Forschungsarbeit, 2009
22 Seiten, Note: 1.7
Einleitung
I) Die Ursachen der Détente
A) Die Doktrinen der amerikanischen Diplomatie
1) Die Containment-Politik
2) Die Rollback-Politik
B) Die Krisen
1) Berlin
2) Kuba
C) Die inneren Schwierigkeiten der Blöcke
1) Der kapitalistische Block
2) Der kommunistische Block
II) Die Détente
A) Die Doktrin der graduierten Riposte von MacNamara
B) Die Konkretisierung dieser Doktrin
1) Die Sehnsucht nach dem Ost-West Dialog
2) Die Abrüstungskontrolle
3) Das Ende der Hallsteindoktrin
4) Die Détente in Asien
III) Die Détente, eine Chimäre
A) “The delicate balance of power”, oder das Ungleichgewicht des Schreckens
B) „Die heißen Kriege“ des Kalten Krieges
Schluss
Die vorliegende Arbeit analysiert die Politik der Entspannung (Détente) zwischen den USA und der Sowjetunion im Zeitraum von 1963 bis 1973. Dabei wird untersucht, welche Faktoren zu dieser Phase der Annäherung führten, wie sie sich in der Praxis äußerte und warum sie von einigen zeitgenössischen Autoren als bloße Fiktion oder „Chimäre“ betrachtet wurde, während parallel dazu weiterhin regionale Stellvertreterkonflikte andauerten.
Die Containment-Politik:
Diese Doktrin wurde von George Kennan erstellt. Als er Diplomat in Moskau war, schrieb er ein „long telegram“ am 22. Februar 1946, in dem er seine Theorie erklärte. Um seinen Standpunkt weiterzuverbreiten, präzisierte er im Jahre 1947 seine Gedanken in einem Artikel „The Sources of Soviet Conduct“ für die Zeitschrift Foreign Affairs, den er als „M. X“ unterschrieb. Diese Doktrin behauptet, dass die sowjetischen Entscheidungen zwar von einer expansionistischen Ideologie geleitet werden. Sie seien sich aber der Begrenzung ihrer Mittel bewusst. Washington müsse eine entschiedene Politik durchführen, damit die innerstaatlichen Widersprüche der Sowjetunion augenscheinlicher werden. Ziel ist es, eine langfristige Entwicklung dieses Regimes zu begünstigen.
I) Die Ursachen der Détente: Dieses Kapitel erörtert die ideologischen Grundlagen der amerikanischen Außenpolitik sowie die prägenden Krisen und strukturellen Blockprobleme, die den Weg zur Entspannung ebneten.
II) Die Détente: Hier wird die Implementierung der Entspannungspolitik durch neue strategische Doktrinen, diplomatische Dialoge und Abrüstungsabkommen wie SALT1 sowie die neue Ostpolitik dargestellt.
III) Die Détente, eine Chimäre: Dieser Abschnitt hinterfragt den Erfolg der Entspannung, indem er auf die anhaltende nukleare Bedrohung und die zahlreichen bewaffneten Konflikte in der sogenannten Dritten Welt verweist.
Kalter Krieg, Détente, Entspannungspolitik, Containment, Rollback, USA, Sowjetunion, Nuklearabschreckung, Gleichgewicht des Schreckens, Berlin-Krise, Kuba-Krise, Ostpolitik, SALT, Stellvertreterkriege, Weltpolitik.
Die Arbeit befasst sich mit der US-amerikanischen Entspannungspolitik (Détente) gegenüber der Sowjetunion zwischen 1963 und 1973.
Zu den zentralen Themen zählen die Evolution der amerikanischen Sicherheitsdoktrinen, die Auswirkungen globaler Krisen auf die Diplomatie sowie die anhaltenden Konflikte in den Regionen Asien, Afrika und dem Nahen Osten.
Das Ziel ist es, die Entspannungspolitik als reale diplomatische Phase zu bewerten und gleichzeitig die Kritik zu prüfen, die sie als bloße Fiktion (Chimäre) einstuft.
Die Arbeit stützt sich auf eine historische und politikwissenschaftliche Analyse diplomatischer Doktrinen, internationaler Abkommen und sicherheitspolitischer Theorien.
Der Hauptteil gliedert sich in die Ursachen der Détente, ihre praktische Konkretisierung und die kritische Analyse ihrer Grenzen durch die Fortdauer heißer Konflikte.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Containment, Gleichgewicht des Schreckens, Ostpolitik, nukleare Abrüstung und Stellvertreterkonflikte.
Kennan wird als Urheber der Containment-Politik gewürdigt, deren Fokus ursprünglich nicht primär militärisch war, sondern auf langfristiger politischer Eindämmung basierte.
Die Arbeit zeigt auf, dass trotz des Dialogs zwischen den Supermächten „heiße Kriege“ (z. B. in Vietnam oder im Nahen Osten) die Stabilität gefährdeten und die Entspannungspolitik als unvollständig erscheinen ließen.
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