Bachelorarbeit, 2023
79 Seiten, Note: 1,8
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Gang der Arbeit
2 Rahmenbedingungen – Deutschlands Klimaschutzziele
2.1 Vorstellung der Klimasektoren
2.2 Verkehrssektor im Fokus
2.3 Vergleich der Verkehrsträger
2.3.1 Modal Split der BRD
2.3.2 THG-Emissionen je Verkehrsträger
2.3.3 Kosten des Verkehrs
3 Mobilität und Verkehr in Deutschland
3.1 Deutschland – Eine Autofahrernation
3.1.1 Des Deutschen liebstes Verkehrsmittel
3.1.2 Subventionen für den MIV
3.1.3 Einflüsse bei der Verkehrsmittelwahl
3.1.4 Vorherrschende Narrative im Diskurs
3.2 Öffentlicher Personenverkehr in der BRD
3.2.1 Rechtliche Rahmenbedingungen auf Bundesebene
3.2.2 Organisation des ÖPNV am Beispiel NRW
3.2.3 Organisation des öffentlichen Personenfernverkehrs
3.3 Mobilitätsangebote abseits des klassischen ÖPNV
3.3.1 Stationsbasierte Sharing-Angebote
3.3.2 Free-floating-Sharing-Angebote
3.3.3 On-Demand-Mobilität
3.4 Umweltverbund
4 Vernetzte Mobilität als Pullfaktor zum Umstieg auf den Umweltverbund
4.1 Physische Vernetzung von Verkehrsmitteln
4.1.1 Park+Ride und Bike+Ride-Anlagen
4.1.2 Mobilstationen
4.2 Mobility as a Service
4.3 Fahrgastgewinnung durch neue Preis- und Tarifmodelle
4.4 Nutzen der Digitalisierung bei der Vernetzung von Mobilitätsangeboten
4.5 Good Practices national und international
4.5.1 NRW – Digitalisierungsoffensive, MaaS NRW und Mobilstationen
4.5.2 Bundeshauptstadt Wien - WienMobil bzw. Wiener Modell
4.5.3 Stadt Helsinki - Whim
4.5.4 Stadt Berlin - Jelbi
5 Kritische Würdigung und Handlungsempfehlungen
5.1 Handlungsempfehlungen
5.2 Finanzierungsmöglichkeiten
6 Fazit
6.1 Zielerreichung
6.2 Perspektiven
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial vernetzter Mobilitätsangebote, um als Pullfaktor den Umstieg vom motorisierten Individualverkehr auf den umweltfreundlicheren Umweltverbund zu fördern und somit aktiv zur Erreichung von Klimaschutzzielen beizutragen.
Mobility as a Service
Mobility as a Service (MaaS) ist ein noch junges Konzept, welches Nutzern eine integrierte, multimodale Mobilitätslösung bereitstellt. Das Ziel von MaaS ist es, den Zugang zu verschiedenen Verkehrsträgern und -dienstleistungen über eine einzige Anwendung zu ermöglichen, die auf die individuellen Bedürfnisse der Reisenden zugeschnitten ist. Als Vater von MaaS gilt der Finne Sampo Hietanen, welcher sein MaaS-Konzept im Rahmen des ITS-Europe-Kongresses 2014 in Helsinki zum ersten Mal einem breiten Publikum vorstellte.
Im weitesten Sinne kann MaaS als Produkt beschrieben werden, das Nutzern den Zugang zu einer Vielzahl öffentlicher und privater Mobilitätsdiensten ermöglicht. MaaS bündelt dabei verschiedene Mobilitätsformen wie den klassischen ÖPNV, Carsharing, Leihfahrräder, E-Roller und On-Demand-Verkehre in einer Plattform. Reisende können damit ihren anstehenden Weg von Tür zu Tür planen, buchen und bezahlen, ohne sich dabei auf ein bestimmtes Verkehrsmittel festlegen zu müssen. Smartphones und eine Internetverbindung spielen für die Nutzung von MaaS-Plattformen eine entscheidende Rolle, da sie als zentrales Instrument dienen, um auf die MaaS-Dienste zuzugreifen und sie zu nutzen.
Bisher war es üblich die einzelnen Verkehrsangebote getrennt voneinander zu betrachten. Die Planung einer Reise, die Buchung des Angebots und die Bezahlung des Preises der einzelnen Anbieter mussten über die jeweiligen Apps oder Shops vorgenommen werden. Es gibt jedoch einen zunehmenden Bedarf an nahtlosen, integrierten Mobilitätslösungen, um eine effiziente und nachhaltige Nutzung von Verkehrsmitteln zu ermöglichen.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die globale Herausforderung des Klimaschutzes und die spezifische Problematik des deutschen Verkehrssektors dar, wobei die Zielsetzung und die methodische Vorgehensweise erläutert werden.
2 Rahmenbedingungen – Deutschlands Klimaschutzziele: In diesem Kapitel werden die nationalen Klimaziele gemäß KSG aufgezeigt und die Bedeutung der einzelnen Sektoren sowie der Fokus auf den Verkehrssektor beleuchtet.
3 Mobilität und Verkehr in Deutschland: Hier wird der Status quo des deutschen Verkehrs erläutert, insbesondere die Dominanz des Pkw, die bestehenden Subventionen und die öffentliche sowie alternative Verkehrsangebote.
4 Vernetzte Mobilität als Pullfaktor zum Umstieg auf den Umweltverbund: Dieses Kapitel untersucht die Möglichkeiten der physischen und digitalen Vernetzung von Mobilitätsangeboten, wie MaaS und Mobilstationen, sowie Praxisbeispiele.
5 Kritische Würdigung und Handlungsempfehlungen: Es erfolgt eine kritische Einordnung der Ergebnisse und es werden konkrete Handlungsempfehlungen und Finanzierungsmöglichkeiten für eine nachhaltige Verkehrswende formuliert.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Zielerreichung zusammen und gibt einen Ausblick auf die notwendige Transformation des Verkehrssektors in Richtung Treibhausgasneutralität.
Klimaschutz, Verkehrswende, Umweltverbund, MIV, ÖPNV, Mobilität, Digitalisierung, Vernetzte Mobilität, MaaS, Mobilstationen, Klimaschutzgesetz, Nachhaltigkeit, Treibhausgasemissionen, Stadtplanung, Finanzierung.
Die Arbeit analysiert, wie durch eine gezielte Vernetzung verschiedener Mobilitätsangebote der motorisierte Individualverkehr reduziert und der Umstieg auf umweltfreundliche Fortbewegungsmittel im Sinne des Klimaschutzes gefördert werden kann.
Zentrale Themen sind die Klimaschutzziele der Bundesregierung, die Analyse des deutschen Verkehrsmarktes inklusive seiner Subventionsstrukturen, das Konzept der "Mobility as a Service" (MaaS) sowie die Rolle der Digitalisierung für die Verkehrswende.
Das Ziel ist es zu untersuchen, wie die Vernetzung von Mobilitätsangeboten zum Klimaschutz beitragen kann und welche spezifischen Maßnahmen, insbesondere digitale Plattformen und multimodale Stationen, hierbei am effektivsten sind.
Die Arbeit basiert auf einem Desk-Research-Verfahren, bei dem der aktuelle Stand der Forschung und Literatur umfassend recherchiert sowie durch Auswertung von Praxisbeispielen, Statistiken und Konzepten ergänzt wird.
Im Hauptteil werden zunächst die Rahmenbedingungen und Mobilitätsmuster in Deutschland analysiert, gefolgt von einer detaillierten Betrachtung vernetzter Mobilitätsmodelle und einem Vergleich internationaler "Good Practice"-Beispiele aus Wien, Helsinki und Berlin.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Klimaschutz, Verkehrswende, Vernetzte Mobilität, ÖPNV und "Mobility as a Service" (MaaS) beschreiben.
Die Digitalisierung bildet das Fundament für "MaaS"-Anwendungen, die Reisenden eine nahtlose Planung, Buchung und Bezahlung verschiedenster Verkehrsmittel in einer einzigen App ermöglichen, was die Hemmschwelle für einen Verzicht auf das eigene Auto senkt.
Mobilstationen dienen als zentrale multimodale Knotenpunkte, die den ÖPNV mit anderen flexiblen Angeboten wie Sharing-Diensten oder dem Fahrrad verknüpfen und so das Reisen von Tür zu Tür erleichtern.
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