Bachelorarbeit, 2010
50 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung und Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen
2.1 Exchange Traded Funds
2.2 Passives Portfoliomanagement
2.3 Abgrenzung von ETFs zu konkurrierenden passiven Produkten
2.4 Ursprung von Exchange Traded Funds
2.5 Der Index als Basis jedes ETF-Investments
3 Konstruktion und Handel von Exchange Traded Funds
3.1 Methoden der Indexierung
3.1.1 Anforderungen an Nachbildungsverfahren
3.1.2. Physische Nachbildungsmethoden
3.1.3 Synthetische Nachbildungsmethoden
3.1.4 Angewandte Nachbildungsverfahren und Bewertung
3.2 Rechtliche Rahmenbedingungen von Exchange Traded Funds
3.3 Steuerliche Rahmenbedingungen von Exchange Traded Funds
3.4 Der Handelsmechanismus am Beispiel des XTF-Segmentes der Deutschen Börse
4 Marktüberlick
4.1 Entwicklung des Marktes für Exchange Traded Funds in Deutschland
4.2 Einordnung von Exchange Traded Funds nach abbildender Asset-Klasse
5 Einsatzmöglichkeit für Investoren am Beispiel einer Core-Satellite-Strategie
6 Fondsratings als Auswahlkriterium
7 Risiken von Exchange Traded Funds
7.1 Allgemeine Risiken
7.2 Tracking-Error
8 Resümee und Ausblick
Diese Arbeit untersucht die Anlageklasse der Exchange Traded Funds (ETFs) hinsichtlich ihrer Konstruktion, rechtlichen Rahmenbedingungen und Einsatzmöglichkeiten im modernen Anlagegeschäft, um insbesondere privaten Investoren einen fundierten Überblick zu bieten und Informationsdefizite abzubauen.
3.1.3 Synthetische Nachbildungsmethoden
Im Gegensatz zur physischen Nachbildung ermöglicht die synthetische Replikation, die Indexrendite unter Zuhilfenahme von Termingeschäften wie Futures, Optionen und Swaps zu erreichen.
Bei der Nachbildung der Benchmark über Index-Futures muss der Portfolio-Manager lediglich Future-Kontrakte im Verhältnis zu seinem Portfoliovolumen erwerben und zusätzlich eine Geldmarktposition bilden. Auf diese Weise muss in dem entsprechenden Tracking-Portfolio nur noch ein Titel – der Future Kontrakt – anstatt einer Vielzahl von Einzeltiteln gehandelt werden. Daraus ergibt sich eine schnellere und einfachere Abwicklung, die sich in einer erheblich geringeren Kostenquote bemerkbar macht.
Eine in der Praxis inzwischen deutlich relevantere Form der synthetischen Nachbildung ist der in der wissenschaftlichen Literatur bisher wenig behandelte, Swap-basierte Ansatz. Die Tendenz zu einer zunehmenden Nutzung von Index-Swaps zum Abbilden von Referenzindizes bei ETFs lässt sich auf verschiedene Einflussfaktoren zurückführen: Zum einen stellen Investoren immer höhere Ansprüche an die Effizienz der Produkte, vor allem im Hinblick auf Abweichungsfehler und Kosten. Zum anderen stoßen die traditionellen Nachbildungsverfahren bei sehr breit gestreuten Indizes wie beispielsweise dem MSCI World mit über 1.800 Unternehmen oder weniger liquiden Indizes, die kleine Unternehmen oder Unternehmen in Schwellenländern beinhalten, an ihre Grenzen.
Diese deutlich komplexere Form unterscheidet sich von klassischen ETFs im Wesentlichen dadurch, dass die Fondsgesellschaft mit ihrem Sondervermögen nicht in die im Index enthaltenen Aktien investiert, sondern ein vom Index unabhängiges alternatives Portfolio erstellt. Die Rendite des Alternativportfolios wird über einen oder mehrere Swap-Verträge mit einem Dritten gegen die Indexrendite getauscht.
1 Einleitung und Aufbau der Arbeit: Diese Einleitung skizziert die wachsende Bedeutung von ETFs sowie das Ziel, dem Leser einen umfassenden Überblick über deren Funktionsweise, Einsatzmöglichkeiten und Beurteilungskriterien zu geben.
2 Grundlagen: Hier werden die Definition von ETFs, die Theorie des passiven Portfoliomanagements und die Abgrenzung zu alternativen Indexprodukten erläutert.
3 Konstruktion und Handel von Exchange Traded Funds: Dieses Kapitel detailliert die verschiedenen Nachbildungsmethoden (physisch vs. synthetisch), die rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen sowie den Handelsmechanismus am XTF-Segment.
4 Marktüberlick: Der Abschnitt beschreibt die historische Marktentwicklung in Deutschland und kategorisiert ETFs nach ihren zugrunde liegenden Asset-Klassen.
5 Einsatzmöglichkeit für Investoren am Beispiel einer Core-Satellite-Strategie: Es wird erläutert, wie Investoren ETFs effektiv zur Risikodiversifikation in einer Core-Satellite-Struktur einsetzen können.
6 Fondsratings als Auswahlkriterium: Dieses Kapitel untersucht, wie unabhängige Ratings Investoren bei der komplexen Auswahl geeigneter Produkte unterstützen können.
7 Risiken von Exchange Traded Funds: Hier werden allgemeine Anlagerisiken sowie der spezifische Tracking-Error als zentrale Messgröße für die Abbildungsqualität analysiert.
8 Resümee und Ausblick: Das Fazit fasst den Erfolg von ETFs zusammen und diskutiert zukünftige Herausforderungen im Hinblick auf Anlegerschutz und Markttransparenz.
Exchange Traded Funds, ETFs, Passives Portfoliomanagement, Index-Tracking, Physische Replikation, Synthetische Replikation, Swaps, XTF-Segment, Core-Satellite-Strategie, Fondsratings, Tracking-Error, Anlegerschutz, Markttransparenz, Asset-Klassen, Finanzmärkte.
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse von Exchange Traded Funds als Anlageklasse, ihrer Funktionsweise und ihrer Bedeutung für private sowie institutionelle Anleger im heutigen Anlagegeschäft.
Die Arbeit behandelt die Konstruktion und Handelsmechanismen von ETFs, die verschiedenen Methoden der Indexnachbildung, die Einordnung in verschiedene Asset-Klassen sowie Kriterien für die Produktauswahl durch Fondsratings.
Das Ziel ist es, dem fachkundigen Leser fundiertes Wissen über Aufbau, Risiken und Einsatzmöglichkeiten von ETFs zu vermitteln, um vorhandene Informationsdefizite, insbesondere im privaten Sektor, abzubauen.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender wissenschaftlicher Konzepte zum passiven Portfoliomanagement und kombiniert diese mit einer Darstellung der aktuellen Marktpraxis und regulatorischer Rahmenbedingungen.
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Konstruktion (Indexierung, Handel), die Marktentwicklung, die Anwendung in Anlagestrategien (Core-Satellite) und die Bewertung mittels Ratings sowie Risikoanalysen.
Zu den prägenden Begriffen zählen Exchange Traded Funds, Passives Portfoliomanagement, Index-Tracking, Replikationsverfahren, Core-Satellite-Strategie und Fondsratings.
Während physische ETFs die im Index enthaltenen Wertpapiere direkt erwerben, erzielen synthetische ETFs die Indexrendite durch den Einsatz von Derivaten wie Swaps, wobei sie ein alternatives Portfolio halten.
Der Tracking-Error ist ein quantitatives Maß, das die Abweichung der ETF-Rendite von der Rendite des abgebildeten Referenzindex beziffert und somit als wichtiger Indikator für die Qualität der Indexnachbildung dient.
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