Magisterarbeit, 2010
85 Seiten, Note: 2,0
1.Einleitung
1.1. Problembereich und Fragestellung
1.2. Vorgehensweise
2. Arbeitsdefinitionen
2.1. Erwachsenenbildung/Weiterbildung
2.2. Interkulturelle Erwachsenenbildung
2.3. Qualität (allgemein)
3. Thematische Bezugspunkte
3.1. Wesentliche Aspekte der Qualitätsdebatte in der Erwachsenenbildung
3.2. Der Begriff Weiterbildungsqualität
3.2.1. Verwendung in der Qualitätsdiskussion
3.2.2. Merkmale des Begriffs
3.2.3. Die Festlegung von Qualitätskriterien mit Blick auf den Qualitätsbegriff
4. Voraussetzungen für die Betrachtung der Qualität interkultureller Erwachsenenbildung
4.1. Einordnung interkultureller Erwachsenenbildung
4.1.1.Interkulturelle Erwachsenenbildung als übergreifendes Prinzip
4.1.2. Interkulturelle Erwachsenenbildung als Gruppe von Veranstaltungen
4.1.2.1. Beruflich orientierte interkulturelle Erwachsenenbildung
4.1.2.2. Allgemeine interkulturelle Erwachsenenbildung
4.2. Interkulturelles Lernen als Zentrum interkultureller Erwachsenenbildung
4.2.1. Definitionen interkulturellen Lernens
4.2.2. Das Stufenmodell interkulturellen Lernens nach Grosch und Leenen
5. Die Qualität interkultureller Erwachsenenbildung
5.1. Forschungsstand zur Qualität interkultureller Erwachsenenbildung
5.1.1. Allgemeine Ergebnisse der Forschung
5.1.2. Zur Evaluation interkultureller Erwachsenenbildung/Trainings
5.1.2.1. Ansprüche an die Evaluation interkultureller Erwachsenenbildung
5.1.2.2. Erkenntnisse zur Evaluation interkultureller Erwachsenenbildung
5.1.3. Ergebnisse zum Zusammenhang Professionalität und Qualität
5.2. Einflussfaktoren auf die Qualität interkultureller Erwachsenenbildung in der Praxis
5.2.1. Ziele interkultureller Erwachsenenbildung und Qualität
5.2.1.1. Ziele interkultureller Erwachsenenbildung
5.2.1.2. Die Erreichbarkeit der Ziele und Qualität
5.2.2. Interkulturelles Lernen Erwachsener und Qualität
5.2.2.1. Charakteristika interkulturellen Lernens im Erwachsenenalter
5.2.2.2. Interkulturelles Lernen und Qualität
5.2.3. Die Professionalität der Erwachsenenbildner und Qualität
5.2.3.1. Anforderungen an Lehrende in der interkulturellen Erwachsenenbildung
5.2.3.2. Professionalität der Erwachsenenbildner und die Qualität
5.2.4. Der Einfluss von Kultur auf die Qualität interkultureller Veranstaltungen
5.3. Interkulturelle Kompetenz als Qualitätskriterium
5.3.1. Problematische Aspekte interkultureller Kompetenz
5.3.2.Interkulturelle Kompetenz und die Qualität interkultureller Weiterbildung
6. Überlegungen zu einem Qualitätsbegriff für interkulturelle Erwachsenenbildung
6.1. Ausgangspunkte eines Qualitätsbegriffs für interkulturelle Erwachsenenbildung
6.2. Merkmale des Begriffs
6.3. Die Rolle der Kultur und von Kultur in diesem Begriff
6.4. Plädoyer für den Begriff Interkulturelle Weiterbildungsqualität
7. Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, einen geeigneten Qualitätsbegriff für den Bereich der interkulturellen Erwachsenenbildung zu entwickeln. Basierend auf einer theoriegeleiteten Untersuchung bestehender Qualitätsdebatten in der allgemeinen Erwachsenenbildung und unter Einbeziehung spezifischer Einflussfaktoren der interkulturellen Praxis, soll ein theoretisch fundiertes Modell erarbeitet werden, das die besondere Dynamik und den interkulturellen Kontext dieses Bildungsbereichs berücksichtigt.
3.1. Wesentliche Aspekte der Qualitätsdebatte in der Erwachsenenbildung
„Mit der Qualität in der Weiterbildung hat es noch einmal eine besondere Bewandtnis. Hier hängt die Qualität von Bildung immer an dem Nutzen, den ein lernendes Individuum, und zwar im Sinne einer Erweiterung seiner Handlungsfähigkeit, um seine Aufgaben besser bewältigen zu können, Bedürfnisse und Wünsch zu realisieren und die eigene Lebensqualität zu steigern“ (Zech 2008, S. 12). Zech beschreibt den Nutzen des Teilnehmers als einen Indikator für Weiterbildungsqualität und stellt ihn damit ins Zentrum der Frage nach Weiterbildungsqualität. Die Qualitätsdiskussion in der Erwachsenenbildung diskutiert jedoch auch zahlreiche andere Aspekte der Erwachsenenbildung mit Blick auf Qualität.
Wenn Klaus Meisel von einer „´Omnibusfunktion´“ (Meisel 2000, S. 10) der Qualitätsdebatte in der Erwachsenenbildung spricht, dann kann man sich anfangs nur wenig darunter vorstellen. Jedoch wird seine Erklärung bei näherem Betrachten umso deutlicher. „Es gibt kaum mehr eine erwachsenenpädagogische Fragestellung oder eine des Weiterbildungsmanagements, die nicht im Hinblick auf Qualitätssicherung, Qualitätsentwicklung und Qualitätsmanagement diskutiert worden wäre“ (ebd., S. 10). Meisel beschreibt damit das Übergreifen der Qualitätsdebatte in alle Bereiche der Erwachsenenbildung und weist so auf ein Charakteristikum dieser Debatte hin.
1.Einleitung: Dieses Kapitel erläutert den Problembereich, führt in die Qualitätsdebatte ein und definiert die Forschungsfrage sowie die Vorgehensweise.
2. Arbeitsdefinitionen: Hier werden die zentralen Begriffe wie Erwachsenenbildung, Weiterbildung, interkulturelle Erwachsenenbildung und der allgemeine Qualitätsbegriff für die Arbeit spezifiziert.
3. Thematische Bezugspunkte: Das Kapitel analysiert die Qualitätsdebatte in der Erwachsenenbildung und erarbeitet Merkmale eines Fachbegriffs für Weiterbildungsqualität.
4. Voraussetzungen für die Betrachtung der Qualität interkultureller Erwachsenenbildung: Hier erfolgt die Einordnung der interkulturellen Erwachsenenbildung in das Gesamtsystem und die Thematisierung des interkulturellen Lernens.
5. Die Qualität interkultureller Erwachsenenbildung: Dies ist der Hauptteil, der den Forschungsstand zur Qualität, Evaluationsaspekte und spezifische Einflussfaktoren wie Ziele und Professionalität untersucht.
6. Überlegungen zu einem Qualitätsbegriff für interkulturelle Erwachsenenbildung: Das Kapitel entwickelt in einer Synthese den Vorschlag eines eigenen Qualitätsbegriffs, der Interkulturellen Weiterbildungsqualität.
7. Zusammenfassung und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer Bilanz der Erkenntnisse und einem Ausblick auf den Forschungsbedarf.
Qualität, Erwachsenenbildung, Weiterbildung, Interkulturelle Erwachsenenbildung, Qualitätsdebatte, Weiterbildungsqualität, Interkulturelles Lernen, Interkulturelle Kompetenz, Professionalität, Evaluation, Interkulturelle Trainings, Bildungsqualität, Qualitätsmanagement, Interkulturelle Weiterbildungsqualität, Zielerreichung
Die Arbeit untersucht die Frage nach einem geeigneten Qualitätsbegriff innerhalb der interkulturellen Erwachsenenbildung, da hier bisher kein einheitlicher Standard existiert.
Die zentralen Felder umfassen die allgemeine Qualitätsdebatte in der Weiterbildung, die Besonderheiten interkultureller Lernprozesse und die Professionalität der Lehrenden in diesem spezifischen Kontext.
Ziel ist es, die Qualität interkultureller Erwachsenenbildung theoretisch fassbar zu machen und einen neuen Begriff der "Interkulturellen Weiterbildungsqualität" zu begründen.
Die Autorin wählt einen hermeneutischen Zugang, der maßgeblich auf Literaturanalysen und der Synthese bestehender Forschungsergebnisse zur Qualitätsdebatte basiert.
Der Hauptteil analysiert den Forschungsstand, die Rolle interkultureller Kompetenz, die Bedeutung der Lehrenden und die Einflussfaktoren wie Ziele und Kultur auf die Qualität von Weiterbildungsangeboten.
Besonders prägend sind die Begriffe Qualitätssicherung, interkulturelle Kompetenz, interkulturelles Training und die Professionalität der Erwachsenenbildner.
Es wird als ein komplexer Prozess sozialer Interaktion begriffen, der nicht nur Wissensvermittlung beinhaltet, sondern eine grundlegende reflexive Auseinandersetzung mit der eigenen und fremden kulturellen Identität erfordert.
Eine interkulturelle Öffnung ermöglicht es Bildungseinrichtungen, auf die Anforderungen einer multikulturellen Gesellschaft professionell zu reagieren und Barrieren für gleichberechtigte Teilhabe abzubauen.
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