Examensarbeit, 2002
123 Seiten, Note: 1,5
Didaktik für das Fach Englisch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
EINLEITUNG
BASIS: DER THEMENKREIS „MEHRSPRACHIGKEITSDIDAKTIK“
TERMINOLOGISCHE VORBEMERKUNGEN
EUROPÄISCHER KONTEXT
NATIONALER KONTEXT
SCHULISCHER KONTEXT
LEHRERROLLE
SCHÜLERROLLE
ZWEI UND MEHR SCHULFREMDSPRACHEN
ABWECHSLUNG VOM SCHULFREMDSPRACHENALLTAG
AUSBLICK: PERSPEKTIVEN
EMPIRIE: INTENTION UND EVALUIERUNG EINER UMFRAGE
STATISTISCHE DATEN ZUR PERSON
STATISTISCHE DATEN ZUR SPRACHLERNBIOGRAPHIE
EINSCHÄTZUNG VON LERNERFAHRUNGEN
THEORIE VS. PRAXIS: INTERPRETATION DER FRAGEBOGENERGEBNISSE
STATISTISCHE DATEN ZUR PERSON
STATISTISCHE DATEN ZUR SPRACHLERNBIOGRAPHIE
EINSCHÄTZUNG VON LERNERFAHRUNGEN
SCHLUSSBETRACHTUNG
Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept der Mehrsprachigkeitsdidaktik als notwendige Bereicherung für den traditionellen Fremdsprachenunterricht im Kontext eines zunehmend vereinigten Europas. Die zentrale Forschungsfrage lautet, wie Fremdsprachenkenntnisse systematisch verzahnt und Synergieeffekte zwischen den Sprachen für einen effektiveren Lernprozess genutzt werden können.
Terminologische Vorbemerkungen
Wer kennt ihn nicht, den Spruch: „Das weiß doch jedes Kind!“? Nicht nur oft gehört, sondern auch auf folgendes Beispiel zutreffend, weiß „jedes Kind“, daß der Erwerb einer Fremdsprache zwangsläufig auf der Basis der eigenen Muttersprache erfolgt. (Vom bilingualen Kind vielleicht einmal abgesehen.) Im Gegensatz dazu ist weder allen jüngeren noch älteren Menschen die Bedeutung der drei Begriffe „Fremdsprachendidaktik“, „Plurilinguismus“ und „Mehrsprachigkeitsdidaktik“ bekannt, die hier zunächst einer Beschreibung bedürfen, da sie eng mit dem Titel dieser Arbeit verwoben sind.
„Fremdsprachendidaktik ist die Wissenschaft vom Lehren und Lernen fremder Sprachen in jeglichem institutionellen Zusammenhang: in Vorschulen, Schulen, Hochschulen und in der Weiterbildung.“ (Christ / Hüllen 1995: 1) Ihre Aufmerksamkeit gilt dem Fremdsprachenlehrkörper, den Schülern, dem Lehren und Lernen fremder Sprachen sowie der interkulturellen Komponente im Fremdsprachenunterricht. Das Verständnis der Fremdsprachendidaktik als wissenschaftliche Disziplin hat sich im Laufe der Jahrhunderte immer mehr gewandelt: Wandte sie sich im 19. Jahrhundert primär der Vermittlung von Fremdsprachenunterricht an Gymnasien und Realschulen zu, so traten im 20. Jahrhundert ihre Inhalte in sämtlichen Schulformen in den Vordergrund (Methodik vs. Didaktik).
EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Mehrsprachigkeitsdidaktik und Begründung des mehrsprachigen Ansatzes im Fremdsprachenunterricht.
BASIS: DER THEMENKREIS „MEHRSPRACHIGKEITSDIDAKTIK“: Theoretische Grundlegung durch Definition zentraler Begriffe und Darstellung der Kontexte (Europa, Schule, Lehrer- und Schülerrolle).
EMPIRIE: INTENTION UND EVALUIERUNG EINER UMFRAGE: Methodische Erläuterung der Konzeption und Durchführung der Umfrage zur Erfassung von Lernerfahrungen.
THEORIE VS. PRAXIS: INTERPRETATION DER FRAGEBOGENERGEBNISSE: Detaillierte Auswertung und Interpretation der empirischen Daten im Vergleich mit fachdidaktischen Theorien.
SCHLUSSBETRACHTUNG: Zusammenfassendes Fazit und Ausblick auf die notwendige Weiterentwicklung der Fremdsprachendidaktik.
Mehrsprachigkeitsdidaktik, Fremdsprachendidaktik, Transferpotenzial, Interferenz, Lernstrategien, Schüleraustausch, Europäischer Kontext, Fremdsprachenerwerb, Lehrerausbildung, Interlexis, Sprachlernbiographie, Lernerautonomie, Didaktik, Methodik.
Die Arbeit untersucht, wie eine mehrsprachige Didaktik den klassischen, oft isolierten Fremdsprachenunterricht bereichern kann, indem sie Synergien zwischen verschiedenen Sprachen nutzt.
Die Schwerpunkte liegen auf theoretischen Grundlagen, empirischen Befragungen zu Lernerfahrungen, Strategien im Unterricht sowie dem Potenzial für Transfer zwischen Sprachen.
Das Ziel ist es, die Notwendigkeit eines mehrsprachigen Ansatzes im europäischen Bildungssystem zu unterstreichen und Wege aufzuzeigen, wie Sprachkenntnisse effektiver vermittelt werden können.
Neben einer theoretischen Literaturanalyse führte die Verfasserin eine empirische Umfrage unter Studierenden durch, um Praxismeinungen und Lernerfahrungen zu evaluieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffs- und Kontextklärung sowie die detaillierte empirische Analyse der Fragebogenergebnisse bezüglich Sprachbiografien und Lernerfahrungen.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Mehrsprachigkeitsdidaktik, Interferenz, Transfer, Lernerstrategien und europäische Fremdsprachenpolitik.
Die Autorin diskutiert "Falsche Freunde" als Herausforderung im Unterricht, die durch gezieltes Ankoppeln und Bewusstmachung der Unterschiede aktiv bewältigt werden sollten.
Der Lehrer wird als wichtiger Lernberater gesehen, der Strategien vermitteln muss, um Schülern zu helfen, ihre sprachlichen Kompetenzen fächerübergreifend und effizient auszubauen.
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