Diplomarbeit, 2010
335 Seiten, Note: 1
Diese Abschlussarbeit befasst sich mit der Analyse der komplexen Arrangements in privaten österreichischen Haushalten im Kontext von Geschlecht, Ethnie und Klasse. Die Autorinnen untersuchen, wie sich die Arbeitsteilung innerhalb von Familien gestaltet und welche Rolle dabei soziale und kulturelle Faktoren spielen.
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, in der die Autorinnen den Kontext der Arbeit und ihren theoretischen Ansatz erläutern. Anschließend wird in Kapitel 3 die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung in privaten Haushalten betrachtet. Dabei werden die Entwicklungen vom 19. Jahrhundert bis in die heutige Zeit sowie die Auswirkungen der Technisierung und des Wandels der Familienstrukturen untersucht. Kapitel 4 befasst sich mit dem wohlfahrtsstaatlichen Geschlechterregime in Österreich und analysiert die relevanten Gesetze und politischen Initiativen.
Kapitel 5 stellt den intersektionalen Ansatz vor, der die Interdependenz von Geschlecht, Ethnie und Klasse beleuchtet. In diesem Zusammenhang wird die Bedeutung von Migration und Identitätskonstruktion für die Arbeitsteilung in privaten Haushalten untersucht. Kapitel 6 befasst sich mit den politischen Dimensionen und Strategien zur Veränderung der Ungleichheit. Dabei werden Themen wie Staatsbürgerschaft, Rassismus und Illegalisierung der Arbeit diskutiert. Die Arbeit schließt mit einer empirischen Untersuchung, in der drei Einzelfälle analysiert werden.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Themen Geschlecht, Ethnie, Klasse, Arbeitsteilung, Familienstrukturen, Wohlfahrtsstaat, Intersektionalität, Migration, Identitätskonstruktion, politische Dimensionen, Strategien, Illegalisierung, Empirische Forschung, Österreich.
Die Arbeit untersucht, welche politischen und ökonomischen Faktoren die Abgabe von Hausarbeit an Migrantinnen bedingen und wie dies die Identität von Arbeitgeberinnen und Arbeitnehmerinnen beeinflusst.
Intersektionalität beschreibt die Überschneidung verschiedener Diskriminierungsformen wie Geschlecht, Ethnie und Klasse, die die Lebensrealität von Migrantinnen in privaten Haushalten prägen.
Die Arbeit spannt den Bogen von der bürgerlichen Geschlechterideologie der Romantik und den Dienstmädchen des 19. Jahrhunderts bis hin zu modernen Dienstbotinnen in heutigen Haushalten.
Es wird analysiert, wie das österreichische Geschlechterregime und politische Initiativen (z.B. „Halbe/Halbe“) die Verteilung von Sorgearbeit beeinflussen oder zementieren.
Es wurde eine qualitative empirische Untersuchung durchgeführt, die auf mehreren Interviews mit Arbeitgeberinnen und Arbeitnehmerinnen basiert und mittels Einzelfallanalysen ausgewertet wurde.
Damit ist der Prozess gemeint, bei dem Hausarbeit zunehmend als Aufgabe von Frauen mit Migrationshintergrund wahrgenommen und an diese delegiert wird, oft unter prekären Bedingungen.
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