Forschungsarbeit, 2009
21 Seiten, Note: 1.3
Einleitung.
I) Die Schaffung des Status des illegalen Kämpfers.
A) Keine Kriegsgefangenen…:
B) Keine Zivilpersonen…:
C) … Sondern illegale Kämpfer:
II) Die juristischen Auswirkungen der Schaffung des neuen Status.
A) Die Verletzungen der amerikanischen Verfassung:
1) Die Verletzung des fünften Amendements:
2) Die Frage der Gerichtsbarkeit:
B) Die Verletzungen des Völkerrechts und des humanitären Rechts:
1) Die Perspektive einer unbestimmten Haft ohne Prozess:
2) Keine Garantie eines faires Prozess und keine Anrufungsmöglichkeit:
3) Die Vernehmung in Abwesenheit eines Rechtsanwalts:
4) Grausame, unmenschliche oder entwürdige Behandlungen:
5) Die Verletzung des Prinzips der Nicht-Ausweisung:
III) Die Frage einer Entwicklung der Genfer Konvention.
A) Die Kommission von Venedig:
B) Die Bedeutung der Bekanntmachung der Kommission von Venedig:
C) Die betroffenen Personen:
D) Der Zustand des positiven Rechts:
1) Die Menschenrechtsverträge:
2) Das internationale humanitäre Recht:
3) Die amerikanische Rechtsordnung:
Schluss.
Die Arbeit untersucht die juristische Problematik des Status der "illegalen Kämpfer" in Guantanamo Bay und analysiert, inwieweit die dortige Praxis geltende Menschenrechte sowie das humanitäre Völkerrecht verletzt und ob eine Weiterentwicklung bestehender Konventionen erforderlich ist.
Die Schaffung des Status des illegalen Kämpfers
Am 8. April 2002 behauptete die amerikanische Regierung, dass 299 Gefangene in der Militärbasis von Guantanamo in Haft gehalten werden. Sie stammen aus vielen verschieden Ländern, beispielsweise aus Afghanistan, Ägypten, Algerien, Aserbaidschan, Bahrain, Belgien, China, Dänemark, Frankreich, Iran, Jemen, Katar, Kuwait, Pakistan, Russland, Saudi-Arabien, Schweden, Spanien, Türkei, Usbekistan und Vereinigtes Königreich… Acht dieser Länder sind Mitglieder des Europarats. Die amerikanische Armee bekannte, dass sich Kinder im Alter von sechzehn Jahren und weniger unter den Gefangenen befinden. Was den juristischen Status dieser Gefangenen betrifft, gibt es große Unsicherheiten. Es existiert eine augenscheinliche Verschiebung zwischen dem Sein und dem Sollen, das heißt zwischen der Situation dieser Menschen und der Behandlung, die sie normalerweise bekommen sollten. Aufgrund des unsicheren Status der Gefangenen einerseits und ihrer Zukunft sowie andererseits ihrer Haftbedingungen ist diese Lage sehr besorgend.
Die Guantanamo Bay Basis befindet sich auf der Insel Kuba. Im Jahre 1903 wurde sie an die Vereinigten Staaten von Amerika abgegeben. Ein Vertrag, der im Jahre 1934 beschlossen wurde, erklärt, dass diese Basis eine amerikanische Konzession ist. Deswegen betrachten die amerikanischen Behörden es auf keinen Fall als einen Teil des Territoriums der USA. Die amerikanische Verfassung ist infolgedessen nicht anwendbar. Die Rechte, die von der Verfassung gesichert werden, können nicht respektiert werden. Dies bedeutet außerdem, dass die Gerichte des gemeinsamen Rechts nicht zuständig sind. Nur die militärischen Gerichte dürfen im Fall dieser Gefangenen urteilen.
Einleitung.: Die Einleitung beleuchtet die Rolle der USA in der Weltpolitik und hinterfragt die Widersprüche zwischen den demokratischen Werten und der Praxis der Gefangenenlager wie Guantanamo Bay.
I) Die Schaffung des Status des illegalen Kämpfers.: Dieses Kapitel analysiert die Etablierung einer neuen Kategorie von Gefangenen, die außerhalb des Status von Kriegsgefangenen oder Zivilpersonen steht.
II) Die juristischen Auswirkungen der Schaffung des neuen Status.: Hier werden die schwerwiegenden Verstöße gegen die US-Verfassung sowie gegen das Völkerrecht und das humanitäre Völkerrecht detailliert aufgezeigt.
III) Die Frage einer Entwicklung der Genfer Konvention.: Das Kapitel setzt sich mit der Rolle der Venedig-Kommission auseinander und diskutiert, ob das bestehende positive Recht ausreicht oder eine Anpassung erfordert.
Schluss.: Das Fazit stellt fest, dass der bestehende rechtliche Rahmen grundsätzlich ausreicht und eine Neuentwicklung des Rechts nicht zwingend notwendig, sondern eher eine korrekte Anwendung bestehender Normen gefordert ist.
Guantanamo Bay, illegale Kämpfer, Menschenrechte, Genfer Konvention, Völkerrecht, US-Verfassung, Gefangenenstatus, Haftbedingungen, Rechtsstaatlichkeit, Terrorismus, Unschuldsvermutung, Venedig-Kommission, humanitäres Völkerrecht, Rechtsverletzungen, Souveränität.
Die Arbeit analysiert die rechtliche Situation der Gefangenen in Guantanamo Bay und kritisiert die Schaffung des Status des "illegalen Kämpfers" als Umgehung von nationalen und internationalen Rechtsnormen.
Die zentralen Themen sind der völkerrechtliche Status der Gefangenen, die Einhaltung der Genfer Konventionen, die Anwendbarkeit der US-Verfassung und die Prüfung, ob der bestehende Rechtsrahmen für moderne Bedrohungen durch Terrorismus noch tragfähig ist.
Das Ziel ist zu beurteilen, ob die Behandlung der Gefangenen in Guantanamo rechtlich legitim ist und ob eine Weiterentwicklung des positiven Rechts zum Schutz dieser Personen notwendig erscheint.
Die Arbeit basiert auf einer juristischen Analyse von Menschenrechtsverträgen, internationalen Konventionen, verfassungsrechtlichen Dokumenten sowie Stellungnahmen internationaler Organisationen wie der Venedig-Kommission.
Im Hauptteil werden sowohl die spezifischen Verletzungen der amerikanischen Verfassung als auch Verstöße gegen das Völkerrecht und die humanitären Standards der Haftbedingungen detailliert diskutiert.
Wesentliche Begriffe sind "Illegaler Kämpfer", "Guantanamo", "Menschenrechtsverträge", "Genfer Konvention" und "Rechtsstaatlichkeit".
Das Avis ist wichtig, weil die Kommission feststellt, dass keine juristische Lücke existiert, die eine weitere Entwicklung des Rechts rechtfertigen könnte, da die bestehenden Regime bereits ausreichend sind.
Der Autor kommt zu dem Ergebnis, dass es kein "legal black hole" geben darf, da sowohl Menschenrechtsverträge als auch das internationale humanitäre Recht und die nationale Rechtsordnung der USA adäquate Schutzbestimmungen bieten.
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