Masterarbeit, 2010
83 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Begriffsklärung und Forschungsstand
2.1 Begriffsklärung
2.2 Forschungsstand
3. Armut und Unterentwicklung in Entwicklungsländern
3.1 Armut; ein Definitionsversuch
3.2 Merkmale und strukturelle Probleme der Entwicklungsländer
3.3 Ursachen der Unterentwicklung und der Armut
4. Neuere Theorien der Entwicklungspolitik
4.1 Theorieentwicklung: Von den Klassikern zu den neueren Theorien
4.1.1 Die Klassiker: Smith, Marx und Keynes
4.1.2 Neuere Entwicklungstheorien: Modernisierungstheorien, Dependenztheorie und Institutionenökonomik
5. Verschiedene Entwicklungsstrategien
5.1 Endogene wachstumsorientierte Entwicklungsstrategien
5.1.1 Strategie des gleichgewichtigen Wachstums
5.1.2 Strategie des ungleichgewichtigen )Wachstums
5.2 Exogene Dissoziationsstrategie (Abkopplungsstrategie)
5.3 Grundbedürfnisstrategie und das Recht auf Entwicklung
5.4 Die Vier Dekaden der Entwicklungspolitik
5.4.1 1960er Jahre: Entwicklung durch Wachstum
5.4.2 1970er Jahre: Die Grundbedürfnisstrategie
5.4.3 1980er Jahre: Die neo-liberale Schocktherapie
5.4.4 1990er Jahre: Die Jahre der UN-Konferenzen
6. Aktuelle konträre Ansätze in der Entwicklungspolitik
6.1 Big Push und Big Trap
6.1.1 Der Gedanke des Big Push
6.1.2 Wo ist Afrika? In der „Armutsfalle“ oder am Wendepunkt?
6.2 Jeffrey Sachs und die Millennium Development Goals
6.2.1 Jeffrey Sachs: Klinische Ökonomik
6.2.2 Die Millennium Development Goals – Leitlinien für die internationalen Entwicklungspolitik
6.3 William Easterly: Ordnungspolitischer Ansatz
7. Vergleich der unterschiedlichen Ansätze und Bewertung
7.1 Gegenüberstellung der kontrovers diskutierten Ansätze
7.2 Überprüfung der Anwendbarkeit des Ansatzes von Sachs
7.3. William Easterly – Bewertung eines theoretischen Ansatzes
8. Neubelebung alter Theorien und Rahmenbedingungen für eine neue erfolgreiche Entwicklungspolitik
8.1 Die Grundüberzeugungen hinter den Ansätzen
8.2 Anforderungen für einen neuen entwicklungspolitischen Ansatz
9. Konklusion
Die vorliegende Masterarbeit bewertet aktuelle entwicklungspolitische Ansätze mit Fokus auf das subsaharische Afrika, um ein tieferes Verständnis für die Wirksamkeit verschiedener Strategien zu erlangen und diese kritisch zu hinterfragen.
6.1.1 Der Gedanke des Big Push
Sowohl das United Nation Millenniums Project (UNMP) als auch die Commission for Africa (CfA) haben an zentralen Stellen ihrer jeweiligen Berichte, in denen sie für eine verstärkte Entwicklungszusammenarbeit zur Realisierung der Millennium Development Goals (MDGs) werben, den Begriff des Big Push eingeführt. Dieser Begriff, „der seine eigene Qualitäten hat und in konsequenter Anwendung brisante Konsequenzen für jegliche entwicklungspolitische Position mit sich bringt“ ist eigentlich nicht neu: Bereits Rosenstein-Rodan (1943) vertrat die These, dass „wirtschaftlicher Aufschwung in den Entwicklungsländern nicht schrittweise, sondern nur als einmaliger Durchbruch, bei dem ein Mindestmaß an Ressourcen mobilisiert werden muss, vollzogen werden kann.“ Rosenstein-Rodan stützt seine These auf der Annahme der Rostowschen Stufentheorie, die wiederum davon ausgeht, dass der „berühmte Take-Off in den Entwicklungsländern nur dann zu realisieren ist, wenn die Investitionsrate innerhalb eines relativen kurzen Zeitraum kräftig ansteigt.“ Hierbei liegt sein Fokus für die Bestimmung der Höhe des Big Push auf der Kapitalnachfrageseite (Keynes), die Kapitalangebotsseite wird hingegen vernachlässigt. Rosenstein-Rodans Big-Push-Theorie basiert auf der Annahme, dass verschiedene Unteilbarkeiten auf Angebots- und Nachfrageseite in Entwicklungsländern typisch sind.
1. Einleitung: Darstellung der aktuellen Weltwirtschaftskrise und die daraus resultierende Debatte um die Effektivität westlicher Entwicklungshilfe.
2. Begriffsklärung und Forschungsstand: Definition der zentralen Begriffe Entwicklung und Armut sowie Einordnung der aktuellen Forschungsschwerpunkte.
3. Armut und Unterentwicklung in Entwicklungsländern: Analyse der Armutsdimensionen sowie der strukturellen Probleme und Ursachen der Unterentwicklung.
4. Neuere Theorien der Entwicklungspolitik: Historische Herleitung der entwicklungstheoretischen Debatte von den Klassikern bis hin zur Neuen Institutionenökonomik.
5. Verschiedene Entwicklungsstrategien: Überblick über historische Strategien wie Wachstumsorientierung, Dissoziation und Grundbedürfnisansätze über die letzten vier Jahrzehnte.
6. Aktuelle konträre Ansätze in der Entwicklungspolitik: Detaillierte Gegenüberstellung der Ansätze von Jeffrey Sachs (Big Push) und William Easterly (ordnungspolitischer Ansatz).
7. Vergleich der unterschiedlichen Ansätze und Bewertung: Kritische Analyse der Anwendbarkeit und theoretischen Fundierung der Ansätze von Sachs und Easterly.
8. Neubelebung alter Theorien und Rahmenbedingungen für eine neue erfolgreiche Entwicklungspolitik: Untersuchung der modernisierungstheoretischen Grundlagen aktueller Ansätze und Anforderungen an künftige Konzepte.
9. Konklusion: Abschließende Würdigung der Problematik und Plädoyer für einen Paradigmenwechsel weg von rein ökonomischen Modellen hin zu einer Logik der Solidarität.
Entwicklungspolitik, Armutsbekämpfung, Big Push, Jeffrey Sachs, William Easterly, Millennium Development Goals, Institutionenökonomik, Entwicklungsländer, Unterentwicklung, Armutsfalle, Modernisierungstheorie, Dependenztheorie, Entwicklungszusammenarbeit, Korruption, Good Governance
Die Arbeit analysiert kritisch die entwicklungspolitischen Ansätze zur Armutsbekämpfung, insbesondere im subsaharischen Afrika, und untersucht deren theoretische Grundlagen.
Die Arbeit behandelt die Debatte um die Wirksamkeit von Entwicklungshilfe, historische Entwicklungstheorien und die Gegenüberstellung von Wachstums- und marktwirtschaftlichen Ansätzen.
Das Ziel ist es, die aktuelle Debatte zwischen dem Big Push-Ansatz (Sachs) und dem ordnungspolitischen Ansatz (Easterly) zu bewerten und Kriterien für eine zukünftig erfolgreichere Entwicklungspolitik zu definieren.
Die Autorin nutzt eine vergleichende Analyse der bestehenden Literatur, Entwicklungstheorien und empirischen Berichte (z.B. Weltbank, UN), um die Ansätze systematisch gegenüberzustellen.
Der Hauptteil umfasst eine historische Einordnung entwicklungspolitischer Dekaden, die detaillierte Vorstellung der Ansätze von Jeffrey Sachs und William Easterly sowie deren kritische Überprüfung anhand aktueller Umsetzungsdaten.
Die zentralen Begriffe sind Entwicklungspolitik, Armutsbekämpfung, Big Push, Millennium Development Goals, Institutionenökonomik und Armutsfalle.
Sachs sieht Armut als ökonomisches Mangelproblem, das durch massive Kapitaltransfers (Big Push) gelöst werden muss, während Easterly Armut als Interventionsproblem betrachtet und auf lokale Eigeninitiative und freie Märkte setzt.
Die Autorin weist darauf hin, dass trotz der MDGs die Fortschritte in vielen afrikanischen Ländern ausbleiben und die starren Vorgaben die komplexen sozialen und politischen Ursachen vor Ort oft ignorieren.
Die Arbeit betont, dass zwar Konsens über die Wichtigkeit guter Regierungsführung herrscht, aber die praktische Umsetzung und Koppelung an Hilfeleistungen sowohl theoretisch als auch empirisch stark umstritten bleibt.
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