Diplomarbeit, 2010
63 Seiten, Note: 2,7
1. Einleitung
2. Das Modell
2.1 Theoretische Fundierung
2.1.1 Bestimmung des Fundamentalkurses
2.1.2 Feedback-Loop
2.2 Die Modellgleichungen
3. Die Ergebnisse
3.1 Die Startwerte
3.2 Die Marktdynamik der Basisvariante G
3.3 Untersuchung der neuen Komponenten des Modells
3.3.1 Vergleich mit dem Standardfinanzmarktmodell
3.3.2 Effekt der opportunistischen Fundamentalnachfrage
3.3.3 Die preisinduzierte Nachfrage mit dem Parameter i
3.3.4 Vergrößerung von i um den Faktor 10
4. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Marktdynamik an Finanzmärkten, insbesondere die Entstehung von Spekulationsblasen und Crashes unter Berücksichtigung von chartistischer und fundamentaler Nachfrage, wobei das primäre Ziel die Analyse der Auswirkungen opportunistischer Fundamentalnachfrage sowie einer preisinduzierten Nachfragekomponente mittels eines simulierten Finanzmarktmodells ist.
2.1.2 Feedback-Loop
Die im vorherigen Abschnitt beschriebenen Effekte der durch die Preisänderung induzierten, chartistischen Folgeaufträge, können als Feedback-Loop oder Price-to-Price Feedback bezeichnet werden (SHILLER 2005: 56).
Wie schon in der Einleitung beschrieben, führt dabei die Initialpreissteigerung zu weiterer Nachfrage und diese steigenden Preise führen zu mehr Investoren-Enthusiasmus, welcher die Nachfrage nach dem bestimmten Wertpapier erneut steigen lässt (SHILLER 205: 68-70). Dadurch, dass mehr Investoren kaufen, steigt der Kurs und der Glaube an weitere steigende Notierungen nimmt zu. Durch den Erfolg anderer werden immer mehr Investoren von der „Story“ (SHILLER 2005: 167) überzeugt. Dabei spielt die Zuversicht des Anlegers eine wichtige Rolle und das positive Feedback fördert das Vertrauen in die Investition und steigert weiter den Optimismus (SHILLER 2000: 49-52).Die auftretende „bubble expectation“, also die Wahrnehmung des Aufwärtstrends und das spekulative Kaufen vor dem Platzen der Blase ist dabei ein wichtiger Indikator (SHILLER 2000: 49).
Je nach vorherrschender Meinung treten unterschiedliche Phasen am Markt auf. In fundamental dominierten Phasen ist der Kurs näher am Fundamentalkurs und Blasen entstehen mit der mehrheitlichen Hinwendung zur Charttechnik (Lux 2008: 37).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die psychologischen Faktoren und Analysteneinschätzungen, die den Goldpreis und allgemeine Finanzmarktentwicklungen beeinflussen, und führt die Forschungsfrage zur Marktdynamik bei alternierenden Fundamentalkursen ein.
2. Das Modell: Dieses Kapitel legt die theoretische Basis für die Modellierung, erklärt den Begriff des Fundamentalkurses sowie Feedback-Mechanismen und definiert die mathematischen Modellgleichungen zur Preisanpassung und Nachfragegenerierung.
3. Die Ergebnisse: Hier werden die Resultate der Simulation präsentiert, beginnend mit den Startwerten und der Marktdynamik der Basisvariante, gefolgt von einer detaillierten Untersuchung der neu eingeführten Modellkomponenten und deren Einfluss auf die Preisfindung.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Modellvariationen zusammen, bewertet die Wirksamkeit der Parameter kritisch und diskutiert Limitationen sowie potenzielle Ansätze für weiterführende Studien.
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Die Arbeit beschäftigt sich mit der mathematischen Modellierung und Simulation von Finanzmärkten, um die Dynamik zwischen chartistischer und fundamentaler Nachfrage sowie das Entstehen von Kursblasen zu verstehen.
Die Arbeit fokussiert sich auf die Interaktion von Marktteilnehmern, psychologische Effekte an der Börse, die Rolle von Fundamentalkursen und die Mechanismen, die zu übertriebenen Kursausschlägen führen.
Ziel ist es, zu untersuchen, wie sich opportunistische Fundamentalkurse und ein durch Preisänderungen induzierter Nachfrageparameter auf die Stabilität und Entwicklung von Aktienkursen im Modell auswirken.
Es wird ein agentenbasiertes bzw. numerisches Simulationsmodell verwendet, das auf Basis von Differenzengleichungen komplexe Marktdynamiken in 19.000 Perioden abbildet.
Der Hauptteil gliedert sich in die Modellentwicklung mit der mathematischen Herleitung der Akteursstrategien und die anschließende empirische Auswertung der Simulationsergebnisse verschiedener Modellvarianten.
Wichtige Begriffe sind Marktteilnehmer, Preisanpassung, Preisinduktion, Feedback-Loop, Fundamentalkurs, opportunistische Nachfrage, Chartanalyse und Finanzmarktdynamik.
Die Vergrößerung des Parameters i um den Faktor 10 verdeutlicht die preisverstärkende Wirkung der Induktion, indem sie Kursausschläge und das Verhalten der Chartisten in Trendphasen wesentlich sensibler reagieren lässt.
Während Standardfundamentalisten einen fixen Wert anstreben, passen opportunistische Fundamentalisten ihre Strategie an gleitende Durchschnitte der letzten 200 Perioden an, wodurch sie Markttrends eher folgen anstatt gegen sie zu arbeiten.
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