Wissenschaftliche Studie, 2007
20 Seiten, Note: 2,0
I EINLEITUNG
1 Gegenstand und Aufgabe der Arbeit
2 Begründung der Übersetzung
II PREDIGTMEDITATION
1 Reflexion über den Text
Literarischer Kontext
Historischer Kontext
Kommentar
2 Reflexion über mich
3 Hermeneutische Reflexion
4 Die Predigthörer und ihre Situation
5 Der Predigtanlass
6 Predigtziele
7 Motto + Gliederung
III PREDIGT: FINGER WEG – MEINS!
1 Einleitung: Gott baut seine Gemeinde (Kontext)
2 Hauptteil
A) Christen wachen über ihre Motive (1-4a; 7-9)
B) Gott wacht über seine Gemeinde (4b-6; 10-11)
3 Schluss
Die vorliegende Examenspredigt thematisiert die Erzählung von Hananias und Saphira (Apg 5,1-11) mit dem Ziel, die Gemeinde als Gottes heiligem Eigentum darzustellen und die Hörer zu einer ehrlichen, transparenten Lebensführung zu motivieren.
Hananias wird mit dem Tod bestraft (V. 3-6)
Durch den Heiligen Geist entlarvt Petrus die Lüge des Hananias als Angriff des Teufels und deckt den Betrugsversuch mit einer rhetorischen Frage auf: „Warum hat der Satan von deinen Herzen Besitz genommen, dass du den Heiligen Geist belogest und einen Teil von dem Erlös des Grundstückes unterschlugst?“. Auch wenn es Hananias nicht bewusst ist, so handelte er doch im Interesse des Teufels, als er einen Teil des Geldes unterschlug. Die Antwort, warum der Satan Hananias’ Herz erfüllt hat, wird von Petrus nicht erwartet, sie liegt aber auf der Hand: damit der Teufel sein Herz beeinflussen konnte, muss er sich aus der Gemeinschaft mit Gott entfernt haben. Wir wissen nicht, inwieweit Hananias eine echte Bekehrung und Erfüllung mit dem Heiligen Geist erlebt hat, sein Handeln ist jedenfalls nicht davon geprägt, weil es sich sonst durch Herzlichkeit, Selbstlosigkeit und Ehrlichkeit auszeichnen würde. Johannes würde dazu sagen, dass Hananias und Saphira nicht im Licht Gottes lebten (1Joh 1,7; 2,9f) und es so dazu kommen konnte, dass der Teufel durch sie wirken und Gottes Gemeinde angreifen konnte.
Petrus weist darauf hin, dass Hananias’ Fehler nicht darin bestand, nur einen Teil vom Erlös gebracht zu haben. Die Gütergemeinschaft basierte vollständig auf Freiwilligkeit: selbst als er das Grundstück verkauft hatte, hätte Hananias mit dem Geld machen können, was er wollte. Petrus stellt auch klar, dass Hananias nicht als vom Teufel Verführter von seiner Tat entschuldigt werden kann – der Ursprung der Tat liege in seinem Herzen. Und schließlich zeigt er die eigentliche Schwere von Hananias’ Vergehen auf und formuliert die zentrale Aussage des Textes: sein Betrug richte sich nicht gegen Menschen oder speziell gegen Petrus, sondern gegen Gott selber. Zu beachten ist dabei, dass Petrus keinen Fluch ausspricht oder eine Strafe verhängt, sondern nur weitergibt, was ihm der Heilige Geist offenbart. Gott selber ist es, der hier handelt.
I EINLEITUNG: Definiert den Gegenstand der Arbeit als Examenspredigt und begründet die Wahl der Einheitsübersetzung für die exegese.
II PREDIGTMEDITATION: Umfasst die exegetische Reflexion, die persönliche Anwendung auf den Prediger, die hermeneutische Einordnung sowie die didaktische Planung der Predigt.
III PREDIGT: FINGER WEG – MEINS!: Stellt den eigentlichen Predigttext dar, welcher die Erzählung in den Kontext der frühen Gemeinde stellt und eine Anwendung auf heutige Motive und das Gottesbild bietet.
Apostelgeschichte, Hananias und Saphira, Betrug, Heiligkeit Gottes, Gemeinde, Exegese, Predigt, Motive, Heuchelei, Petrus, Gütergemeinschaft, Teufel, Bibelschule, Transparenz, heilsgeschichtlich.
Die Arbeit erstellt eine 20-minütige Examenspredigt zur biblischen Erzählung von Hananias und Saphira aus Apostelgeschichte 5,1-11.
Die Themen umfassen biblische Exegese, die Heiligkeit Gottes, die Gefahr von Heuchelei und Unaufrichtigkeit in der Gemeinde sowie die Bedeutung der Motive beim Handeln von Christen.
Das Ziel ist es, die Hörer dazu zu motivieren, ihre Motive zu prüfen, in echter Gemeinschaft zu leben und ein korrektes Verständnis von Gottes Heiligkeit als Schutz zu entwickeln.
Es wird eine exegetisch-homiletische Methode angewandt, die den literarischen und historischen Kontext des Textes analysiert und für eine zeitgemäße Predigt erschließt.
Der Hauptteil gliedert sich in zwei Abschnitte: die Überprüfung der christlichen Motive sowie die Thematisierung des souveränen Handelns Gottes zur Bewahrung seiner Gemeinde.
Wichtige Begriffe sind Apostelgeschichte, Hananias und Saphira, Heiligkeit, Betrug, Gemeinde und ehrliche Nachfolge.
Der Autor möchte den Text in seinem eigenen historischen und heilsgeschichtlichen Kontext belassen, in dem es primär um die Aufrichtigkeit vor Gott und nicht um eine allgemeine Moralpredigt über Geld geht.
Der Autor nutzt die erstmalige Verwendung von "ekklesia" im Text als Hinweis auf einen heilsgeschichtlichen Wendepunkt, der die Gemeinde als Gottes neues, heiliges Volk markiert.
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