Diplomarbeit, 2008
113 Seiten, Note: 2,0
1. Problemstellung und Vorgehensweise
2. Begriffliche und theoretische Grundlagen
2.1. Der Dienstleistungsbegriff
2.2. Der Innovationsbegriff
2.3. Begriff der Dienstleistungsinnovation
2.4. Grundlagen einer Hochschulausgründung
2.4.1. Begriff der Hochschulausgründung
2.4.2. Merkmale einer Hochschulausgründung
2.5. Einführung in das Service Engineering
2.5.1. Begriff und Ziele des Service Engineering
2.5.2. Problemfelder des Service Engineering
2.5.3. Service Engineering Vorgehensmodelle
3. Ein Service Engineering Vorgehensmodell für Hochschulausgründungen
3.1. Anforderungen an das Modell
3.2. Ein erster Modellentwurf
4. Empirischer Teil - Eine explorative Untersuchung zur Entwicklung von Dienstleistungsinnovationen an deutschen Hochschulen
4.1. Forschungsdesign
4.2. Erkenntnisleitende Fragen
4.3. Darstellung des Forschungssetting
4.3.1. Auswahl der Datenerhebungsmethodik
4.3.2. Ablauf und Inhalt der Untersuchung
4.3.2.1. Vorstellung und Bestimmung des Materials
4.3.2.2. Analysetechniken, -einheiten und -schritte
4.3.2.3. Kategorienbildung
4.4. Darstellung und Diskussion der Ergebnisse
4.4.1. Auswertung Kategorie Dienstleistungsidee
4.4.2. Auswertung Kategorie Marktanalyse
4.4.3. Auswertung Kategorie interne Anforderungsanalyse
4.4.4. Auswertung Kategorie Kundenbedürfnisanalyse
4.4.5. Auswertung Kategorie Service Konzept und Business Plan
4.4.6. Auswertung Kategorie Marketing
4.4.7. Auswertung Kategorie Test der Dienstleistung
4.4.8. Auswertung Kategorie Controlling der Markteinführung
4.4.9. Auswertung Kategorie Entwicklungsprozess
5. Das SEH-Modell
5.1. Die Orientierungsphase
5.2. Die Konzeptionsphase
5.3. Die Gründungsphase
6. Zusammenfassung und Ausblick
Diese Arbeit zielt darauf ab, ein spezifisches Service Engineering Vorgehensmodell für Hochschulausgründungen zu entwickeln. Angesichts der hohen Scheiterquote neuer Dienstleistungen untersucht die Autorin, wie theoretische Ansätze des Service Engineering methodisch auf den Gründungskontext an deutschen Hochschulen übertragen werden können.
2.1. Der Dienstleistungsbegriff
Dienstleistungen werden in der modernen Welt jeden Tag in Anspruch genommen. Sie zählen nach der "Drei-Sektoren-Theorie" zum tertiären Sektor. Im primären Sektor finden sich die Land- und Forstwirtschaft, sowie die Fischerei und Viehzucht. Im sekundären Sektor finden sich Bergbau, verarbeitendes Gewerbe, Energie- und Wasserversorgung, sowie das Baugewerbe. Neben den Dienstleistungen werden im tertiären Sektor u.a. der Handel, der Verkehr, das Kredit- und Versicherungsgewerbe, sowie das Gesundheitswesen genannt (Haller 2005: 1).
In der Literatur finden sich unzählige Versuche Dienstleistungen zu definieren. Bislang fehlt eine konsensfähige Definition. Auf Grund ihrer Vielfältigkeit und Diversität werden Dienstleistungen in der Praxis vielfach als Problemgüter bezeichnet (Reichwald, Schaller, in Bullinger, Scheer 2003: 173). Das Spektrum möglicher Leistungen, die unter dem Begriff der Dienstleistung zusammengefasst werden, reicht von unmittelbar an Personen erbrachten Diensten (z.B. Haare schneiden), über Finanz- und Beratungsleistungen bis hin zu Wartungs- und Reparaturleistungen, die an materiellen Objekten vollzogen werden (Weissenberger-Eibl, Koch in Gleich, Russo 2007: 153) Die ausgeprägte Heterogenität des Dienstleistungssektors und die schwierige Abgrenzung der Dienstleistungen zum Sachgüterbegriff erschweren die eindeutige Definition (Haller 2005: 6).
1. Problemstellung und Vorgehensweise: Das Kapitel beleuchtet den Wandel zur Dienstleistungsgesellschaft und begründet die Notwendigkeit einer systematischen Dienstleistungsentwicklung bei Hochschulausgründungen.
2. Begriffliche und theoretische Grundlagen: Hier werden zentrale Begriffe wie Dienstleistung, Innovation, Hochschulausgründung und die Disziplin des Service Engineering definiert und theoretisch eingeordnet.
3. Ein Service Engineering Vorgehensmodell für Hochschulausgründungen: Das Kapitel leitet Anforderungen an ein spezielles Modell ab, das den besonderen Rahmenbedingungen von Gründern gerecht wird, und entwirft einen ersten Modellansatz.
4. Empirischer Teil - Eine explorative Untersuchung zur Entwicklung von Dienstleistungsinnovationen an deutschen Hochschulen: Die Autorin beschreibt das Forschungsdesign und die Ergebnisse der Experteninterviews mit zehn Gründern, um das Modell explorativ zu verfeinern.
5. Das SEH-Modell: Darstellung des finalen SEH-Modells, unterteilt in Orientierungs-, Konzeptions- und Gründungsphase, basierend auf den empirischen Erkenntnissen.
6. Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Relevanz einer systematischen Vorgehensweise zusammen und gibt einen Ausblick auf den weiteren Forschungsbedarf in der Dienstleistungsentwicklung.
Service Engineering, Dienstleistungsinnovation, Hochschulausgründung, Gründungsmanagement, Business Plan, Marktanalyse, Kundenintegration, Vorgehensmodell, Qualitative Inhaltsanalyse, Dienstleistung, Innovationsmanagement, explorative Untersuchung, Unternehmensgründung
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines systematischen Vorgehensmodells für Dienstleistungsinnovationen, speziell für den Kontext von Hochschulausgründungen in Deutschland.
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf den theoretischen Grundlagen der Dienstleistungsentwicklung (Service Engineering), den Charakteristika von Hochschulausgründungen sowie der praktischen Anwendung von Entwicklungsmodellen.
Ziel ist es, die spezifischen Phasen und Vorgehensweisen von studentischen Gründern zu identifizieren und ein praxisnahes Service Engineering Modell (SEH-Modell) zu konstruieren.
Die Arbeit nutzt eine qualitative, explorative Untersuchung. Dabei wurden semi-strukturierte Interviews mit zehn Unternehmensgründern geführt und mittels strukturierender Inhaltsanalyse ausgewertet.
Der Hauptteil präsentiert die Ergebnisse der Befragung hinsichtlich der Entstehung von Dienstleistungsideen, Markt- und Kundenanalysen sowie der tatsächlichen Durchführung von Entwicklungsprozessen bei jungen Unternehmen.
Wichtige Begriffe sind Service Engineering, Hochschulausgründung, Dienstleistungsinnovation, Business Plan und die iterative Prozessgestaltung.
Das SEH-Modell ist speziell auf die Ressourcenknappheit und die Dynamik von Hochschulausgründungen zugeschnitten und betont die Notwendigkeit von Flexibilität durch iterative Rückkoppelungen.
Die Arbeit verdeutlicht, dass Netzwerke eine entscheidende Rolle bei der Ideengenerierung, der Marktanalyse und der Testphase von Dienstleistungen einnehmen, was oft informell geschieht.
Der Business Plan dient als zentrales Instrument für die Strukturierung der Konzeptionsphase und als wesentliches Kommunikationsmittel gegenüber Investoren und Partnern.
Lineare Modelle werden als wenig praxisrelevant für dynamische Gründungsprozesse eingestuft; stattdessen wird ein iterativer, paralleler Ansatz für erfolgreicher erachtet.
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