Bachelorarbeit, 2009
59 Seiten, Note: 1,5
Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Prävention
1. Einleitung
2. Einführung in die Thematik der Magersucht
2.1 Essstörungen
2.2 Anorexia Nervosa
2.3 Andere Formen von Essstörungen
3. Anorexia Nervosa
3.1 Epidemiologische Daten
3.2 Von der Diät zur Hungerkur - Genese der Magersucht
3.3 Erklärungsansätze
3.4 Folgen
4. Grundlagen verschiedener Behandlungsmethoden
4.1 Biologische Verfahren
4.2 Psychotherapeutische Verfahren
4.2.1 Supportive unspezifische Psychotherapien
4.2.2 Psychodynamische/ Tiefenpsychologische Therapien
4.2.3 Lerntheoretische/ verhaltenstherapeutische Verfahren
4.2.4 Humanistisch- Existentialistische Therapieverfahren
4.2.5 Systemische Therapie/ Familientherapie
4.2.6 Body- Image- Therapie
4.3 Alternative Behandlungsmethoden
5. Stand der Therapieforschung
5.1 Psychopharmakotherapie
5.2 Psychotherapeutische Verfahren
5.2.1 Psychodynamische Therapie
5.2.2 Kognitive Verhaltenstherapie
5.2.3 Systemische Therapie /Familien-Therapie
5.2.4 Body- Image- Therapie
5.3 Alternative Behandlungsmethoden
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit der Sucht Anorexia Nervosa auseinander, wobei der Fokus auf dem Vergleich unterschiedlicher Therapiemöglichkeiten und deren wissenschaftlich belegter Wirksamkeit liegt, um Konsequenzen für die Praxis abzuleiten.
3.2 Von der Diät zur Hungerkur - die Genese der Magersucht
Die Anorexia Nervosa beginnt meistens mit einer rigiden Diät in der Pubertätsphase. Häufig entwickelt sich dann aus dieser Diät -z. B. durch ein belastendes psychisches Lebensereignis eine manifeste Essstörung; somit ist der Weg in die Magersucht geebnet. Diätverhalten stellt allerdings nur einen möglichen Risikofaktor neben weiteren dar (vgl. Kapitel 3.3 Erklärungsansätze).
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Magersucht anhand aktueller medialer Ereignisse und Definition der zentralen Forschungsfrage zur Wirksamkeit von Therapiemöglichkeiten.
2. Einführung in die Thematik der Magersucht: Begriffliche Abgrenzung von Essstörungen und eine detaillierte Definition sowie Diagnosekriterien der Anorexia Nervosa.
3. Anorexia Nervosa: Analyse der epidemiologischen Daten, des Verlaufs der Krankheit, verschiedener Erklärungsansätze sowie der gravierenden physischen Folgen.
4. Grundlagen verschiedener Behandlungsmethoden: Übersicht über biologische Verfahren und verschiedene psychotherapeutische Ansätze wie Psychoanalyse, Verhaltenstherapie und systemische Familientherapie.
5. Stand der Therapieforschung: Kritische Untersuchung der empirischen Befundlage zur Wirksamkeit von Psychopharmakotherapie und psychotherapeutischen Interventionen.
6. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Reflexion über die Bedeutung des individuellen therapeutischen Prozesses.
Magersucht, Anorexia Nervosa, Essstörungen, Verhaltenstherapie, Familientherapie, Psychotherapie, Wirksamkeit, Körperbild, Genese, Risikofaktoren, Epidemiologie, Selbsthilfegruppen, Krankheitsverlauf, Diagnostik, Kognitive Verhaltenstherapie
Die Bachelorarbeit beschäftigt sich mit dem Krankheitsbild der Anorexia Nervosa und untersucht kritisch, welche verschiedenen Therapiemöglichkeiten existieren und wie wirksam diese nach aktuellem Forschungsstand sind.
Die Arbeit behandelt die Definition und Diagnose von Essstörungen, die Ursachen und Folgen der Magersucht, einen Überblick über gängige Therapieansätze sowie eine Analyse der empirischen Studien zur Wirksamkeit dieser Behandlungen.
Das Ziel ist es, die Wirksamkeit unterschiedlicher Behandlungsmethoden für Anorexia Nervosa zu vergleichen, um herauszufinden, ob es nach aktuellem Forschungsstand besonders empfehlenswerte Methoden gibt oder welche Konsequenzen aus der Studienlage für die Praxis zu ziehen sind.
Die Autorin nutzt eine umfassende Literaturanalyse, bei der bestehende Fachbücher, Metaanalysen und empirische Studien zum Thema Anorexia Nervosa und deren Behandlungsmethoden zusammengetragen und kritisch ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen Grundlagen zu Essstörungen, eine Analyse der Behandlungsmethoden (biologisch, psychotherapeutisch, systemisch, alternativ) sowie eine wissenschaftliche Auswertung der Wirksamkeitsforschung zu diesen Ansätzen.
Zentrale Begriffe sind neben Anorexia Nervosa vor allem Begriffe wie Wirksamkeitsforschung, kognitive Verhaltenstherapie, systemische Familientherapie, Körperbildtherapie und der Verlauf von Essstörungen.
Die Arbeit unterstreicht den Einfluss der Massenmedien und des gesellschaftlichen Schlankheitsideals, die durch die Normalisierung unnatürlicher, dürrer Körperbilder insbesondere auf junge Mädchen einen hohen Erwartungsdruck ausüben.
Die Autorin stellt fest, dass viele Studien methodische Schwächen aufweisen, wie etwa zu kleine oder einseitige Stichproben, fehlende Kontrollgruppen oder eine mangelnde Vergleichbarkeit aufgrund unterschiedlicher Rahmenbedingungen, was eine allgemeingültige Aussage zur „besten“ Methode erschwert.
Selbsthilfegruppen werden als ergänzende, niedrigschwellige Angebote gesehen, die Isolation aufbrechen und Unterstützung bieten können; ihre Wirksamkeit als Ersatz für eine professionelle psychotherapeutische Behandlung bleibt jedoch aufgrund fehlender Studien fraglich.
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