spezifischen Herausforderungen des Handwerks, wie dem demografischen und technologischen Wandel.
Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Lassen sich die Theorien zur Arbeitsmotivation im Alter auch auf die im Handwerk tätigen Personen anwenden?“
Die Autorin wählt einen explorativen, qualitativen Ansatz und führt ein narratives Interview nach Schütze mit einem erfahrenen Mitarbeiter eines Handwerksbetriebs durch.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Literaturaufarbeitung und eine methodische Auswertung des durchgeführten Interviews, in der extrinsische und intrinsische Motive sowie der Wandel der Arbeitswahrnehmung analysiert werden.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Arbeitsmotivation, Handwerk, demografischer Wandel, intrinsische Motivation und altersgerechtes Kompetenzmanagement charakterisiert.
Ein zentrales Ergebnis ist, dass der befragte Mitarbeiter bereits in jungen Jahren eine hohe intrinsische Motivation aufwies, stärker geprägt durch soziale Faktoren und die Verbundenheit zur Firma und Region, anstatt durch extrinsische Karriereanreize.
Das Interview verdeutlicht, dass technologische Anforderungen von dem Befragten oft als belastend empfunden werden, da sie dem Wunsch nach stabilen, vertrauten Arbeitswegen widersprechen und sein Selbstbild als Fachmann durch die Kritikfähigkeit einer „Internet-Kundschaft“ herausfordern.
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