Magisterarbeit, 2003
165 Seiten, Note: sehr gut
I. Einleitung
II. Die Seifenoper
1. Begrifflichkeit
2. Definition
2.1. „Series“ und „Serials“
2.2. „Daytime Serials“ und „Prime-time Serials“
2.3. Abgrenzung gegenüber anderen Serienformaten
2.4. Die Inhalte
2.5. Genre Codes
2.6. Darstellungsprinzipien
2.7. Fazit
3. Entstehung und Geschichte
3.1. Die Soap Opera im Radio
3.2. Die Soap Opera im Fernsehen
4. Seifenopern in Deutschland
4.1. Die Tradition der Familienserie im deutschen Fernsehen
4.2. Die Entwicklung der Daily Soaps in Deutschland
4.3. Die deutschen Daily Soaps im Überblick
III. Analyse der ARD-Soaps
1. Verbotene Liebe
1.1. Vorgeschichte: australische Soaps / Sons and Daughters
1.2. Entstehungsphase
1.3. Produktion
1.4. Struktur und Aufbau
1.5. Charaktere und Handlungsschauplätze
1.6. Themen und Inhalte
2. Marienhof
2.1. Vorgeschichte: britische Soaps und Lindenstraße
2.2. Entstehungsphase
2.3. Produktion
2.4. Struktur und Aufbau
2.5. Charaktere und Handlungsschauplätze
2.6. Themen und Inhalte
3. Vergleich der Analysen
IV. Rezeption und Funktionen der ARD-Dailies
1. Allgemeine Befunde zur Rezeption von Soap Operas
1.1. Wer rezipiert Soaps?
1.2. Warum rezipiert jemand Soaps?
1.3. Welche Auswirkungen hat die Rezeption von Soaps?
1.4. Funktionen der Soap Operas
2. Quantitative Nutzungsdaten der ARD-Dailies
2.1. Das Publikum der ARD-Dailies
2.2. ARD-Soaps: Unterschiede im Publikum
2.3. ARD- und RTL-Soaps: Publikumsvergleich
3. Motivation der Verbotene Liebe- und Marienhof-Rezipienten
V. Schlussbetrachtung
VI. Literatur und Quellen
1. Literatur
2. Sonstige Quellen
Anhang A
Anhang B
Anhang C
Anhang D
Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht die öffentlich-rechtlichen Daily Soaps "Verbotene Liebe" und "Marienhof" in Hinblick auf ihre Geschichte, Produktion, Struktur und Inhalte, um Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede in der Programmierung und Publikumsstruktur zu identifizieren.
Charaktere und Handlungsschauplätze
Verbotene Liebe war von den Anfängen her hauptsächlich um drei Zentren angeordnet: Die Familie von Anstetten, die Familie Brandner und Fionas Pension und Kneipe. Diese Grundkonstellation, die sich aus dem australischen Vorbild Sons and Daughters ergab, hat sich im Laufe der Jahre geändert. Fionas Kneipe und Pension heißt heute „No Limits“, gehört Elisabeth Brandner und wird von Jule Roth und Isabell Mohr gepachtet und betrieben. Die Familie von Anstetten wurde bis auf den Sohn Henning vor etwa zwei Jahren komplett aus der Serie gestrichen, und damit auch der Handlungsort Schloss Friedenau. Als Ersatz dafür kam die komplette Familie von Beyenbach neu dazu, die von Hamburg nach Düsseldorf gezogen war und nun, mit Ausnahme der ältesten Tochter Marie, auf Schloss Schönberg wohnt. Eine feste Größe seit nunmehr acht Jahren ist hingegen das Brandner-Haus in Köln. Die Villa von Arno steht nicht nur seinen eigenen Kindern, sondern auch deren Freunden immer offen.
I. Einleitung: Einführung in das Genre der deutschen Daily Soap und Darlegung der wissenschaftlichen Fragestellung sowie des methodischen Vorgehens.
II. Die Seifenoper: Umfassende begriffliche Klärung, Definition und historische Einordnung der Seifenoper, ergänzt durch eine Analyse der Genre-Codes.
III. Analyse der ARD-Soaps: Detaillierte Einzelanalyse von "Verbotene Liebe" und "Marienhof" bezüglich Geschichte, Produktion, Struktur, Charakteren und Themen, gefolgt von einem Vergleich.
IV. Rezeption und Funktionen der ARD-Dailies: Untersuchung der Zuschauerrezeption, Nutzungsgewohnheiten und psychologischen Funktionen des Seifenopern-Konsums.
V. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Reflexion der Ergebnisse und Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf.
Daily Soap, Seifenoper, ARD, Verbotene Liebe, Marienhof, Medienforschung, Fernsehserie, Zuschauerrezeption, Produktion, Handlungsstränge, Genre-Analyse, Soap-Opera-Struktur, Fernsehsoziologie, Familienbild, Inhaltsanalyse.
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und dem Vergleich der beiden öffentlich-rechtlichen Daily Soaps "Verbotene Liebe" und "Marienhof" in Bezug auf ihre Genese, Produktionsweise, inhaltliche Gestaltung und Rezeption durch das Publikum.
Die Untersuchung konzentriert sich auf die formale Erzählstruktur, die Charakterentwicklung, die Darstellung von sozialen Schichten und Familienkonstellationen sowie die Frage, welche Wertebilder durch die Serien vermittelt werden.
Ziel ist es zu klären, inwieweit sich die beiden direkt hintereinander ausgestrahlten Soaps ähneln oder voneinander abgrenzen und wie diese Unterschiede die Zuschauerstruktur sowie die Motive der Rezipienten beeinflussen.
Die Arbeit nutzt eine qualitative Inhaltsanalyse beispielhafter Folgen sowie eine quantitative Auswertung von Nutzungsdaten, um die Serienstrukturen und das Rezeptionsverhalten zu erforschen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Einzelanalyse der beiden Serien ("Verbotene Liebe" und "Marienhof") sowie einen anschließenden Vergleich, wobei Produktionsabläufe, Handlungsstrukturen und Figurentypen systematisch gegenübergestellt werden.
Die Arbeit stützt sich auf Begriffe wie "Daily Soap", "Audience Flow", "Zopf-Dramaturgie", "Cliffhanger" und "parasoziale Interaktion", um die spezifische Fernsehform des Serials zu beschreiben.
Ein zentraler Unterschied liegt darin, dass "Verbotene Liebe" in Köln von Grundy UFA produziert wird, während "Marienhof" von der Bavaria Film in München hergestellt wird, was sich unter anderem in den Außenaufnahmen und der Einbindung von Originalschauplätzen widerspiegelt.
Trotz der Annahme, Daily Soaps seien primär ein Jugend-Genre, belegen die Daten, dass ein signifikanter Anteil des Publikums über 50 Jahre alt ist, wobei "Verbotene Liebe" und "Marienhof" einen hohen Audience-Flow-Effekt aufweisen.
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