Diplomarbeit, 2010
142 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Grundlagen der Kommissionierung
3. Aufbaustrategien
3.1 Strategiebeschreibungen
3.1.1 Bereitstellplatzvergabe
3.1.1.1 Feste Bereitstellplatzvergabe
3.1.1.2 Freie Bereitstellplatzvergabe innerhalb fester Bereiche
3.1.1.3 Freie Bereitstellplatzvergabe
3.1.2 Zonung
3.1.2.1 Einzonig
3.1.2.2 Mehrzonig
3.1.2.3 ABC-Zonung
3.1.2.4 Schnellläuferzone
3.1.3 Auslagerung
3.1.3.1 Fifo (First-In-First-Out)
3.1.3.2 Priorität von Anbruchsmengen
3.1.3.3 Mengenanpassung
3.2 Anwendungsvoraussetzungen, Gestaltungsempfehlungen und Potenziale der Aufbaustrategien
3.2.1 Bereitstellplatzvergabe
3.2.2 Zonung
3.2.2.1 Vergleich zwischen ein- und mehrzoniger Lagerung
3.2.2.2 Betrachtung und Berechnung einer ABC-Zonung
3.2.2.3 Betrachtung und Berechnung einer Schnellläuferzone
3.2.3 Auslagerung
4. Bearbeitungsstrategien
4.1 Strategiebeschreibungen
4.1.1 Vorbereitung
4.1.1.1 Getrennte Echtzeitverarbeitung
4.1.1.2 Zeitgetaktete Stapelverarbeitung
4.1.1.3 Mengengetaktete Stapelverarbeitung
4.1.2 Ausführung
4.1.2.1 Einzelbearbeitung
4.1.2.2 Starre Serienbearbeitung
4.1.2.3 Flexible Serienbearbeitung
4.2 Anwendungsvoraussetzungen, Gestaltungsempfehlungen sowie Potenziale der Bearbeitungsstrategien
4.2.1 Betrachtung der Vorbereitungsstrategien
4.2.2 Betrachtung der Ausführungsstrategien
5. Bereitstellungsstrategien
5.1 Strategiebeschreibungen
5.1.1 Statische Bereitstellung (Mann-zur-Ware)
5.1.2 Dynamische Bereitstellung (Ware-zum-Mann)
5.2 Anwendungsvoraussetzungen, Gestaltungsempfehlungen und Potenziale der Bereitstellungsstrategien
6. Ablaufstrategien
6.1 Strategiebeschreibungen
6.1.1 Auftragsorientierte (einstufige) Kommissionierung
6.1.2 Artikelorientierte (zweistufige) Kommissionierung
6.1.3 Serienbearbeitung
6.1.4 Parallelbearbeitung
6.1.5 Multi-Order-Picking
6.2 Anwendungsvoraussetzungen, Gestaltungsempfehlungen und Potenziale der Ablaufstrategien
6.2.1 Betrachtung & Berechnung der ein- und zweistufigen Kommissionierung
6.2.2 Betrachtung der Serien- und Parallelbearbeitung
7. Bewegungsstrategien
7.1 Strategiebeschreibungen
7.1.1 Eindimensionale Fortbewegung
7.1.1.1 Durchgang- oder Schleifenstrategie
7.1.1.2 Stichgangstrategie
7.1.2 Zweidimensionale Fortbewegung
7.2 Anwendungsvoraussetzungen, Gestaltungsempfehlungen und Potenziale der Bewegungsstrategien
7.2.1 Betrachtung der ein- und zweidimensionalen Fortbewegung
7.2.2 Betrachtung der Durchlauf- und Stichgangstrategie
8. Entnahmestrategien
8.1 Strategiebeschreibungen
8.1.1 Manuelle Entnahme
8.1.2 Automatisierte Entnahme
8.2 Anwendungsvoraussetzungen, Gestaltungsempfehlungen und Potenziale der Entnahmestrategien
9. Abgabestrategien
9.1 Strategiebeschreibungen
9.1.1 Zentrale Abgabe
9.1.2 Dezentrale Abgabe
9.1.2.1 Pick-to-Belt
9.1.2.2 Pick-to-Box
9.1.2.3 Pick & Pack
9.2 Anwendungsvoraussetzungen, Gestaltungsempfehlungen und Potenziale der Abgabestrategien
10. Nachschubstrategien
10.1 Strategiebeschreibungen
10.1.1 Starres Flip-Flop-Verfahren
10.1.2 Flexibles Flip-Flop-Verfahren
10.1.3 Trennung von Kommissionierung und Nachschub
10.2 Anwendungsvoraussetzungen, Gestaltungsempfehlungen und Potenziale der Nachschubstrategien
11. Leergutstrategien
11.1 Strategiebeschreibungen
11.1.1 Leergutentsorgungsstrategien
11.1.1.1 Leergutentsorgung durch den Kommissionierer
11.1.1.2 Leergutentsorgung durch das Nachschubgerät
11.1.1.3 Gesonderte Leergutentsorgung
11.1.1.4 Leergutentsorgung durch Fördertechnik
11.1.2 Leergutnachschubstrategien
11.1.2.1 Stapelweise Leergutbereitstellung
11.1.2.2 Auftragsweise Leergutbereitstellung
11.2 Anwendungsvoraussetzungen, Gestaltungsempfehlungen und Potenziale der Leergutstrategien
11.2.1 Betrachtung der Leergutentsorgung
11.2.2 Betrachtung der Leergutbereitstellung
12. Informationstechniken
12.1 Strategiebeschreibungen
12.1.1 Kommissionierung mit Beleg
12.1.2 Beleglose Kommissionierung
12.1.2.1 Datenerfassung mit Datenterminal
12.1.2.2 Pick-to-Light
12.1.2.3 Pick-by-Voice
12.2 Anwendungsvoraussetzungen, Gestaltungsempfehlungen und Potenziale der Kommissionierung mit bzw. ohne Beleg
13. Fazit
Die Arbeit untersucht die komplexen Gestaltungsmöglichkeiten in der Kommissionierung, um durch die gezielte Anwendung von Strategien und Verfahren Rationalisierungspotenziale auszuschöpfen und die hohen Prozesskosten in diesem logistischen Teilbereich nachhaltig zu senken.
3. Aufbaustrategien
Unter dem Begriff Aufbaustrategien werden alle Kommissionierstrategien zusammengefasst, die im Zusammenhang mit der Gestaltung und der Belegung des Kommissionierlagers sowie der Vorgehensweise bei der Ein- und Auslagerung der Artikel stehen.
3.1 Strategiebeschreibungen
3.1.1 Bereitstellplatzvergabe
Die Bereitstellplatzvergabestrategien legen fest, auf welchen Plätzen welche Artikel zur Entnahme bereitgestellt werden. Bei der Bereitstellung handelt es sich im Prinzip um die Lagerung der Artikel im Kommissionierbereich, so dass in gewissem Umfang auch der Begriff der Lagerplatzvergabestrategien zutreffend ist. Derartige Strategien dienen der Umsetzung nachfolgend genannter Ziele: gute Platzausnutzung, kurze Wege und geringer Nachschubaufwand um somit insgesamt die Wirtschaftlichkeit zu verbessern.
3.1.1.1 Feste Bereitstellplatzvergabe
Bei dem Verfahren der festen Bereitstellplatzvergabe befinden sich die zu kommissionierenden Artikel immer an einem bestimmten für sie reservierten Zugriffsplatz. Dadurch handelt es sich hierbei um die einfachste Form der Organisation, die es unter anderem ermöglicht eine vorgegebene Pickfolge zu erstellen. Diese Vorgehensweise wird hauptsächlich in Mann-zur-Ware-Kommissioniersystemen genutzt um Suchzeiten zu verringern. Aufgrund des gleich bleibenden Zugriffsplatzes, wird ein gewisser Lerneffekt bei den Kommissionierern erzielt. Weiterhin bieten feste Bereitstellplätze die Möglichkeit Artikel strukturiert in Gruppen nahe beieinander anzuordnen.
1. Einleitung: Beschreibt die wirtschaftliche Relevanz der Kommissionierung innerhalb der logistischen Kette und definiert die Zielsetzung der Arbeit sowie den methodischen Aufbau.
2. Grundlagen der Kommissionierung: Definiert zentrale Begriffe gemäß VDI-Richtlinien und erläutert die wesentlichen Grundfunktionen und Teilsysteme des Kommissionierprozesses.
3. Aufbaustrategien: Behandelt Strategien zur Belegung des Kommissionierlagers, einschließlich Bereitstellplatzvergabe, Zonung und Auslagerung.
4. Bearbeitungsstrategien: Analysiert Verfahren der Auftragsvorbereitung und -ausführung, um Durchlaufzeiten und Auslastung zu optimieren.
5. Bereitstellungsstrategien: Gegenüberstellung von statischer (Mann-zur-Ware) und dynamischer (Ware-zum-Mann) Bereitstellung hinsichtlich Leistung und Wirtschaftlichkeit.
6. Ablaufstrategien: Untersucht verschiedene Ansätze wie einstufige und zweistufige Kommissionierung sowie Serien- und Parallelbearbeitung zur Prozessoptimierung.
7. Bewegungsstrategien: Erläutert Methoden der Fortbewegung innerhalb des Lagers, insbesondere die Durchgangs-, Schleifen- und Stichgangstrategie.
8. Entnahmestrategien: Betrachtet manuelle versus automatisierte Entnahmeverfahren unter Berücksichtigung von Arbeitseffizienz und technischer Umsetzbarkeit.
9. Abgabestrategien: Differenziert zwischen zentraler und dezentraler Abgabe sowie spezifischen Verfahren wie Pick-to-Belt oder Pick & Pack.
10. Nachschubstrategien: Diskutiert Verfahren zur Bestandsführung, darunter das Flip-Flop-Verfahren und die Trennung von Kommissionierung und Nachschub.
11. Leergutstrategien: Behandelt die effiziente Entsorgung und Bereitstellung von Leergutbehältern in Kommissioniersystemen.
12. Informationstechniken: Vergleicht beleggebundene mit beleglosen Systemen (Datenterminal, Pick-to-Light, Pick-by-Voice) hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit.
13. Fazit: Führt die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit individueller Systemanalysen für eine optimale Kommissionierstrategie.
Kommissionierung, Kommissionierleistung, Lagerlogistik, Bereitstellstrategien, Ablaufstrategien, Lagerstruktur, Kommissionierstrategie, Prozessoptimierung, Wirtschaftlichkeit, Durchlaufzeit, Zonung, Auftragsbearbeitung, Ware-zum-Mann, Mann-zur-Ware, Automatisierung.
Die Arbeit bietet eine umfassende Analyse verschiedener Kommissionierstrategien, um deren Anwendungsvoraussetzungen, Potenziale und Eignungskriterien im logistischen Umfeld zu bewerten.
Die Schwerpunkte liegen auf Aufbaustrategien (Lagerbelegung), Bearbeitungs-, Bereitstellungs-, Bewegungs-, Entnahme-, Abgabe-, Nachschub- und Leergutstrategien sowie dem Einsatz moderner Informationstechniken.
Ziel ist es, die Möglichkeiten der Prozessoptimierung und Leistungssteigerung in der Kommissionierung aufzuzeigen, um die hohen Kosten in diesem personalintensiven Bereich effizient zu senken.
Der Autor stützt sich auf eine detaillierte Auswertung bestehender Fachliteratur und VDI-Richtlinien, ergänzt durch mathematische Berechnungen und Simulationsmodelle zur Leistungsermittlung.
Der Hauptteil gliedert sich in dedizierte Strategiekapitel, in denen die jeweilige Vorgehensweise kurz erläutert und anschließend durch technische Voraussetzungen, Gestaltungsempfehlungen und Potenziale ausführlich analysiert wird.
Wesentliche Begriffe sind Kommissionierung, Kommissionierleistung, Lagerlogistik, Bereitstellstrategien, Ablaufstrategien, Prozessoptimierung und Wirtschaftlichkeit.
Die Schnellläuferzone konzentriert Artikel mit extrem hoher Umschlagshäufigkeit auf kürzester Distanz, was durch die Reduzierung von Greif- und Wegzeiten theoretisch höhere Leistungsverbesserungen als eine Standard-ABC-Zonung ermöglicht.
Der Kommissionierfaktor beeinflusst maßgeblich, ob eine statische oder dynamische Bereitstellung wirtschaftlich sinnvoller ist, da er das Verhältnis von Zugriffshäufigkeit zu Entnahmemenge definiert und damit die Effizienz der Wege- und Lagerhaltung bestimmt.
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