Bachelorarbeit, 2010
39 Seiten, Note: Sehr gut
Einleitung
1. Grundlagen zum Thema Stottern
1.1. Ätiologie des Stotterns
1.2. Die Symptome des Stotterns
1.3. Der Entstehungsmechanismus von Stottern
1.4. Therapiemethoden bei Erwachsenen
2. Sozialpsychologische Aspekte des Stotterns
2.1. Stottern – ein dialogisches Problem
2.2. Stottern aus Sicht Sprachgesunder
2.3. Stottern aus Sicht chronisch Stotternder
3. Methode
3.1. Die Online-Befragung
3.2. EESE – Erfassung der Erfahrungen von stotternden Erwachsenen
3.2.1. Was untersucht der EESE?
3.2.2. Wozu wurde der EESE entwickelt?
3.2.3. Wie wird der EESE durchgeführt und ausgewertet?
3.2.4. Welche Abschnitte hat der EESE?
4. Ergebnisse
4.1. Allgemeine Informationen
4.2. Reaktionen auf das Stottern
4.3. Kommunikation in täglichen Situationen
4.4. Lebensqualität
5. Diskussion
Diese Bachelorarbeit untersucht die psychosozialen Auswirkungen von Stottern bei Erwachsenen, indem sie die Erlebniswelt Betroffener durch eine Fragebogenuntersuchung analysiert und dabei hilft, die Komplexität des Stotterns für therapeutische Zwecke besser zu verstehen.
2.3. Stottern aus Sicht chronisch Stotternder
As a young man in college, on those occasions when someone would ask me where my hometown was, I would do nearly anything to avoid saying the name “Williamsport”. Instead, I would often say “It’s a small town in Pennsylvania” or “It’s a city about 85 miles north of Harrisburg” or “It’s a little east of Lock Haven.” “Bloomsburg?” they would query. And I would respond, „No, actually west of Bloomsburg“. Sometimes we would go on for awhile, gradually narrowing down the possibilities, until they correctly guessed the name of the city. I would do whatever it took, including acting as though I had no idea where I lived, in order to hide my stuttering. During such moments I certainly must have appeared to be, at the very least, a little strange, or, at most, not very bright. I frequently did the same thing when asked about the schools I attended, the names of my teachers or classes, or my street address. The problems presented by stuttering went far beyond my speech. Stuttering was a way of living (Manning, 1999, S. 160).
1. Grundlagen zum Thema Stottern: Dieses Kapitel definiert das Stottern, erläutert dessen Ätiologie, Symptome, Entstehungsmechanismen sowie gängige Therapiemethoden für Erwachsene.
2. Sozialpsychologische Aspekte des Stotterns: Hier werden die dialogische Natur des Stotterns sowie die unterschiedlichen Perspektiven von Sprachgesunden und chronisch Stotternden beleuchtet.
3. Methode: Dieser Abschnitt beschreibt die Durchführung der Online-Befragung mittels des EESE-Fragebogens sowie die Zielsetzung und Struktur dieses Instruments.
4. Ergebnisse: Die Ergebnisse der Befragung werden detailliert dargelegt, gegliedert in allgemeine Informationen, emotionale Reaktionen, Kommunikationssituationen und die Auswirkungen auf die Lebensqualität.
5. Diskussion: Das letzte Kapitel reflektiert die erhobenen Daten, diskutiert die Bedeutung für die logopädische Praxis und betont die Notwendigkeit einer individuellen Therapieplanung.
Stottern, Psychosoziale Auswirkungen, Lebensqualität, EESE, Logopädie, Redeflussstörung, Kommunikation, Vermeidung, Therapie, Erwachsene, Sprechunflüssigkeit, Stottermodifikation, Fluency Shaping, Symptomatologie, Selbsthilfe
Die Bachelorarbeit befasst sich mit den psychosozialen Auswirkungen, die Stottern bei erwachsenen Betroffenen im Alltag und im sozialen Miteinander hervorruft.
Zentrale Felder sind die subjektive Wahrnehmung der Stottersymptomatik, emotionale Reaktionen, Vermeidungsverhalten in der Kommunikation sowie die Auswirkungen auf die Lebensqualität.
Ziel ist es, LogopädInnen durch die Sichtweise der Betroffenen für die Komplexität des Stotterns zu sensibilisieren, um eine ganzheitlichere und besser abgestimmte Therapie zu ermöglichen.
Es wurde eine Fragebogenuntersuchung unter 22 stotternden Erwachsenen unter Einsatz der deutschen Arbeitsversion des Einschätzungstests EESE durchgeführt.
Der Hauptteil behandelt die Grundlagen des Stotterns, die sozialpsychologischen Aspekte, das methodische Vorgehen bei der Befragung sowie die detaillierte Auswertung der Ergebnisse.
Wichtige Begriffe sind Stottern, Psychosoziale Auswirkungen, Lebensqualität, EESE, Kommunikation und logopädische Therapie.
Diese Unterscheidung ist relevant, da sie die gegensätzlichen therapeutischen Ansätze darstellt, die den Betroffenen oft begegnen und deren Erfolgswahrnehmung in der Arbeit untersucht wird.
Die Untersuchung zeigt, dass Vermeidungshandelns – sowohl nonverbal als auch verbal – ein verbreitetes und oft situationsabhängiges Phänomen ist, das für den Stotternden eine große Belastung darstellt.
Ein Großteil der Befragten bewertete die bisherigen Erfahrungen mit Stottertherapien als eher schlecht oder schlecht, was die Bedeutung einer klaren Zielsetzung und therapeutischen Beziehung unterstreicht.
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