Bachelorarbeit, 2010
90 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
2 Grundlagen
2.1 Das Unternehmen Städtische Werke AG Kassel
2.2 Erläuterung des HTC-Verfahrens
2.3 Beschreibung ausgewählter Inputstoffe und ihre HTC-Eignung
2.3.1 Gärreste
2.3.2 Straßenbegleitgrün
2.3.3 Landschaftpflegematerial
2.3.4 Weichorganik aus Grünabfall zur Kompostierung
2.4 Energiebilanz des HTC-Verfahrens
3 Anwendbarkeit des Verfahrens für die Städtische Werke AG
3.1 Stand der Technik von HTC-Anlagen
3.2 Betrachtung möglicher Produkte des HTC-Verfahrens
3.2.1 Industriekohle
3.2.2 Mittel zur Steigerung der Funktionalität von Böden
3.3 Anforderungen an Unternehmen und Auswahlverfahren
3.4 Wirtschaftlichkeitsbetrachtung
3.5 Betrachtung möglicher Einsatzbereiche
3.6 Bewertung der Nutzung/ Inanspruchnahme öffentlicher Fördermittel
4 Betrachtung des Klima- und Ressourcenschutz
4.1 Nachhaltigkeit des HTC- Verfahrens
4.2 Wirtschaftlichkeit unter Berücksichtigung der CO2- Einsparung
5 Diskussion und Fazit
6 Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht die Anwendbarkeit und wirtschaftliche Tragfähigkeit des Verfahrens der Hydrothermalen Karbonisierung (HTC) als technologische Lösung für die Städtische Werke AG Kassel, um Biomasse unter ökologischen Aspekten des Klima- und Ressourcenschutzes energetisch oder stofflich zu verwerten.
1.1 Problemstellung
In einer Mitteilung an den Europäischen Rat und das EU-Parlament namens ‚Eine Energie politik für Europa‘ aus dem Jahr 2007 skizziert die Kommission der Europäischen Gemeinschaften die Energiepolitik der Zukunft.
Dem Inhalt sind folgende Zielformulierungen zu entnehmen:
1. Es soll die Versorgung mit Energie sichergestellt werden, da Energie nicht nur die Basis für jede wirtschaftliche Betätigung bildet, sondern auch zu den elementaren Grundbedürfnissen der individuellen Existenz zählt. Dabei gilt es, den Verbrauchern Energiesicherheit zu erschwinglichen Preisen zu bieten.
2. Gleichzeitig soll der Grundsatz der Nachhaltigkeit gewahrt und die Umwelt geschont werden. Dazu gehört, dass mit Ressourcen sparsam umgegangen wird und der Mensch sowie Luft, Wasser, Boden, Tiere, Pflanzen, biologische Vielfalt, Kultur- und Sachgüter vor Gefahren und sonstigen Beeinträchtigungen geschützt werden. Unter Umweltaspekten am bedeutsamsten ist neben der Schonung der Ressourcen vor allem der Klimaschutz.
3. Energiepolitische Maßnahmen sollen zudem die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft sichern. Es soll Energie zu erschwinglichen Preisen zur Verfügung gestellt sowie Beschäftigung und Wachstum gefördert werden (vgl. Kommission der Europäischen Gemeinschaften 2007).
1 Einleitung: Beschreibt die energiepolitischen Rahmenbedingungen der EU und leitet die Relevanz der hydrothermalen Karbonisierung als ergänzendes Verfahren ab.
2 Grundlagen: Führt in das Unternehmen Städtische Werke AG Kassel ein, erläutert das HTC-Verfahren sowie die Eignung verschiedener organischer Inputstoffe und deren Energiebilanz.
3 Anwendbarkeit des Verfahrens für die Städtische Werke AG: Analysiert den Stand der Technik von HTC-Anlagen, untersucht potenzielle Produkte wie Industriekohle und Bodenverbesserer und führt eine Wirtschaftlichkeitsrechnung durch.
4 Betrachtung des Klima- und Ressourcenschutz: Bewertet die Nachhaltigkeit der HTC-Technologie sowie die Möglichkeiten der CO2-Einsparung und Zertifizierung im Rahmen von Klimaschutzprojekten.
5 Diskussion und Fazit: Reflektiert die Ergebnisse der Arbeit und diskutiert die Herausforderungen bei der praktischen Umsetzung und Skalierbarkeit des Verfahrens.
6 Zusammenfassung: Fasst die Kernaussagen der Arbeit zusammen und bestätigt die grundsätzliche Eignung des HTC-Verfahrens als regenerative Energieform für Stadtwerke.
Hydrothermale Karbonisierung, HTC, Städtische Werke AG, Biomasse, Gärreste, Industriekohle, Mutterboden, Kohlenstoffeffizienz, Nachhaltigkeit, Klimaschutz, CO2-Zertifikate, Wirtschaftlichkeit, Ressourcenschutz, Energieerzeugung, Kreislaufwirtschaft
Die Arbeit untersucht, ob das Verfahren der hydrothermalen Karbonisierung (HTC) für die Städtische Werke AG Kassel eine wirtschaftlich und ökologisch sinnvolle Methode zur Biomasseverwertung darstellt.
Die Schwerpunkte liegen auf der technischen Erläuterung der HTC-Anlagen, der Eignungsanalyse verschiedener Biomasse-Inputstoffe, der ökonomischen Machbarkeit sowie der Nachhaltigkeitsbewertung hinsichtlich Klimaschutz.
Das Ziel ist es, den Stand der Technik der HTC-Verfahren zu ermitteln und wissenschaftlich fundiert zu prüfen, ob und unter welchen Kosten/Zeitrahmen dieses für ein Stadtwerk realisierbar ist.
Es wurde eine Kombination aus Internetrecherche, Herstellerbefragungen mittels Datenerfassungsbögen, Literaturanalyse sowie betriebswirtschaftlichen Investitionsrechenverfahren (Kapitalwertmethode) angewandt.
Im Hauptteil werden der Stand der Technik, die Analyse von Inputstoffen, eine detaillierte Wirtschaftlichkeitsbetrachtung anhand eines konkreten Szenarios sowie Möglichkeiten der Inanspruchnahme öffentlicher Fördermittel dargelegt.
Hydrothermale Karbonisierung, Biomasse, Energieeffizienz, Bodenverbesserung, CO2-Sequestrierung und Wirtschaftlichkeitsbetrachtung.
Die Arbeit dient als Entscheidungsvorlage für das Unternehmen, um den Einstieg in die energetische Nutzung von Gärresten aus eigenen Biogasanlagen mittels HTC zu prüfen.
Ja, laut der Auswertung der Datenerfassungsbögen schließen Hersteller Gärreste nicht aus; sie erfordern jedoch aufgrund der notwendigen Korngröße und Feuchtigkeit eine spezifische Aufbereitung.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass der Bau als JI-Projekt zur CO2-Zertifikategenerierung aufgrund der derzeit mangelnden technischen Konzepte und des zu niedrigen CO2-Preises aktuell nicht umsetzbar ist.
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