Diplomarbeit, 2009
143 Seiten
1. Einleitung
2. Organisation
2.1 Definitionen
2.1.1 Organisation
2.1.2 Prozesse
2.2 Grundlagen
2.2.1 Unterorganisation und Überorganisation
2.2.1.1 Unterorganisation
2.2.1.2 Überorganisation
2.2.2 Improvisation und Disposition
2.2.2.1 Improvisation
2.2.2.2 Disposition
2.3 Organisatorische Ziele
2.3.1 Organisationsziele
2.3.2 Kundenziele
2.3.3 Mitarbeiterziele
2.4 Organisationsinstrumente
2.4.1 Istaufnahmetechniken
2.4.1.1 Interview
2.4.1.2 Beobachtung
2.4.1.3 Fragebogen
2.4.1.4 Selbstaufschreibung
2.4.1.5 Multimomentaufnahme
2.4.1.6 Dokumentationsauswertung
2.4.1.7 Experiment
2.4.2 Analysetechniken
2.4.2.1 Benchmarking
2.4.2.2. Checklistentraining
2.4.2.3 Wirtschaftlichkeitsanalyse
2.4.2.4 Schwachstellenanalyse
2.4.2.5 ABC- Analyse
2.4.3 Kreativitätstechniken
2.5 Aufgaben der Aufbauorganisation
2.5.1 Aufgabenanalyse
2.5.2 Aufgabensynthese
2.5.2.1 Stellenbildung
2.5.2.2 Kompetenz und Verantwortung
2.5.2.3 Instanzen und Abteilungsbildung
2.5.2.4 Zentralisation und Dezentralisation
2.6 Prozessorganisation
2.6.1 Systemanalyse
2.6.1.1 Ist-Aufnahme
2.6.1.2 Ist-Analyse
2.6.2 Systemgestaltung
2.6.2.1 Groborganisation
2.6.2.2 Prozessgestaltung
2.6.2.3 Arbeitsinhaltsgestaltung
2.6.2.4 Programmierung
2.6.3 Systemeinführung
2.6.3.1 Einführungsvorbereitungen
2.6.3.2 Systemanlauf
2.6.3.3 Systemkontrolle
3. OP-Organisation
3.1 Umstrukturierung im Gesundheitswesen
3.3 Zielsetzungen und Probleme der Reorganisation einer Operationsabteilung
3.4 Auslastungsprobleme einer Operationsabteilung
3.5 Lernaspekte aus der Flugplanung
3.6 OP-Management
3.7 Zusammenarbeit mit dem niedergelassenen Bereich
3.8 Anreizsysteme
4. Stationäres und ambulantes Operieren
4.1 Stationäres Operieren
4.2 Ambulantes Operieren nach § 115b SGB V
5. Das Beispiel Klinikum
6. Bestandsaufnahme und Optimierung der OP-Abläufe im Beispielklinikum
6.1 Bestandsaufnahme und Analyse der Rahmenbedingungen
6.1.1 Struktur
6.1.2 Anzahl und Qualifikation der Mitarbeiter
6.1.3 OP-Verfahren und Therapie
6.1.3.1 Unfallchirurgie
6.1.3.2 Allgemeinchirurgie
6.1.3.3 Orthopädische Chirurgie
6.1.3.4 Plastische und Handchirurgische Abteilung
6.1.3.5 Urologische Abteilung
6.1.3.6 Gynäkologie und Geburtshilfe
6.1.3.7 Hals-Nasen-Ohren Abteilung
6.1.4 OP-Zeiten
6.1.5 Bauliche Gegebenheiten der Operationsabteilung
6.1.6 Plätze im Aufwachraum
6.1.7 Erläuterung der verwendeten OP-Dokumentation
6.1.8 Anzahl der ambulanten und stationären Eingriffe nach Fachabteilungen
6.1.9 Erhebung der OP-relevanten Zeiten
6.1.9.1 Schnitt-Nahtzeiten
6.1.9.2 Vor- und Nachbereitungszeiten
6.2 Optimierung der OP-Zeiten
6.2.1 Auslastung einzelner OP-Säle
6.2.2 Modelle zur Strukturierung der OP-Zeiten
6.2.3 Bewertung der Modelle für das Beispiel Klinikum
6.2.4 Erstellung eines Hauskataloges der am häufigsten durchgeführten Operationen
6.2.5 Integration relevanter Zeiten in die EDV
6.2.6 Planung einer Notfallkapazität
6.2.7 Planung einer zukünftigen Erhebung von Wartezeiten vor den Operationen
6.2.8 Integration ambulantes Operieren
6.2.9 Integration des niedergelassenen Bereichs
6.2.10 Ergebnisse des Konzeptes über die zukünftige Planung der Operationen
7. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten zur Prozessoptimierung in der Operationsabteilung eines Krankenhauses unter besonderer Berücksichtigung des Spannungsfeldes zwischen stationärem und ambulantem Operieren. Ziel ist es, bestehende Abläufe zu analysieren, neue Kapazitäten durch eine straffere OP-Organisation zu schaffen und die Operationszeiten mittels eines Hauskatalogs in das EDV-System zu integrieren.
2.4.1.1 Interview
Bei der Anwendung der Interviewtechnik werden die zu befragenden Personen durch gezielte Fragen zu einer Abgabe verbaler Informationen veranlasst.
Hinsichtlich der Antwortmöglichkeiten wird in der Literatur zwischen offenen und geschlossenen Fragen unterschieden. Die geschlossenen Fragen geben im Gegensatz zu den offenen verschiedene Antwortmöglichkeiten vor.
Die Vorteile dieser Interviewbefragung sind die Ermittlung des Ist-Zustandes, es eröffnet dem Interviewer die Möglichkeit von Zusatzfragen, es besteht bei Mengen oder Zeitangeben die Möglichkeit der direkten Inaugenscheinnahme und der Befragte wird hinsichtlich organisatorischer Tatbestände motiviert.
Nachteile dieser Organisationstechnik sind ein relativ hoher Zeitaufwand und dadurch bedingte hohe Kosten.
1. Einleitung: Diese Einleitung beschreibt den steigenden Kostendruck im Gesundheitswesen und begründet die Notwendigkeit, durch effiziente Prozessorganisation, insbesondere im kostenintensiven Operationsbereich, Rationalisierungspotenziale zu erschließen.
2. Organisation: Das Kapitel vermittelt die theoretischen Grundlagen der betrieblichen Organisation, erläutert Organisationsinstrumente wie Istaufnahme- und Analysetechniken und legt die Prinzipien der Aufbau- sowie Prozessorganisation dar.
3. OP-Organisation: Hier werden die spezifischen Herausforderungen im Operationsbereich adressiert, wie etwa die Koordination verschiedener Berufsgruppen, der Umgang mit Störfaktoren und die Bedeutung einer marktorientierten Unternehmensführung.
4. Stationäres und ambulantes Operieren: Es wird die gesetzliche und organisatorische Unterscheidung zwischen vollstationärer Behandlung und ambulanten Eingriffen nach § 115b SGB V erläutert.
5. Das Beispiel Klinikum: Dieses Kapitel stellt das untersuchte Lehrkrankenhaus vor und liefert eine detaillierte Übersicht der wichtigsten betriebswirtschaftlichen Kennzahlen des Jahres 2004.
6. Bestandsaufnahme und Optimierung der OP-Abläufe im Beispielklinikum: Das Kapitel bietet eine detaillierte Ist-Analyse der Rahmenbedingungen und führt Schritt für Schritt die Konzepte zur Optimierung der OP-Zeiten, der EDV-Integration sowie der Einbindung des niedergelassenen Bereichs aus.
7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und betont, dass eine ständige Weiterentwicklung der Kennzahlen sowie eine qualifizierte Personalsteuerung essenziell für eine nachhaltige Verbesserung der OP-Auslastung sind.
OP-Organisation, Prozessoptimierung, Krankenhausmanagement, Operationsabteilung, Hauskatalog, OP-Auslastung, ambulantes Operieren, Systemanalyse, Prozessgestaltung, Benchmarking, Wirtschaftlichkeit, OP-Planung, Ressourcenmanagement, Schnitt-Nahtzeit, EDV-Integration.
Die Arbeit befasst sich mit der Bestandsaufnahme und Optimierung von Operationsabläufen in einem Krankenhaus, um durch eine effizientere Organisation die Kapazitäten zu steigern und Kosten zu senken.
Zu den Schwerpunkten gehören die allgemeine Organisationslehre, die spezifische Organisation von OP-Bereichen, der Vergleich zwischen stationärem und ambulantem Operieren sowie der Einsatz moderner EDV-Planungssysteme.
Das Hauptziel ist die Prozessoptimierung im Spannungsfeld zwischen stationärem und ambulantem Operieren, insbesondere durch die Entwicklung eines Hauskatalogs für Operationszeiten.
Die Arbeit nutzt Methoden der Systemanalyse, darunter Interviews, Dokumentationsauswertungen und die Analyse quantitativer Ist-Daten, um Optimierungspotenziale im Beispielklinikum zu identifizieren.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen der Prozessorganisation, die detaillierte Analyse der OP-Rahmenbedingungen sowie die praktische Implementierung von Optimierungsmodellen im Beispielklinikum.
Wichtige Begriffe sind OP-Management, Prozessorganisation, Auslastungsoptimierung, Hauskatalog für OP-Zeiten und die Integration des ambulanten Operierens.
Der Hauskatalog ist ein zentrales Instrument zur realistischen Planung von Operationszeiten, welches individuelle Erfahrungen und Schnitt-Nahtzeiten berücksichtigt, um Überplanungen und teure Überstunden zu vermeiden.
Die Befragung der niedergelassenen Ärzte hilft, die Qualität der Zusammenarbeit zu verbessern und das Einweiserverhalten positiv zu beeinflussen, was wiederum eine gleichmäßigere Auslastung des Krankenhauses ermöglicht.
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