Bachelorarbeit, 2008
43 Seiten, Note: 1,1
1. Einleitung
2. Historischer Überblick
2.1 Chinesische Fremdherrschaft und folgende vietnamesische Dynastien
2.2 Tây Sơn Rebellion und Beginn der Nguyễn Dynastie
2.3 Nguyễn Dynastie und französische Kolonialherrschaft
2.4 Teilung des Landes (1954) und Wiedervereinigung (1975)
3. Religionen und philosophische Lehren in Vietnam
3.1 Die religiösen Vorstellungen der Vietnamesen
3.2 Buddhismus in Vietnam
3.2.1 Einführung des Buddhismus unter chinesischer Fremdherrschaft
3.2.2 Der Buddhismus ab 938
3.2.3 Buddhismus während der Lý Dynastie (1010-1225)
3.2.4 Buddhismus während der Trần Dynastie (1225-1400)
3.2.5 Buddhismus während der Lê Dynastie (1428-1786)
3.3 Taoismus in Vietnam
3.4 Konfuzianismus in Vietnam
3.4.1 Vergleich der Staatsideologie in Vietnam und China
3.4.2 Einfluss des Konfuzianismus auf die Politik in Vietnam
3.5 Die christlich-europäische Missionierung
3.5.1 Die ersten Kontakte
3.5.2 Der Katechismus von Alexandre de Rhodes
3.5.3 Der Verlauf der christlichen Missionierungen
3.6 Religion während der Nguyễn Dynastie
4. Religion während der französischen Kolonialherrschaft
4.1 Wiederbelebung des Konfuzianismus auf gesellschaftlicher Ebene
4.2 Revival des Buddhismus
4.2.1 Revival im Süden
4.2.2 Revival im Norden
4.2.3 Revival in Zentralvietnam
4.2.4 Erfolge des Revivals
4.3 Entstehung neuer buddhistischer Sekten
4.3.1 Cao Đài Sekte
4.3.2 Hòa Hảo Sekte
5. Teilung des Landes 1954-1975
5.1 Situation im Norden
5.2 Situation im Süden
5.2.1 Zur Person Ngô Đình Diệm
5.2.2 Diệms Politik und der Widerstand der Buddhisten
6. Religion in der Sozialistischen Republik Vietnam
6.1 Die marxistisch-leninistische Religionskritik
6.2 Die christlichen Gemeinden
6.3 Die Buddhisten
6.4 Cao Đài und Hòa Hảo
6.5 Volksglaube
6.6 Wachsende Bedeutung von Kultstätten seit Đổi Mới
6.6.1 Der Kult um die Lady of the Treasury (Bà Chúa Kho)
6.6.2 Der Umgang der Behörden mit dem Kult
6.7 Religiöse Feste und Ahnenverehrung
7. Fazit
Diese Arbeit untersucht die komplexe Rolle verschiedener Religionen und philosophischer Lehren in der politischen und sozialen Entwicklung Vietnams von der vor-kolonialen Zeit bis zur Gegenwart unter Berücksichtigung der sozialistischen Staatsideologie.
3.2.2 Der Buddhismus ab 938
Mit der Unabhängigkeit von 938 wurde der Mahayana Buddhismus die dominante Religion in Vietnam und die buddhistischen Tempel stellten die wichtigsten Lernzentren des Landes dar (SALEMINK 2003: 33). Der Buddhismus expandierte zu dieser Zeit stark. Der Staat brauchte eine ideologische Basis und stützte sich somit auf die buddhistische Orthodoxie (NGUYỄN TÀI THƯ ET AL. 1992: 98). Der König Đinh Bộ Lĩnh (reg. 968-979) führte eine Standardisierung der verschiedenen Grade für Mönche ein, die bis zur Lê Dynastie beibehalten wurden. Mönche wurden als Berater der Königs eingesetzt und hatten, auch wenn sie nicht aktiv im Verwaltungsapparat eingesetzt wurden, Einfluss auf die Politik (NGUYỄN TÀI THƯ ET AL. 1992: 100-101). Auch der Einfluss des Buddhismus in der Gesellschaft stieg an. Der Sieg über die Chinesen nach eintausendjähriger Fremdherrschaft scheint das Vertrauen des Volks in den Buddhismus gestärkt zu haben. NGUYỄN TÀI THƯ ET AL. (1992: 102) halten fest, dass „Buddhism still retained a strong syncretic character, routinely adapting to accommodate older indigenous popular beliefs“.
1. Einleitung: Diese Arbeit analysiert die historische und aktuelle Rolle der Religion für die politische und soziale Entwicklung Vietnams.
2. Historischer Überblick: Der Abriss vietnamesischer Geschichte von der chinesischen Fremdherrschaft bis zur Wiedervereinigung bildet die notwendige Basis für die Analyse.
3. Religionen und philosophische Lehren in Vietnam: Einführung und Darstellung der in Vietnam vorherrschenden Glaubensrichtungen und ihres jeweiligen Einflusses unter verschiedenen Dynastien.
4. Religion während der französischen Kolonialherrschaft: Untersuchung der Wiederbelebung von Konfuzianismus und Buddhismus sowie der Rolle des Katholizismus in der Kolonialzeit.
5. Teilung des Landes 1954-1975: Analyse der unterschiedlichen Religionspolitik im Norden und Süden sowie des Konflikts zwischen dem Diệm-Regime und den Buddhisten.
6. Religion in der Sozialistischen Republik Vietnam: Untersuchung der Auswirkungen marxistisch-leninistischer Religionspolitik und der Liberalisierung seit den Đổi Mới Reformen.
7. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Entwicklung, die durch einen tief verwurzelten Synkretismus und eine ständige Anpassung der Religionen an politische Gegebenheiten gekennzeichnet ist.
Religion in Vietnam, Buddhismus, Konfuzianismus, Christentum, Synkretismus, Kolonialherrschaft, Diệm-Regime, Sozialistische Republik Vietnam, Đổi Mới Reformen, Ahnenverehrung, Volksglaube, Religionspolitik, Geschichte Vietnams, Kultstätten, Kultur.
Die Arbeit untersucht die historische und gegenwärtige Rolle der Religion in der politischen und sozialen Entwicklung Vietnams sowie die Wechselwirkungen zwischen staatlicher Macht und religiösen Gemeinschaften.
Die zentralen Felder umfassen den Buddhismus, den Konfuzianismus, den Taoismus, die christliche Missionierung, den Einfluss der französischen Kolonialherrschaft sowie die Religionspolitik der Sozialistischen Republik Vietnam.
Es soll geklärt werden, wie sich die Religionslandschaft Vietnams unter wechselnden politischen Bedingungen entwickelte und wie Religionen trotz politischer Einschränkungen bestehen und sich anpassen konnten.
Die Arbeit nutzt einen historisch-analytischen Ansatz, basierend auf Literatur- und Quellenstudien zur vietnamesischen Geschichte und Religionsgeschichte.
Der Hauptteil gliedert sich in chronologische Abschnitte: von der Geschichte der religiösen Lehren über die französische Kolonialzeit, die Teilung des Landes (1954-1975) bis zur Religionspolitik im sozialistischen Vietnam seit 1975.
Wichtige Schlüsselwörter sind unter anderem Religion in Vietnam, Synkretismus, Buddhismus, Konfuzianismus, Kolonialherrschaft, Religionspolitik, Đổi Mới Reformen und Ahnenverehrung.
Die Autorin argumentiert, dass Vietnam innenpolitisch schwächer war und der Konfuzianismus sich eher auf das Auswendiglernen von Klassikern durch eine kleine Elite beschränkte, anstatt tief in der breiten Gesellschaft zu verwurzeln.
Seit 1986 ermöglicht die wirtschaftliche Liberalisierung ein Aufblühen der Verehrung von Kultstätten, da diese von der Regierung als kulturell bedeutsame Orte anerkannt und teilweise gefördert werden.
Sein Katechismus war ein wesentlicher Faktor für den Erfolg der Missionierung, da er die christliche Lehre in eine für die Vietnamesen verständliche Form brachte, die an bestehende Glaubenskonzepte anknüpfbar war.
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