Diplomarbeit, 2010
107 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel und Aufbau der Untersuchung
2 Die Hochschulreform zu Beginn des 21. Jahrhunderts
2.1 Entstehung und Geschichte der Akademischen Abschlüsse
2.2 Die (Hochschul-)Bildungsreform als Teil des Bologna-Prozesses
2.2.1 Ziele und Motive des Reformvorhabens
2.2.2 Start und Verlauf der Reform infolge verschiedener Konferenzen
2.2.3 Die Reformvorhaben - Das Ergebnis der Konferenzen
2.2.4 Offene Methode der Koordinierung – Soft law
2.2.5 Kritik und Widerstände – Es gibt nicht nur Befürworter
2.3 Zusammenfassung
3 Der erste berufsqualifizierende Hochschulabschluss – Der Bachelorabschluss
3.1 Bachelorstudium – die neue Studienstruktur
3.1.1 Module als Lehrangebot
3.1.2 Studienbegleitendes Prüfen – Reduzierung der Prüfungsangst
3.1.3 Leistungspunktesystem – Die transparente Bewertung
3.1.4 Mehr Praxisanteile – Raus aus dem Elfenbeinturm
3.2 Kompetenzen, Qualifikationen und Schlüsselqualifikationen als Inhalt des Studiums
3.2.1 Der Begriff der Kompetenz
3.2.2 Der Begriff der Qualifikation
3.2.3 Der Begriff Schlüsselqualifikation
3.2.4 Die beruflichen Handlungskompetenzen – Fachkompetenz, Sozialkompetenz und Humankompetenz
3.2.5 Arbeitsdefinitionen der Begriffe Qualifikation, Kompetenz und Schlüsselqualifikationen
3.3 Die Implementierung von Kompetenzen, Qualifikationen und Schlüsselqualifikationen in das Bachelorstudium
3.3.1 Das Heidelberger Modell zum Erwerb von überfachlichen Schlüsselkompetenzen im Studium
3.3.2 Der Bachelorabschluss im Fachgebiet Biologie
3.4 Verschiedene Möglichkeiten mit dem Bachelorabschluss
3.5 Zusammenfassung
4 Arbeitgeber für Bachelorabsolventen - die Organisationen
4.1 Der Arbeitsplatz als Stelle
4.2 Die Hierarchie in Organisationen
4.3 Anforderungen und Wünsche der Arbeitgeber an Bachelorabsolventen
4.4 Die Besonderheiten einer Organisation der Biologiebranche
4.5 Zusammenfassung
5 Akzeptanz des Bachelorabschlusses (inkl. Bachelor Biologie) bei den Akteuren der Hochschulreform
5.1 Die Akzeptanz gegenüber dem Bachelorabschluss aus Sicht der Arbeitgeber
5.2 Die Akzeptanz gegenüber dem Bachelorabschluss aus Sicht der Hochschule und der bildungspolitischen Vertreter
5.3 Die Akzeptanz gegenüber dem Bachelorabschluss aus Sicht der Studierenden
5.4 Zusammenfassung
6 Empirische Untersuchung – Auskunft aus der Biologiebranche
6.1 Methodik der Untersuchung und Hypothesen
6.1.1 Auswahl und Beschreibung der Forschungsgegenstände
6.1.2 Auswahl und methodische Grenzen des Untersuchungsinstrumentes
6.1.3 Leitfragenentwicklung der Experteninterviews
6.1.4 Auswertung und Rahmenbedingungen der Experteninterviews
6.2 Ergebnisse der Experteninterviews
6.2.1 Anpassungsmaßnahmen innerhalb der Organisationen
6.2.2 Informationsstand und Informationsgewinnung der Organisationen
6.2.3 Erwartungen an und mit dem Bachelorabschluss im Fachgebiet Biologie
7 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Arbeitsmarktlage für Absolventen eines Bachelorstudiums im Fachgebiet Biologie. Ziel ist es zu analysieren, ob diese Absolventen eine reelle Chance auf einen ihrer Qualifikation entsprechenden Arbeitsplatz haben, vor dem Hintergrund, dass die Branche traditionell stark forschungsorientiert ist und häufig eine Promotion voraussetzt.
3.1 Bachelorstudium – die neue Studienstruktur
Durch die Einführung der neuen Studienabschlüsse mit Namen Bachelor und Master18 waren und sind die Hochschulen gezwungen, ihre bisherigen Studienordnungen neu zu konzipieren. Vor allem waren neue Gedanken zur Studienstruktur notwendig. Hierbei entstand durch das Fehlen einer einheitlichen Umsetzungsvorgabe, eine, nach meiner Meinung, nicht vorhergesehene Vielfalt individueller Studiengänge, die positiv und negativ zugleich ist19 (vgl. BMBF 2005, S. 6). Bei der Ausgestaltung der Studiengänge und der dazugehörigen Strukturen generierten die Hochschulen mitunter einen enormen Fleiß, der sogar soweit ging, dass einige Universitäten den schon von der Bund-Länder Kommission definierten Begriff „Modul“ überflüssigerweise für sich neu definierten (vgl. Wex 2005, S. 133 f.).
Das Bachelorstudium führt in einem mindestens dreijährigen Studium zum ersten akademischen Abschluss20 und soll die Absolventen gleichzeitig beschäftigungsfähig bzw. berufsqualifizierend ausbilden. Zwar gibt es keine Verpflichtung zu einem dreijährigen Bachelorstudium, aber insgesamt soll der Masterabschluss nach zehn Semestern erreicht werden. Die Universitäten bevorzugen allerdings den dreijährigen Bachelorstudiengang, um mehr Zeit für die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses im Masterstudium zu haben (vgl. Kühne 2009).
Das neue Studiensystem unterscheidet sich dahingehend von den traditionellen Studiengängen, dass es strukturierter ist, was mitunter von Kritikern als „verschultes Studieren“ betitelt wird (vgl. Winter 2009, S. 49f.). Dieses strukturierte Studieren bedeutet, dass es fest vorgegebene Lerninhalte und fertige Stundenpläne mit festgelegten Zeitangaben zu erfüllen gilt und den Studierenden kaum Möglichkeit bietet, ihren individuellen Neigungen nachzugehen.
1 Einleitung: Darstellung der Problemstellung hinsichtlich der Akzeptanz von Bachelor-Absolventen auf dem Arbeitsmarkt, insbesondere in forschungsintensiven Feldern wie der Biologie.
2 Die Hochschulreform zu Beginn des 21. Jahrhunderts: Analyse der Ursprünge und Ziele des Bologna-Prozesses sowie der daraus resultierenden Strukturveränderungen im europäischen Hochschulraum.
3 Der erste berufsqualifizierende Hochschulabschluss – Der Bachelorabschluss: Untersuchung der neuen Studienstruktur, der Modularisierung und der Vermittlung von Kompetenzen innerhalb des Bachelorstudiums mit Fokus auf die Biologie.
4 Arbeitgeber für Bachelorabsolventen - die Organisationen: Erläuterung organisations- und personaltheoretischer Grundlagen sowie der spezifischen Besonderheiten der Biologiebranche.
5 Akzeptanz des Bachelorabschlusses (inkl. Bachelor Biologie) bei den Akteuren der Hochschulreform: Diskussion der Akzeptanz des neuen Abschlusses aus Sicht von Arbeitgebern, Hochschulen und Studierenden.
6 Empirische Untersuchung – Auskunft aus der Biologiebranche: Darstellung der methodischen Vorgehensweise und Auswertung von Experteninterviews zur tatsächlichen Situation von Bachelorabsolventen in Biologie-Unternehmen.
7 Fazit und Ausblick: Zusammenführung der Ergebnisse und Reflexion über die zukünftige Entwicklung und den Bedarf an Nachbesserungen der Reform.
Bologna-Prozess, Bachelorstudium, Biologiebranche, Arbeitsmarkt, Beschäftigungsfähigkeit, Kompetenzen, Schlüsselqualifikationen, Experteninterviews, Akademische Abschlüsse, Hochschulreform, Organisationstheorie, Personalauswahl, Qualitätssicherung, ECTS, Biowissenschaften.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Arbeitsmarktsituation für Bachelorabsolventen im Fachgebiet Biologie und untersucht, inwieweit dieser neue Abschluss in der Praxis der Biologiebranche akzeptiert ist.
Zu den zentralen Themen gehören die Bologna-Reform, die Struktur des Bachelorstudiums, organisationstheoretische Aspekte von Arbeitgebern sowie die empirische Analyse von Einstellungskriterien in der Biologiebranche.
Das primäre Ziel ist es, zu ermitteln, ob Bachelorabsolventen in der Biologie reelle Chancen auf einen ihrer Qualifikation entsprechenden Arbeitsplatz haben oder ob sie aufgrund der Branchentraditionen (z.B. Zwang zur Promotion) benachteiligt sind.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturrecherche und einer empirischen Untersuchung in Form von leitfadengestützten Experteninterviews mit Unternehmensvertretern und Absolventen.
Der Hauptteil analysiert die Implementierung des Bachelorstudiums, die Anforderungen an Absolventen aus Arbeitgebersicht und beleuchtet kritisch die Akzeptanz des neuen Abschlusses bei verschiedenen Akteuren.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Bachelorstudium, Bologna-Prozess, Biowissenschaften, Arbeitsmarkt, Kompetenzvermittlung und Akzeptanz charakterisiert.
Die Untersuchung zeigt, dass Unternehmen in der Biologiebranche dem Bachelorabschluss eher skeptisch gegenüberstehen, ihn oft nicht präzise einordnen können und in forschungsrelevanten Bereichen weiterhin primär promovierte Bewerber bevorzugen.
Ein wesentliches Hindernis ist die Konkurrenz durch staatlich geprüfte Biologisch-Technische Assistenten (BTA) sowie die verbreitete Ansicht, dass für die hochspezialisierte Forschung eine Promotion unerlässlich ist, wodurch der Bachelor oft nur als Einstieg auf technischem Assistentenniveau wahrgenommen wird.
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