Examensarbeit, 2008
62 Seiten, Note: 2,0
Einleitung
Fragestellung
1 Zur Situation des Kurses
1.1 Allgemeine Ausgangsbedingungen
1.2 Einschätzung des Hörverstehens
1.3 Zielsetzung
2 Hörverstehen in der Fachliteratur
2.1 Möglichkeiten der Schulung des Hörverstehens
2.2 Der Einsatz von Liedern
2.3 Bedenkenswertes und Grenzen
3 Ein Konzept zur Förderung des Hörverstehens
3.1 Bisherige Maßnahmen zur Förderung des Hörverstehens
3.2 Begründung und Planung des Konzeptes
3.2.1 Kriterien der Erfolgsmessung
3.2.2 Lehrerfunktionen
3.3 Durchführung des Konzeptes
3.3.1 Einbettung in die Unterrichtssequenz „Niños de la calle“
3.3.2 Umsetzung des Konzeptes
3.4 Evaluation und Reflexion des Konzeptes
3.4.1 Selbsteinschätzung vonseiten der Schüler
3.4.2 Kritische Reflexion vonseiten der Lehrerin
Schlusswort und Ausblick
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein didaktisches Konzept zur Förderung des Hörverstehens im Spanischunterricht der Jahrgangsstufe 12 zu entwickeln. Dabei steht die Erprobung spanischsprachiger Lieder als authentisches Material im Mittelpunkt, um Schülern die Angst vor Hörtexten zu nehmen und die Motivation durch einen alltagsrelevanten Kontext zu steigern.
Einleitung
„MOTIVIERUNG IST DAS A UND O“
So oder ähnlich könnte der Titel vieler Bücher über modernen Fremdsprachenunterricht lauten, insbesondere wenn es darum geht, gern vernachlässigte Fertigkeiten in den Unterricht zu integrieren. Eine dieser Fertigkeiten, die als Wort an sich bei Schülern sowie als Baustein im eigenen Unterricht bei vielen Fremdsprachenlehrern wenig Anklang findet, ist das Hörverstehen (Kapitel 2). Da diese rezeptive Fertigkeit jedoch grundlegend für gelingende Kommunikationssituationen ist, sollte es, dem Beispiel der fremdsprachendidaktischen Literatur folgend, im Unterricht zunehmend Beachtung finden.
In der Praxis habe ich immer wieder festgestellt, dass Schüler enorme Schwierigkeiten im Umgang mit Hörtexten haben, oftmals von vornherein kapitulieren und sich dem Unterrichtsvorhaben Hörverstehen unsicher und mit dem Gefühl, nur geringen Erfolg zu erzielen, nähern (Kapitel 1). Dabei scheinen sie ganz außer Acht zu lassen, dass sie im einsprachigen Unterrichtsgeschehen permanent Hörsituationen sowohl bewusst als auch unbewusst bewältigen, indem sie dem Lehrer und den Mitschülern zuhören, deren spanischsprachigen Äußerungen Informationen entnehmen und diese verarbeiten, um anschließend entsprechend aktiv reagieren zu können. Kommunikation im Unterricht erfolgt unter anderen Bedingungen als außerhalb des Klassenraumes im Gespräch mit „Nativos“. Gemeinsam ist beiden direkten Kommunikationssituationen, dass die sprachlichen Äußerungen von nonverbalen Handlungen begleitet werden, die das Verstehen unterstützen. Gewöhnlich sind auch Nachfragen, um das Verstandene abzusichern oder zu wiederholen.
1 Zur Situation des Kurses: Das Kapitel beschreibt die Ausgangslage der Schülerschaft, ihre spezifischen Lernvoraussetzungen und die diagnostizierten Schwierigkeiten beim Hörverstehen in der Fremdsprache.
2 Hörverstehen in der Fachliteratur: Hier wird der theoretische Rahmen beleuchtet, indem die Bedeutung des Hörverstehens als rezeptive Fertigkeit sowie didaktische Möglichkeiten und Grenzen bei der Arbeit mit authentischen Materialien erörtert werden.
3 Ein Konzept zur Förderung des Hörverstehens: Das Hauptkapitel präsentiert das entwickelte Unterrichtskonzept, inklusive der Planung, der Durchführung mit spanischsprachigen Liedern sowie der Evaluation und Reflexion der Ergebnisse.
Hörverstehen, Spanischunterricht, authentische Materialien, Lieder, Motivation, Rezeption, Kommunikationssituation, Unterrichtskonzept, Schülerorientierung, Sprachförderung, Hörphase, Lernstrategien, Niños de la calle, Fachdidaktik, rezeptive Fertigkeit.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Erprobung eines Konzepts zur Förderung des Hörverstehens im Spanischunterricht einer 12. Klasse einer Gesamtschule anhand authentischer Lieder.
Die Arbeit verbindet fachdidaktische Theorien zum Hörverstehen mit der praktischen Anwendung von Liedern im Kontext des Unterrichtsthemas „Niños de la calle“.
Das Ziel ist es, Schülern die Angst vor Hörtexten zu nehmen und ihre Kompetenz in indirekten Kommunikationssituationen zu verbessern, indem sie lernen, wesentliche Informationen aus authentischen Texten zu filtern.
Die Autorin nutzt einen handlungsorientierten Ansatz, begleitet durch eine begleitende Diagnose via Fragebögen zur Selbsteinschätzung der Schüler und eine kritische Reflexion des eigenen Lehrerhandelns.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begründung, die Planung, die praktische Durchführung an drei Liedbeispielen sowie die anschließende Evaluation der Lernergebnisse.
Die Arbeit lässt sich am besten mit den Begriffen Hörverstehen, authentische Materialien, Spanischunterricht und Motivation beschreiben.
Lieder gelten als motivierendes, authentisches Material, das den Wortschatz erweitert, kulturelle Aspekte vermittelt und aufgrund der Wiederkehr des Refrains positive Effekte auf das Hörverstehen haben kann.
Der Erfolg wurde nicht durch klassische Tests gemessen, sondern über Fragebögen zur Selbsteinschätzung der Schüler sowie durch die Beobachtung der aktiven Mitarbeit im Unterricht.
Die Autorin widerspricht der Kritik des „geringen Transferwerts“, da die Schüler durch die Lieder Hörstrategien entwickelten, die sie gelassener an zukünftige Hörtexte herangehen lassen.
Die Arbeit betont die Funktion der Lehrkraft als diagnostisch Tätige, die den Unterricht an den Bedürfnissen der Schüler ausrichtet und individuelle Lernfortschritte gezielt fördert.
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