Bachelorarbeit, 2010
57 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Einführung in die Covered–Call–Strategie
2.1 Aufbau und Struktur der Covered–Call–Strategie
2.2 Einflussfaktoren auf den Optionspreis
3. Performancemessung bei Aktienportfolios mit Optionen
3.1 Grundlagen der Performancemessung
3.2 Probleme der klassischen Maße der Performancemessung
3.3 Performancemaße bei asymmetrischer Renditeverteilung
4. Ergebnisse der empirischen Untersuchung
4.1 Vorgehensweise der Untersuchung
4.2 Resultate der empirischen Untersuchung
5. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht empirisch, ob sich durch den Einsatz einer Covered-Call-Strategie – konkret den Verkauf gedeckter Kaufoptionen – eine Outperformance gegenüber einer klassischen Buy-and-Hold-Strategie bei DAX-Titeln im Zeitraum von Januar 2000 bis Dezember 2009 erzielen ließ.
2.1 Aufbau und Struktur der Covered–Call–Strategie
Das Profil dieser Strategie ergibt sich aus der Kombination zweier verschiedener Positionen. Einer Long–Position in Aktien und einer Short–Position in einer Kaufoption. Im Gegensatz zu einer reinen Long–Position in einer Aktie gibt man bei dieser Strategie sein theoretisch unbegrenztes Gewinnpotential durch den Verkauf einer Kaufoption auf und erhält dafür im Gegenzug eine (Stillhalter-)Prämie, welche den maximalen Gewinn determiniert. Steigt der Kurs des Underlyings auf den Wert des festgelegten Strikepreises, so gerät die Position in den Bereich des verminderten Gewinns. Übersteigt der Aktienkurs sogar den Strike, welcher sich aus dem Ausübungspreis zuzüglich der Optionsprämie ergibt, befindet sich die Covered–Call–Position in der Verlustzone und der Aktieninhaber muss die Aktien an seinen Handelspartner liefern, da dieser seine Option ausüben wird. Dieses Wahlrecht steht dem Käufer der Kaufoption zu da es sich bei Optionen um bedingte Termingeschäfte handelt, womit dem Optionsinhaber die Entscheidung freigestellt ist auf die Ausübung entweder zu bestehen oder zu verzichten. Das Verlustpotential ist für den Stillhalter theoretisch unbegrenzt. Dies gilt für den Fall, dass der Basiswert einen unendlich hohen Wert erreicht, der Verkauf allerdings zum Ausübungspreis durchgeführt wird. Von „Covered“ ist immer dann die Rede, wenn der Verkäufer der Call–Option den Basistitel in der erforderlichen Menge besitzt. Eine grafische Darstellung der Pay-off-Struktur findet sich in folgender Abbildung 1.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik von Kursschwankungen an Finanzmärkten ein und stellt das Ziel der Untersuchung vor, den Mehrwert der Covered-Call-Strategie historisch zu belegen.
2. Einführung in die Covered–Call–Strategie: Das Kapitel erläutert den Aufbau der Strategie aus Long-Aktien und Short-Calls sowie die wesentlichen Einflussfaktoren und Kennzahlen (Greeks) der Optionspreisbestimmung.
3. Performancemessung bei Aktienportfolios mit Optionen: Hier werden die Grundlagen der Performancemessung behandelt, klassische Kennzahlen auf ihre Eignung bei Optionsportfolios geprüft und alternative Maße für asymmetrische Renditeverteilungen vorgestellt.
4. Ergebnisse der empirischen Untersuchung: Dieses Kapitel präsentiert die Vorgehensweise und die konkreten Performance-Resultate der untersuchten Portfolios unterteilt in zyklische und nicht-zyklische Aktienwerte.
5. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und bestätigt die Eignung der Covered-Call-Strategie zur Risikobegrenzung und Renditeoptimierung in spezifischen Marktphasen.
Covered-Call-Strategie, Buy-and-Hold-Strategie, Performancemessung, Aktienportfolios, Optionspreis, Rendite-Risiko-Profil, Delta, Sharpe-Ratio, Volatilität, Drawdown, Outperformance, Marktphasen, Derivate, Finanzinstrumente, Portfolio Selection.
Die Arbeit analysiert die Performance von Aktienportfolios, die durch den Verkauf gedeckter Call-Optionen (Covered-Call-Strategie) ergänzt werden, im Vergleich zu reinen Aktieninvestments (Buy-and-Hold).
Im Fokus stehen die theoretische Fundierung von Optionsstrategien, Methoden der risikoadjustierten Performancemessung und die empirische Überprüfung dieser Strategien anhand historischer DAX-Daten.
Das Ziel ist es, nachzuweisen, ob die Covered-Call-Strategie für institutionelle Investoren einen Mehrwert bietet und inwiefern sie sich in verschiedenen Marktphasen und bei unterschiedlichen Basiswerten schlägt.
Die Arbeit basiert auf einer empirischen Untersuchung historischer Marktdaten (Januar 2000 bis Dezember 2009) unter Anwendung verschiedener klassischer und alternativer Performancemaße (wie Sharpe-Ratio, Sortino-Ratio und Drawdown-Kennzahlen).
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung in die Strategie und deren Greeks, eine methodische Herleitung geeigneter Performancemaße sowie die detaillierte Präsentation der Untersuchungsergebnisse für zyklische und nicht-zyklische Portfolios.
Die zentralen Schlagworte sind Covered-Call-Strategie, Performancemessung, Risikoadjustierung, Volatilität und Portfolio-Analyse.
Die Untersuchung zeigt, dass bei nicht-zyklischen Werten die Covered-Call-Strategie über den gesamten Zeitraum signifikant besser performte, während sie bei zyklischen Werten im Rendite-Risiko-Vergleich teilweise das Nachsehen gegenüber dem reinen Aktieninvestment hatte.
Die Wahl der Laufzeit (einen vs. drei Monate) beeinflusst die Flexibilität des Investors, auf Marktentwicklungen zu reagieren; die Studie kommt zu dem Schluss, dass kürzere Laufzeiten tendenziell zu besseren Ergebnissen führten.
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