Bachelorarbeit, 2008
44 Seiten, Note: 2.0
Einleitung
I) Der Neokonservatismus als direkter Erbe des Wilsonismus
A) Theoretische Grundlage
1) Die Grundwerte der Unabhängigkeitserklärung 1776
2) Die beschränkte Regierungsmacht
B) Außenpolitische Orientierungen
1) Die Verweigerung des Isolationismus
2) Die Verweigerung des Realismus
3) Die Verweigerung des Zusammenpralls der Kulturen
C) Normative Zielsetzungen:
1) Der Weltfriede
2) Die Weltsicherheit
3) Das Streben nach Moral in internationalen Beziehungen
II) Der Neokonservatismus als ambivalenter Erbe des Wilsonismus
A) Der Multilateralismus Wilsons
1) Die 14 Punkte
2) Die Demokratisierung der Welt und der Handel
3) Der Völkerbund
B) „Multilateralism when we can, unilateralism when we must”
1) Die Skepsis der Neokonservativen bezüglich der Effektivität der internationalen Organisationen und Regelungen
2) Die Unipolarität der Welt
3) Die Notwendigkeit der „Moral Clarity“
4) Die gerechten Kriege
5) Die Transformationsdiplomatie
Schluss
Die vorliegende Arbeit untersucht die Verbindung zwischen dem historischen Wilsonismus und dem modernen amerikanischen Neokonservatismus. Dabei wird analysiert, inwiefern der Neokonservatismus als direkte Fortführung oder als ambivalente Abwandlung wilsonscher Prinzipien betrachtet werden kann, insbesondere im Hinblick auf den Anspruch zur globalen Demokratieförderung und die Anwendung militärischer Macht.
Die Notwendigkeit der „moral clarity“
“We, so Condoleezza Rice, on the right side of freedom’s divide have an obligation to help those who unlucky enough to have been born on the wrong side of this divide. […] If we make the pursuit of global freedom the organizing principle of the 21th century, we will achieve historic global advances for justice and prosperity, for liberty and peace.”77 Um die Moralisierung des Konzerts der Nationen zu erreichen, sei die amerikanische Gewalt mehr als notwendig. Außerdem behauptet Max Boot, dass eine demokratische Welt kein Wahnsinn sei.78 „Morality in foreign policy“ ist alles, was William Kristol und Robert Kagan wollen79.
Die Außenpolitik des Präsidenten Ronald Reagan entspreche dem Ideal. Deswegen haben die beiden Autoren eine „neo-reaganite foreign Policy“ im Jahre 1996 verteidigt. Die Vereinigten Staaten von Amerika hätten die Möglichkeit, die Führungsmacht einer „benevolent global hegemony zu sein. Having defeated the "evil empire," the United States enjoys strategic and ideological predominance. The first objective of U.S. foreign policy should be to preserve and enhance that predominance by strengthening America's security, supporting its friends, advancing its interests, and standing up for its principles around the world.”
Einleitung: Die Einleitung führt in die missionarische Rolle der USA in der Welt ein und beleuchtet die ideologischen Wurzeln des Neokonservatismus, die sich an der messianischen Tradition Wilsons orientieren.
I) Der Neokonservatismus als direkter Erbe des Wilsonismus: Dieses Kapitel erläutert die gemeinsamen theoretischen und außenpolitischen Fundamente, wie den Glauben an universelle Freiheit und die Ablehnung von Isolationismus und Realismus.
II) Der Neokonservatismus als ambivalenter Erbe des Wilsonismus: Der zweite Teil analysiert die Spannungsfelder zwischen Wilsonismus und Neokonservatismus, insbesondere bezüglich des Multilateralismus, der Effektivität internationaler Organisationen und neuer Instrumente wie der Transformationsdiplomatie.
Schluss: Das Fazit stellt fest, dass eine deutliche, wenn auch ambivalente Verbindung besteht, wobei insbesondere der Irak-Krieg als Testfall für die neokonservative Strategie im 21. Jahrhundert dient.
Neokonservatismus, Wilsonismus, Demokratieförderung, Außenpolitik, USA, Multilateralismus, Hard Power, Soft Power, Transformationsdiplomatie, gerechter Krieg, moralische Klarheit, Totalitarismus, Hegemonie, internationale Ordnung, regime change.
Die Arbeit befasst sich mit der Frage, ob der amerikanische Neokonservatismus als eine Form des "starken" oder "modifizierten" Wilsonismus verstanden werden kann.
Zentrale Felder sind die historische Entwicklung amerikanischer außenpolitischer Denkschulen, der Vergleich zwischen Idealismus und Realismus sowie die Rolle der USA als globale Hegemonialmacht.
Das Ziel ist es, die ideologischen Kontinuitäten und Brüche zwischen der Tradition von Woodrow Wilson und der neokonservativen Außenpolitik unter George W. Bush herauszuarbeiten.
Die Arbeit nutzt eine politikwissenschaftliche und historische Analyse, indem sie theoretische Konzepte (wie das Naturrecht oder die Theorie des demokratischen Friedens) mit den realpolitischen Strategien und Diskursen der Neokonservativen vergleicht.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung theoretischer Grundlagen, die Analyse der Ablehnung von Realismus und Relativismus sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit Instrumenten wie der Transformationsdiplomatie und dem Konzept des "gerechten Krieges".
Schlüsselbegriffe sind Neokonservatismus, Wilsonismus, Demokratieförderung, Multilateralismus, "Hard Power", "Regime Change" und das Streben nach universellen Werten.
Die Arbeit zeigt, dass Neokonservative internationalen Organisationen wie der UNO skeptisch gegenüberstehen, da sie diese oft als ineffektiv, bürokratisch oder sogar als moralisches Hindernis für die Durchsetzung legitimer amerikanischer Ziele betrachten.
Dieser Begriff beschreibt einen Wandel in der amerikanischen Außenpolitik, bei dem Diplomaten nicht mehr nur beobachten, sondern aktiv an der Gestaltung und Reform von politischen Institutionen in anderen Ländern mitwirken, um deren Stabilität und Demokratisierung zu fördern.
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