Forschungsarbeit, 2003
29 Seiten
1 Einleitung
2 Definition eines Familienunternehmens
2.1 Familie
2.2 Führung
2.3 Eigentum
2.4 Unternehmen
2.5 Entwicklung der vier Dimensionen im Laufe der Lebenszyklen von Familienunternehmen
2.6 Familienunternehmen und Übernahme
3 Ermittlung der bestehenden Strukturen
3.1 Unternehmen in Deutschland nach Umsatz- größenklassen
3.2 Unternehmen in Deutschland nach Wirtschafts- zweigen
3.3 Unternehmen in Deutschland nach Rechtsformen
4 Berechnung und Differenzierung der Familienunternehmen in Deutschland
4.1 Einzelunternehmen
4.2 Personengesellschaften
4.3 GmbH´n
4.4 Aktiengesellschaft
4.5 Gesamtanzahl aller Familienunternehmen
5 5. Schlußbetrachtung
Die Arbeit analysiert den Stellenwert und die Strukturen von Familienunternehmen in Deutschland. Ziel ist es, den Begriff Familienunternehmen wissenschaftlich zu definieren und auf Basis statistischer Daten eine aktuelle Einschätzung zu Anzahl und Verteilung dieser Unternehmensform in der deutschen Wirtschaft zu liefern.
Entwicklung der vier Dimensionen im Laufe der Lebenszyklen von Familienunternehmen
Von Moos, A. (2002) unterscheidet vier Lebensabschnitte eines Familienunternehmens.
Die erste Ebene ist die Pionierphase in der der Gründungsvater die komplette Macht darstellt. Diese Zeit ist geprägt von Risikobereitschft und Pioniergeist. In dieser Phase des Familienunternehmens gilt der Unternehmer in vielen Fällen als unantastbar. Sein Spielraum ist relativ groß, während der der Mitarbeiter relativ kleingehalten wird.
Darauf folgt nach Moos, A (2002) die “geschwisterliche“ Phase des Aufbaus, in der noch die Leistung einen größeren Stellenwert als der Besitz einnimmt. Durch die zunehmende Größe des Unternehmens werden Dritte wie Fremdmanager und externe Berater in die verwaltenden Gremien mit aufgenommen. Es erfolgt eine langsame Lösung von der gemeinsamen Identität der vier Dimensionen.
In der Reifephase finden im Unternehmen erste Machtkämpfe statt, das Unternehmen wird von Familien- und Nicht-Familienmitgliedern geleitet. Zu diesem Zeitpunkt löst sich die Identität von Familie, Kapital und Führung. “Ab der dritten Generation driften Kapital und Führung in Familienunternehmen in vielen Fällen auseinander. Nur noch der kleinste Teil der Familie gestaltet die Geschicke der Unternehmung aktiv mit. “22
1 Einleitung: Vorstellung der wirtschaftlichen Bedeutung von Familienunternehmen in Deutschland und Formulierung der Fragestellung.
2 Definition eines Familienunternehmens: Theoretische Herleitung des Begriffs über die vier Dimensionen Familie, Führung, Eigentum und Unternehmen.
3 Ermittlung der bestehenden Strukturen: Statistische Analyse von Unternehmen nach Umsatz, Wirtschaftszweigen und Rechtsformen als Datenbasis.
4 Berechnung und Differenzierung der Familienunternehmen in Deutschland: Quantitative Bestimmung der Anzahl von Familienunternehmen unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Rechtsformen.
5 5. Schlußbetrachtung: Fazit zur aktuellen Lage und Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf in diesem Bereich.
Familienunternehmen, Unternehmensführung, Eigentum, Rechtsformen, Umsatzsteuerstatistik, Deutschland, Mittelstand, Unternehmensnachfolge, Lebenszyklen, Pionierphase, Fremdmanagement, Wirtschaftsstruktur, Familienbesitz, Statistik, Innovationskraft.
Die Arbeit untersucht die wirtschaftliche Rolle und quantitative Verteilung von Familienunternehmen innerhalb der deutschen Unternehmenslandschaft.
Die Definition von Familienunternehmen, deren Lebenszyklen, die Rolle der Familienmitglieder im Management und die statistische Erfassung nach verschiedenen Kriterien.
Das Ziel ist eine fundierte begriffliche Abgrenzung sowie eine aktuelle Berechnung der Anzahl deutscher Familienunternehmen auf Basis vorhandener Statistiken.
Es wird eine deskriptive Auswertung bestehender Sekundärdaten, insbesondere der Umsatzsteuerstatistik und Studien des IfM Bonn, vorgenommen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition der vier Dimensionen (Familie, Führung, Eigentum, Unternehmen) und die anschließende empirische Berechnung der Gesamtzahlen.
Familienunternehmen, Mittelstand, Unternehmensnachfolge, Rechtsformen, Deutschland, Umsatzgrößenklassen.
Gemäß der Arbeit durchlaufen sie Phasen wie die Pionierphase, die Aufbauphase und die Reifephase, in denen sich die Identität von Familie, Kapital und Führung stetig wandelt.
Da nicht alle Rechtsformen (wie etwa Einzelunternehmen im Vergleich zu Aktiengesellschaften) zu 100% familiengeführt sind, dient die Rechtsform als notwendiger Filter für die statistische Eingrenzung.
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