Diplomarbeit, 2008
182 Seiten, Note: 1,7
1 Begriffsklärung Bilingualismus
1.1 Arten des Bilingualismus
1.1.1 Kollektiver Bilingualismus
1.1.2 Individueller Bilingualismus
1.1.2.1 Simultaner Früh-Bilingualismus
1.1.2.2 Konsekutiver Bilingualismus
1.1.2.3 Subtraktiver und additiver Bilingualismus
1.1.2.4 Später Bilingualismus
1.2 Einige Definitionen von Bilingualismus
1.2.1 Normative Definitionen
1.2.2 Methodologische Definitionen
1.2.3 Beschreibende Definitionen
1.3 Ansatz für die vorliegende Arbeit
2 Spracherwerb des Kindes
2.1 Der Spracherwerb
2.1.1 Ablauf des Spracherwerbs
2.1.2 Was sollte das Kind können?
2.1.3 Die sprachliche Kompetenz
2.1.3.1 Sprachliche Kompetenz im engeren Sinne
2.1.3.2 Soziolinguistische Kompetenz
2.1.3.3 Strategische Kompetenz
2.1.3.4 Sprachlogische Kompetenz
2.2 Doppelter Spracherwerb
2.2.1 Ablauf des doppelten Spracherwerbs
2.2.2 Einflüsse auf den doppelten Spracherwerb
2.2.2.1 Das Umfeld
2.2.2.2 Die Familie
3 Spracherwerbsmodelle für die zweisprachige Kindererziehung
3.1 Eine Person – eine Sprache
3.1.1 Funktionsweise von „Eine Person – eine Sprache“
3.1.2 Konsequenz bei Wahl des Modells „eine Person – eine Sprache“
3.2 Situationsbedingte Sprachtrennung
3.2.1 Ein Elternteil ist oft unterwegs
3.2.2 Der erste Satz zählt
3.2.3 Familiensprache – Umgebungssprache
3.3 Eine Familie – drei Sprachen?
3.4 Allgemeine Bedingungen für die Wahl des Spracherwerbsmodells
4 Probleme bei zweisprachiger Kindererziehung
4.1 Die Familie verändert sich
4.1.1 Trennung der Eltern
4.1.2 Neue Partner der Eltern
4.1.3 Adoption und Mehrsprachigkeit
4.1.4 Behinderung und Mehrsprachigkeit
4.2 Mischsprache, Interferenz und Semilingualismus
4.2.1 Mischsprache
4.2.2 Interferenz
4.2.3 Semilingualismus
4.3 Sprachverweigerung
4.3.1 Ursachen der Sprachverweigerung
4.3.2 Umgang der Eltern mit Sprachverweigerung
4.4 Schule und Kindergarten
4.4.1 Der Kindergarten
4.4.2 Die Schule
4.4.2.1 Lesen
4.4.2.2 Schreiben
4.4.2.3 Zählen und Rechnen
4.5 Sprachförderung durch die Eltern
5 Die Umfrage
5.1 Der Inhalt
5.2 Die Auswertung
5.2.1 Angaben zur mehrsprachigen Erziehung
5.2.1.1 Erwerb beider Sprachen gleichzeitig
5.2.1.2 Erwerb beider Sprachen nacheinander
5.2.1.3 Gescheiterter Versuch des bilingualen Spracherwerbs
5.2.2 Das Verhältnis der Sprachen
5.2.3 Fragen zum Ausmaß der Sprachbeherrschung
5.2.4 Persönliches Verhältnis zur Zwei- und Mehrsprachigkeit
6 Zusammenfassung der Ergebnisse
7 Schlussfolgerungen und offene Fragen
Diese Arbeit untersucht die komplexen Prozesse und Herausforderungen bei der zweisprachigen Kindererziehung in Familien mit Elternteilen aus unterschiedlichen Sprachkreisen. Ziel ist es, die theoretischen Grundlagen des Spracherwerbs zu beleuchten, verschiedene Erziehungsmodelle zu bewerten und basierend auf einer Umfrage praktische Handlungsempfehlungen zur Überwindung auftretender Schwierigkeiten zu formulieren.
1.1.1 Kollektiver Bilingualismus
Der kollektive Bilingualismus wird oft unter dem Begriff „mehrsprachige Gesellschaft“ zusammengefasst. Es gibt keine klare Begrifflichkeit, da sich häufig Widersprüche ergeben.
Eine Gesellschaft kann als bilingual (bzw. mehrsprachig) bezeichnet werden, wenn es zwei oder mehrere Amtssprachen gibt, wie es z. B. in der Schweiz der Fall ist.
Es gibt aber auch Gesellschaften, die inoffiziell zwei oder mehrere Sprachen regelmäßig verwenden, vermischen oder für verschiedene Lebensbereiche unterschiedlich verwenden.
Allgemein kann man sagen, dass der kollektive Bilingualismus ein auf eine Bevölkerungsgruppe bezogener Bilingualismus ist.
Begriffsklärung Bilingualismus: Dieses Kapitel definiert die verschiedenen Formen des Bilingualismus, wie den kollektiven und individuellen Spracherwerb, und erarbeitet eine für die Arbeit grundlegende Definition.
Spracherwerb des Kindes: Hier wird der natürliche Ablauf des Spracherwerbs vom Säugling bis zum Schulkind beschrieben, inklusive der verschiedenen Phasen und sprachlichen Kompetenzbereiche.
Spracherwerbsmodelle für die zweisprachige Kindererziehung: Es werden praxisnahe Modelle wie "Eine Person – eine Sprache" oder situationsbedingte Sprachtrennung vorgestellt, die Eltern als Orientierung dienen können.
Probleme bei zweisprachiger Kindererziehung: Dieses Kapitel beleuchtet Hürden wie familiäre Veränderungen, Sprachverweigerung oder den Einfluss des Schulalltags und bietet Lösungsansätze.
Die Umfrage: Hier werden Inhalt, Methodik und Ergebnisse einer Befragung von zehn bilingual aufgewachsenen Personen präsentiert, die ihre eigenen Erfahrungen reflektieren.
Zusammenfassung der Ergebnisse: Dieses Kapitel resümiert die wichtigsten Erkenntnisse der Arbeit hinsichtlich des bilingualen Aufwachsens und der Einflussfaktoren.
Schlussfolgerungen und offene Fragen: Abschließend werden die eingangs aufgestellten Thesen evaluiert und ein Ausblick auf den Stellenwert zweisprachiger Erziehung gegeben.
Bilingualismus, mehrsprachige Erziehung, Spracherwerb, Familiensprache, Umgebungssprache, Sprachkompetenz, Interferenz, Sprachverweigerung, Identitätsbildung, Bikulturalismus, Sprachentwicklung, Sprachförderung, Zweisprachigkeit, Sprachtrennung, Sprachbeherrschung.
Die Arbeit befasst sich mit der zweisprachigen Erziehung von Kindern in Familien, bei denen die Elternteile aus unterschiedlichen sprachlichen oder kulturellen Hintergründen stammen.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des Bilingualismus, verschiedene Modelle der Spracherziehung, die Herausforderungen bei der Umsetzung im Familienalltag sowie die Analyse von Erfahrungen bilingual aufgewachsener Erwachsener.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Kinder erfolgreich zweisprachig erzogen werden können, indem Theorien und praktische Modelle erläutert und typische Probleme sowie deren Lösungsmöglichkeiten analysiert werden.
Neben einer umfangreichen Literatur- und Internetrecherche führt die Autorin eine qualitative Umfrage unter zehn bilingual aufgewachsenen Personen durch, um deren subjektive Einschätzungen und Erfahrungen zu erfassen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Aspekte zum Spracherwerb, eine detaillierte Erläuterung von Erziehungsmodellen (wie "Eine Person – eine Sprache") und eine eingehende Problemanalyse, die von Trennung der Eltern bis hin zur schulischen Förderung reicht.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Bilingualismus, Spracherwerb, Erziehungsmodelle, Mehrsprachigkeit und Sprachförderung in der Familie charakterisieren.
Geschwister spielen eine wichtige Rolle, da sie als "Peers" die Motivation steigern können, aber auch dazu neigen, die Umgebungssprache zur Hauptsprache innerhalb der Gruppe zu machen, was die Kompetenz der Erstsprache beeinflussen kann.
Ja, die Arbeit argumentiert, dass auch Kinder mit geistigen Behinderungen oder Syndromen von einer zweisprachigen Erziehung profitieren können, solange die Zuneigung und die familiäre Bindung im Vordergrund stehen und die Sprache nicht als Überforderung empfunden wird.
Die Umfrage zeigt, dass die Mehrheit der Befragten ihre zweisprachige Erziehung als Bereicherung empfindet und die sprachliche Flexibilität als Vorteil im Berufs- und Privatleben wertschätzt.
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