Diplomarbeit, 2004
77 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Die strategische und funktionale Bedeutung von Corporate Design
2.1 Die strategische Dimension von Corporate Design
2.2 Die operativ, funktionale Dimension von Corporate Design
2.3 Die Definition von Corporate Design vor dem Hintergrund strategischer und operativer Aspekte
3 Die Geschäftsprozesse und das CD einer Aral Tankstelle
3.1 Methodisches Vorgehen
3.2 Die Geschäftsprozesse einer Aral Tankstelle
3.3 Das Corporate Design einer Aral Tankstelle
3.3.1 Corporate Design aus der Sicht von Aral
3.3.2 Entwurf und Gestaltung einer Aral Tankstelle
3.3.3 Das Corporate Design von Aral aus Sicht zentraler Stakeholdern
4 Corporate Design als Instrument zur Optimierung der Geschäftsprozesse einer Aral Tankstelle
4.1 Methodisches Vorgehen
4.2 Suboptimale Prozesse und ihre Optimierung durch Corporate Design
4.2.1 Tanken
4.2.2 Pflegen
4.2.3 Waschen
4.2.4 Einkaufen/Kasse
4.2.5 Essen/Trinken
4.2.6 Service
4.2.7 Hilfsprozesse
4.2.7.1 Abfallentsorgung
4.2.7.2 Diebstahlprävention
5 Fazit
5.1 Ergebnisse der Aral Fallstudie
5.1.1 Optimierungspotenziale durch Corporate Design
5.1.2 CD vor dem Hintergrund unterschiedlicher Akteursansprüche
5.1.3 Kosten-Nutzen-Aspekte von Corporate Design
5.1.4 Der CD-Gestaltungsprozess
5.2 Möglichkeiten und Grenzen des methodischen Vorgehens
5.3 Möglichkeiten und Grenzen der Prozessoptimierung durch CD
5.4 Vorraussetzungen und Hindernisse der funktionalen Optimierung durch Corporate Design
5.5 Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die bisher in der Forschung vernachlässigte funktionale Bedeutung von Corporate Design (CD) und dessen betriebswirtschaftliche Relevanz aufzuzeigen. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie Corporate Design als Instrument zur Optimierung von Geschäftsprozessen eingesetzt werden kann, wobei die Autorin am Beispiel von Aral Tankstellen analysiert, welche Optimierungspotenziale existieren und welche Voraussetzungen für deren Umsetzung notwendig sind.
4.2.1 Tanken
Der Geschäftsprozess Tanken ist räumlich weitgehend auf den Bereich der Zapfsäulen beschränkt, so dass kritische Anmerkungen von Kunden und Pächtern insbesondere auf die Zapfsäule und den sie umgebenden Schutzring abzielen.
Bemängelt wird in erster Linie der als zu kurz empfundene Zapfschlauch, der zur Folge habe, dass die Zapfsäule nicht nur mit der richtigen Fahrzeugseite angefahren werden müsse, der starke Rückzugsmechanismus erschwere zudem das weite Herausziehen des Schlauches, so dass zudem darauf zu achten sei, dass sich die Tanköffnung vor der richtigen der vier nebeneinander angeordneten Treibstoffarten befindet, um einen unproblematischen Tankvorgang zu gewährleisten. Dem Kunden können hierbei Transaktionskosten in zeitlicher Hinsicht entstehen, z. B. wenn ein Fahrzeug aufgrund der genanten Schwierigkeiten umgesetzt werden muss. Zudem ließ sich subjektives Unbehagen bei Kunden beobachten, denen das kraftaufwendige „Herauszerren“ des Tankschlauches Schwierigkeiten bereitete.
Was von einem Teil der Kundschaft als nutzungsunfreundliche Gestaltung der Zapfsäule wahrgenommen wird, lässt sich aus Sicht von Aral mit der Einhaltung hoher Sicherheitsstandards erklären, die das Design insbesondere hinsichtlich der Schlauchlänge und des Rückzugsmechanismus maßgeblich beeinflusst haben. Es kann festgehalten werden, dass die Prozessprobleme beim Tanken durch die Zapfsäulengestaltung bzw. die Rahmenbedingungen zur Gestaltung der Zapfsäule verursacht werden und deshalb potenziell durch eine Prioritätenverschiebung bei der Gestaltung gelöst werden können.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die häufige Verkennung von Corporate Design als rein kosmetisches Instrument und führt die These ein, dass CD bei strategischer Anwendung wesentliche funktionale Potenziale zur Prozessoptimierung bietet.
2 Die strategische und funktionale Bedeutung von Corporate Design: Dieses Kapitel definiert Corporate Design unter Einbeziehung sowohl der strategischen Profilierung als auch der operativen, funktionalen Dimension, die für effiziente Geschäftsprozesse entscheidend ist.
3 Die Geschäftsprozesse und das CD einer Aral Tankstelle: Hier werden die Geschäftsprozesse einer durchschnittlichen Aral Tankstelle sowie die Anwendung des CD-Konzepts auf diese konkrete Fallstudie methodisch beschrieben.
4 Corporate Design als Instrument zur Optimierung der Geschäftsprozesse einer Aral Tankstelle: Im Hauptteil werden mittels empirischer Untersuchung Prozessineffizienzen analysiert und diskutiert, inwieweit gezielte CD-Anpassungen diese Ineffizienzen beheben können.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, reflektiert die methodische Vorgehensweise und diskutiert die generellen Möglichkeiten sowie Grenzen einer prozessoptimierenden Designstrategie.
Corporate Design, Geschäftsprozesse, Aral Tankstellen, Prozessoptimierung, Funktionalität, Strategisches Design, Transaktionskosten, Kundennutzen, Stakeholder, Markenführung, Effizienz, Designprozess, Interaktion, Service-Design, Nutzertests
Die Diplomarbeit untersucht den bisher wenig beachteten funktionalen Einfluss von Corporate Design auf Geschäftsprozesse. Ziel ist es, nachzuweisen, dass Design über die rein visuelle Unternehmensdarstellung hinaus als Instrument zur Effizienzsteigerung und Kostensenkung dienen kann.
Im Zentrum stehen die Interdependenzen zwischen dem Erscheinungsbild einer Marke und den täglichen Betriebsabläufen. Die Autorin behandelt dabei die theoretischen Grundlagen des Designs, die Modellierung von Geschäftsprozessen und die praktische Implementierung von Designlösungen in Unternehmen.
Die zentrale Frage ist, inwieweit Corporate Design sinnvoll als Instrument zur Optimierung von Geschäftsprozessen eingesetzt werden kann und welche Voraussetzungen, insbesondere im Gestaltungsprozess, dafür gegeben sein müssen.
Die Arbeit basiert auf einer qualitativen Fallstudie. Methodisch wurden Beobachtungen und Interviews mit Kunden, Tankstellenpächtern sowie Aral-Mitarbeitern durchgeführt, um Ineffizienzen und Optimierungspotenziale an Serviceschnittstellen zu identifizieren.
Der Hauptteil analysiert spezifische Geschäftsprozesse bei Aral Tankstellen – wie das Tanken, Pflegen, Waschen und Einkaufen – hinsichtlich ihrer praktischen Ausführung, wobei jeweils untersucht wird, wie das Corporate Design auf diese Abläufe einwirkt oder sie gar behindert.
Die Arbeit lässt sich maßgeblich über Begriffe wie Corporate Design, Geschäftsprozesse, Prozessoptimierung, Transaktionskosten und funktionales Design charakterisieren.
Die Untersuchung zeigt, dass Kunden das Design als teilweise nutzungsunfreundlich empfinden. Insbesondere der als zu kurz empfundene Zapfschlauch und der starke Rückzugsmechanismus werden kritisiert, da sie den Tankvorgang unnötig erschweren.
Die Autorin identifiziert eine zentrale Schwäche: Kunden und Pächter, die eigentlichen Nutzer der Designlösungen, werden im aktuellen Entstehungsprozess oft nicht ausreichend in Testphasen einbezogen, was dazu führt, dass funktionale Ineffizienzen erst nach der Implementierung sichtbar werden.
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