Examensarbeit, 2001
85 Seiten, Note: 1,9
1 Problem- und Zielstellung
2 Zur Einordnung der Budosportarten Judo, Karate und Taekwondo
2.1 Geschichte und Charakterisierung der Budosportarten
2.2 Training und Wettkampf
2.2.1 Schutzbestimmungen
2.3 Motorische Hauptbeanspruchungsformen der Budosportarten
2.3.1 Koordination
2.3.2 Flexibilität
2.3.3 Kraft und Schnelligkeit
2.3.4 Ausdauer
3 Erkenntnisstand zu Sportverletzungen im Budosport
3.1 Theorie der Sportverletzungen und Sportschäden
3.2 Sportverletzungen im Budosport
3.2.1 Judo
3.2.2 Karate
3.2.3 Taekwondo
3.2.4 Vergleichende Studien
4 Methodik der eigenen Untersuchung
4.1 Schriftliche Befragung
4.2 Untersuchungsgut
5 Darstellung der Verletzungen und Diskussion
5.1 Häufigkeit
5.2 Lokalisation
5.3 Verletzungsarten
5.4 Arbeitsausfall und Sportunfähigkeit
5.5 Sportschäden
5.6 Verletzungen im Judo
5.6.1 Verletzungen in Abhängigkeit zur Lokalisation
5.6.2 Verletzungsarten im Judo
5.6.3 Diskussion
5.7 Verletzungen im Karate
5.7.1 Verletzungen in Abhängigkeit zur Lokalisation
5.7.2 Verletzungsarten im Karate
5.7.3 Diskussion
5.8 Verletzungen im Taekwondo
5.8.1 Verletzungen in Abhängigkeit zur Lokalisation
5.8.2 Verletzungsarten
5.8.3 Verletzungen in Abhängigkeit von der Graduierung
5.8.4 Verletzungen bei einem hochklassigen Taekwondo-Turnier
5.9 Gefährdungsbeurteilung und Präventionsmöglichkeiten
5.10 Methodenkritik
6 Zusammenfassung und Ausblick auf weitere Studien
7 Anhang
A – Glossar
Ziel dieser Arbeit ist es, die am häufigsten auftretenden Verletzungen der asiatischen Budosportarten Judo, Karate und Taekwondo anhand eigener Untersuchungen zu analysieren und mit dem bisherigen Forschungsstand zu vergleichen, um daraus präventive Maßnahmen abzuleiten.
2.1 Geschichte und Charakterisierung der Budosportarten
Der Ursprung der fernöstlichen Kampfsportarten liegt in China, Japan und anderen asiatischen Ländern. Jedoch ist ihre genaue Entwicklung ist jedoch noch immer ungeklärt. Es existieren drei unterschiedlichen Hypothesen über die Entstehungsgeschichte der asiatischen Kampfkünste (4, 13, 15, 25, 36, 50).
Die erste Hypothese besagt, dass die Ursprünge der asiatischen Kampfkünste aus dem Mittelmeerraum stammen. Faustkampfsysteme im alten Ägypten, die Pyrrhiche1 und das Pankration2 zeugten von einer frühen Auseinandersetzung mit den Kampfkunstsystemen.
Die zweite Hypothese besagt, dass sich die asiatischen Kampfkünste aus einer der ältesten Kampftechniken Indiens, dem Vajramushti, etwa 1000 v. u. Z. entwickelt haben. Sie beinhaltete Techniken des Ringens, Schlagens, Tretens und spezielle Atem- und Yogaübungen. Die bekannteste Hypothese geht davon aus, dass im 6. Jahrhundert u. Z. der indische Mönch Bodhidharma den Zen-Buddhismus* nach China brachte und sich im Kloster Shaolin niederließ. Er vermittelte gymnastische Kampfübungen und Meditationshilfen, die sich bald zur Urform der chinesischen Kampfkunst, dem Shaolin Quan-fa* entwickelten.
1 Problem- und Zielstellung: Einleitung in die Relevanz des Budosports und Definition des Forschungsziels, die Verletzungssituation in Judo, Karate und Taekwondo zu untersuchen.
2 Zur Einordnung der Budosportarten Judo, Karate und Taekwondo: Historische Herleitung der Kampfkünste sowie Beschreibung der motorischen Beanspruchung und der Rahmenbedingungen für Training und Wettkampf.
3 Erkenntnisstand zu Sportverletzungen im Budosport: Aufarbeitung bestehender sportmedizinischer Literatur und Studien zu Verletzungen in den drei spezifischen Budosportarten.
4 Methodik der eigenen Untersuchung: Erläuterung der retrospektiven Fragebogenaktion in Mecklenburg-Vorpommern sowie Vorstellung des gewählten Untersuchungsguts.
5 Darstellung der Verletzungen und Diskussion: Detaillierte Auswertung der erhobenen Daten zu Verletzungshäufigkeit, Lokalisation und Schweregrad, unterteilt in die jeweiligen Sportarten.
6 Zusammenfassung und Ausblick auf weitere Studien: Fazit der Untersuchung mit der Erkenntnis, dass präventives Verhalten und Regelkenntnis das Verletzungsrisiko maßgeblich beeinflussen.
7 Anhang: Bereitstellung ergänzender Materialien wie Glossar der Fachbegriffe.
Budosport, Judo, Karate, Taekwondo, Sportverletzungen, Prävention, Kontusion, Distorsion, Fraktur, Wettkampf, Training, Schutzausrüstung, Sportunfähigkeit, motorische Beanspruchung, Athletik.
Die Arbeit analysiert das Verletzungsgeschehen in den drei fernöstlichen Budosportarten Judo, Karate und Taekwondo, um ein tieferes Verständnis für Art, Ursache und Prävention dieser Verletzungen zu gewinnen.
Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Einordnung, den physiologischen Leistungsanforderungen, der wissenschaftlichen Aufarbeitung bestehender Studien sowie der eigenen empirischen Erhebung bei Sportlern in Mecklenburg-Vorpommern.
Das Ziel ist die Identifizierung charakteristischer Verletzungsmuster, deren Entstehungsursachen im Trainings- und Wettkampfbetrieb zu klären und daraus praktische Empfehlungen für eine effektive Verletzungsprävention abzuleiten.
Es wurde eine retrospektive Fragebogenaktion in Kooperation mit Judo-, Karate- und Taekwondo-Vereinen durchgeführt, ergänzt durch eine Literaturanalyse und eine Beobachtungsstudie bei einem internationalen Turnier.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Einordnung der Sportarten und eine umfangreiche Darstellung und Diskussion der selbst erhobenen Verletzungsdaten, unterteilt nach Häufigkeit, Lokalisation und Verletzungsart.
Die zentralen Begriffe sind Budosport, Verletzungsprävention, Sporttraumatologie, Wettkampfregeln, Kontusionen, Frakturen sowie motorische Hauptbeanspruchungsformen wie Koordination und Kraft.
Im Judo treten vermehrt Verletzungen durch Wurf- und Hebeltechniken auf, wobei der Griffkontakt am Gegner eine spezifische Belastung darstellt, was sich in einer höheren Anzahl an Frakturen an Fingern und Zehen widerspiegelt.
Die Studie deutet darauf hin, dass Schutzausrüstung (z.B. Kopfschutz, Weste) das Risiko für schwerwiegende Verletzungen im Wettkampf signifikant senkt und daher deren Nutzung, besonders im Training, von Trainern gefördert werden sollte.
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