Magisterarbeit, 2003
106 Seiten, Note: 1,7
Einleitung
Platons Ideenlehre
Liebe und Eros in der Antike
Platons Eros
Zusammenfassung
Die Figur der Diotima
Die verschiedenen Arten der Liebe
Der antike Liebesroman
Eros im antiken Liebesroman
Antike und Romantik
Platon in der Romantik
Charakteristik der Romantik
Deutsche romantische Lebensphilosophie unter dem Einfluß der Antike
Klassik und Romantik
Liebe und Eros in der deutschen Romantik
Die antike Begrifflichkeit vom Eros und von der Liebe bei Friedrich Schlegel in „Lucinde“
Einflüsse
Caroline Böhmer
Die neue Mythologie
Müßiggang
Der Begriff der Natur
Die Rolle der Frau als Naturwesen
Der „Diotima-Aufsatz“
Die Struktur des Romans
Rollentausch
Die Prometheusgeschichte
Die Synthese von Geist und Eros
Die Stufen der Liebe
Reaktionen der Freunde
Diotima-Lucinde – Die Auffassung der Liebe bei Friedrich Schlegel
Romantische Liebe
Die antike Begrifflichkeit vom Eros und von der Liebe bei Friedrich Hölderlin im „Hyperion“
Einflüsse
Die Struktur des Romans
Figurenkomposition
Diotima
Der Begriff der Liebe
Spinoza und seine Bedeutung für „Hyperion“
Das Wesen der Schönheit
Die Elemente der Romantik
Die Aspekte des Griechenlandbildes im „Hyperion“
Griechenland – Ideenreich unsterblicher Schönheit
Der Begriff der Natur
Eros bei Friedrich Hölderlin
Eros bei Friedrich Schlegel
Die Verständnisparallelen beider Romane
Romantische Liebe ist ganzheitliche Liebe
Die vorliegende Magisterarbeit analysiert die antike Eros- und Liebeskonzeption, wie sie in Platons „Symposion“ durch Sokrates und Diotima überliefert wird, und untersucht deren fundamentale Auswirkungen auf das Liebesverständnis der deutschen Romantiker Friedrich Schlegel und Friedrich Hölderlin.
Die Figur der Diotima
Das Wissen Diotimas in Platons Symposion, in ihrer Eigenschaft als Seherin und damit Verkünderin göttlichen Wortes, entzieht sich dem willkürlichen und vor allem dem allzeit verfügbaren Zugriff. Diotimas Wirkungsbereich gleicht in mancher Hinsicht dem des Eros. Die Seherin ist einerseits Sokrates philosophische Lehrerin, anderseits aber auch Verwalterin und Bewahrerin eines nicht ohne weiteres zugänglichen Wissens, und steht damit auf Seiten der Gottheit.
„Diotima ist in diesem Miteinander von Logischem und Mystischen ein Spiegelbild des von ihr geschilderten Eros.“
Sokrates führt in ein von Männern abgehaltenes Symposion eine Frau ein. Eine Reihe von inneren Notwendigkeiten begründen diese Wahl. In erster Linie geht es hier um die Zeugung und Geburt, in zweiter Linie kann nur eine Seherin die Wahrheit verkünden und drittens, geht es um die Destruktion des Weiblichen. Es muss an dieser Stelle berücksichtigt werden, dass die Rolle der Frau in der Antike sich auf die Unterhaltung der Männer, Haushalt, ihre eigene Schönheit und die Rolle der Mutter beschränkt wurde. Die Frau als Gelehrte war eine Seltenheit.
„Wohl um die Demütigung seines Gegenübers zu mildern, aufkommende Erregung ins Leere zu lenken und seinen Diskurs darüber hinaus ins Unangreifbare zu rücken, führt Sokrates die Gestalt der Diotima ein, welche, wie er vorgibt, ihn unterrichtet habe über die Dinge der Liebe und die Wahrheit des Eros.“
Die Stimme der Frau verdrängt Eros endgültig aus seiner göttlichen Position.
Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz der Liebe als zentrales philosophisches und romantisches Thema ein und skizziert die methodische Untersuchung der antiken Eros-Theorie bei Schlegel und Hölderlin.
Platons Ideenlehre: Das Kapitel erläutert die platonische Teilung der Welt in Wahrnehmungs- und Ideenreich sowie den Stellenwert der Vernunft für die Erkenntnis ewiger Formen.
Liebe und Eros in der Antike: Hier wird der Ursprungsmythos der Liebe bei Aristophanes und die Rolle der Diotima als Vermittlerin göttlicher Weisheit dargestellt.
Platons Eros: Dieses Kapitel definiert Eros bei Platon nicht als sinnliches Verlangen, sondern als zielgerichtetes Streben nach dem Schönen, Guten und der höchsten Wirklichkeit.
Zusammenfassung: Eine komprimierte Darstellung der vorangegangenen Kapitel, die Eros als Symbol menschlichen Strebens nach dem Vollkommenen resümiert.
Die Figur der Diotima: Diese Analyse beleuchtet Diotimas Status als Seherin und deren Funktion bei der Einführung des Weiblichen in den männlich dominierten philosophischen Diskurs.
Die verschiedenen Arten der Liebe: Ein Überblick über soziologische und psychologische Klassifikationen von Liebesstilen, von Eros über Storge bis hin zu Mania und Agape.
Platon, Eros, Diotima, Friedrich Schlegel, Friedrich Hölderlin, Romantik, Lucinde, Hyperion, Ideenlehre, Romantische Liebe, Philosophie, Griechentum, Mythologie, Antike, Lebensphilosophie.
Die Arbeit untersucht die Rezeption der antiken platonischen Eros-Konzeption durch die deutschen Romantiker Friedrich Schlegel und Friedrich Hölderlin.
Die zentralen Themen sind das platonische Ideenreich, die Figur der Diotima, das romantische Frauenbild sowie die philosophische Grundlegung der Liebe bei Schlegel und Hölderlin.
Das Ziel ist es, zu erörtern, wie die antike Theorie der Liebe die deutschen Romantiker beeinflusste und wie diese ihre eigenen Romanfiguren auf Basis dieser Theorie konstruierten.
Die Arbeit verwendet eine literaturwissenschaftliche und philosophiehistorische Analyse der Primärquellen (Dialoge Platons, Romane von Schlegel und Hölderlin) und setzt diese in den Kontext der zeitgenössischen Forschung.
Der Hauptteil behandelt tiefgehend die philosophischen Grundlagen (Ideenlehre), die literarische Adaption in den Werken „Lucinde“ und „Hyperion“ sowie die kritische Reflexion des Liebesbegriffs durch die Zeitgenossen.
Die wichtigsten Schlagworte sind Platon, Diotima, Romantik, Eros, Lucinde, Hyperion, Liebe und Idealismus.
Caroline Böhmer wird als reale Inspirationsquelle für die Figur der Lucinde identifiziert; sie schärfte Schlegels Verständnis der frühgriechischen Diotima-Figur.
Während die platonische Diotima als philosophische Lehrerin fungiert, fungiert Hölderlins Diotima bei „Hyperion“ eher als eine in die Dichtung zurückkehrende, idealisierte Figur, die für die Einheit von Natur und Mensch steht.
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