Diplomarbeit, 2010
69 Seiten, Note: 1,3
1 Untersuchungsgegenstand
2 Konzeption und Bewertung latenter Steuern
2.1 Arten von Differenzen
2.1.1 Zeitlich unbegrenzte Differenzen
2.1.2 Zeitlich begrenzte Differenzen
2.1.3 Quasi zeitlich unbegrenzte Differenzen
2.2 Timing-Konzept
2.3 Temporary-Konzept
2.4 Bewertung latenter Steuern
2.4.1 Deferred-Methode
2.4.2 Liability-Methode
3 Latente Steuern im HGB der neuen Fassung
3.1 Norm und Ausweis
3.1.1 Steuerliche Verlustvorträge
3.1.2 Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung
3.1.3 Angaben im Anhang
3.2 Erfasste Differenzen
3.3 Abweichungen zwischen der HGB-Handelsbilanz und der Steuerbilanz
3.3.1 Anlagevermögen
3.3.2 Immaterielle Vermögensgegenstände
3.3.3 Sachanlagen
3.3.4 Finanzanlagen
3.3.5 Umlaufvermögen
3.3.6 Aktive Rechnungsabgrenzung
3.3.7 Wertaufholung
3.3.8 Währungsumrechnung
3.3.9 Wahlrechte
3.3.10 Rückstellungen
3.3.11 Verbindlichkeiten
3.3.12 Abweichungen durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz
4 Latente Steuern in den IFRS
4.1 Norm und Ausweis
4.1.1 Ausnahmen von der Ansatzpflicht
4.1.2 Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung
4.1.3 Angaben im Anhang
4.2 Erfasste Differenzen
4.3 Abweichungen zwischen der IFRS-Handelsbilanz und der Steuerbilanz
4.3.1 Immaterielle Vermögenswerte
4.3.2 Sachanlagen
4.3.3 Finanzanlagen
4.3.4 Umlaufvermögen
4.3.5 Forderungen
4.3.6 Wertpapiere
4.3.7 Eigenkapital
4.3.8 Sonderposten mit Rücklagenanteil
4.3.9 Verbindlichkeiten und Rückstellungen
5 Fazit und Ausblick
5.1 Das HGB – alter und neuer Fassung
5.2 HGB der neuen Fassung und IFRS
5.3 Perspektiven
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) auf die Bilanzierung latenter Steuern nach HGB und stellt diese den internationalen Regelungen nach IFRS gegenüber, um als Leitfaden für die Identifikation potenzieller latenter Steuerpositionen zu dienen.
1 Untersuchungsgegenstand
Das Konzept zur Abgrenzung latenter Steuern kommt ursprünglich aus den angelsächsischen Ländern. Bereits 1967 hat das Accounting Principles Board (APB) des American Institute of Certified Public Accountants (AICPA) in seiner Opinion No. 11 eine wegweisende Stellungnahme zum Konzept der latenten Steuern abgegeben. Dabei wurden Begriff, Inhalt und Behandlung für die amerikanische Rechnungslegungspraxis festgelegt (vgl. Coenenberg et al. 2009: 463). Im Handelsgesetzbuch (HGB) wurden 1985 erstmals latente Steuern kodifiziert. Davor war der Tatbestand der latenten Steuerabgrenzung in der deutschen Rechnungslegung nicht zu finden (vgl. Coenenberg et al. 2003: 382).
Unter dem Begriff latente Steuern kann man sich zunächst nichts Konkretes vorstellen. Während der Bestandteil „Steuern“ durchaus verständlich und gegenwärtig ist, weiß man eine Latenz in diesem Zusammenhang nur schwer einzuordnen. Latenz, so ist dem Lexikon zu entnehmen, kommt von dem Lateinischen latens und bedeutet verborgen, nicht direkt hervortretend. Die Latenzzeit ist der Zeitraum zwischen einem verborgenen Ereignis und dem Eintreten einer sichtbaren Reaktion auf dieses.
Wenn die Handelsbilanz und die Steuerbilanz den gleichen Gewinn ausweisen, fallen die Ertragsteuern bei beiden Gewinnermittlungen gleich aus. Doch nicht immer ist eine Gewinngleichheit gegeben, obwohl die Handels- und Steuerbilanz durch die allgemeine (materielle) Maßgeblichkeit (§ 5 Abs. 1 EStG) auch nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) miteinander verbunden sind. Die möglichen Abweichungen bestehen entweder darin, dass der Handelsbilanzgewinn zunächst höher als der Steuerbilanzgewinn ist oder, dass der Handelsbilanzgewinn zunächst niedriger als der Steuerbilanzgewinn ist (vgl. Buchholz 2009: 133). Tabelle 1 zeigt das Beschriebene in vier Perioden anschaulich, wobei von einem Ertragsteuersatz von 30 % ausgegangen wird.
1 Untersuchungsgegenstand: Einführung in die historische Entstehung und die begriffliche Herleitung von latenten Steuern in der Rechnungslegung.
2 Konzeption und Bewertung latenter Steuern: Erläuterung der theoretischen Grundlagen, insbesondere der Unterschiede zwischen Timing- und Temporary-Konzept sowie der Bewertungsmethoden.
3 Latente Steuern im HGB der neuen Fassung: Analyse der spezifischen Regelungen für den HGB-Jahresabschluss nach BilMoG, inklusive detaillierter Aufstellung potenzieller Differenzursachen.
4 Latente Steuern in den IFRS: Untersuchung der internationalen Rechnungslegungsvorschriften nach IAS 12 und deren Unterschiede zur nationalen HGB-Rechnungslegung.
5 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Entwicklung hin zum Temporary-Konzept und Einschätzung der zukünftigen Bedeutung für Unternehmen.
Latente Steuern, HGB, IFRS, BilMoG, Timing-Konzept, Temporary-Konzept, Steuerbilanz, Handelsbilanz, Deferred-Methode, Liability-Methode, Differenzen, Rechnungslegung, Maßgeblichkeit, Steuerabgrenzung, Ertragsteuern.
Die Arbeit behandelt die Bilanzierung latenter Steuern und wie diese durch die Neuregelungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) im deutschen Handelsrecht sowie im internationalen Standard IAS 12 abgebildet werden.
Zentrale Themen sind die theoretischen Ansätze der Steuerabgrenzung (Timing- vs. Temporary-Konzept), die Bewertungsmethoden der Steuern sowie der praktische Vergleich zwischen der deutschen Handelsbilanz und der IFRS-Rechnungslegung.
Das Ziel ist es, einen Leitfaden für die Bilanzierung latenter Steuern zu bieten, der aufzeigt, wo Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz entstehen und wie diese nach den aktuellen Vorschriften korrekt ausgewiesen werden.
Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse und einen systematischen Vergleich der Rechnungslegungsstandards, ergänzt durch anschauliche Praxisbeispiele zur Ermittlung latenter Steuerpositionen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine detaillierte Analyse der HGB-Regelungen (inkl. BilMoG) sowie eine umfassende Betrachtung der IFRS-Standards unter Berücksichtigung verschiedener Bilanzposten.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie latente Steuern, BilMoG, Temporary-Konzept, Handels- und Steuerbilanz sowie die Abgrenzungsmethoden geprägt.
Dieser Übergang stellt einen Paradigmenwechsel dar: Weg von einer rein erfolgsorientierten Betrachtung (Timing-Konzept) hin zu einer bilanzorientierten Sichtweise (Temporary-Konzept), die darauf abzielt, Steuerbelastungen für künftige Perioden präziser abzubilden.
Die Liability-Methode ist bilanzorientiert und erfordert die Anpassung latenter Steuern bei Steuersatzänderungen, während die Deferred-Methode primär periodengerecht die Steueraufwandsverrechnung im Fokus hat und Anpassungen bei Steuersatzänderungen vernachlässigt.
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