Bachelorarbeit, 2009
37 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Das theoretische Grundgerüst der Branchenstrukturanalyse nach Michael E. Porter und ihre Anwendung
2.1 Die Rivalität unter den Branchen-Wettbewerbern
2.2 Das Risiko des Markteintritts neuer Konkurrenten
2.3 Die Verhandlungsstärke der Lieferanten
2.4 Die Verhandlungsstärke der Abnehmer
2.5 Die Bedrohung durch Substitutionsprodukte
3. Die Branchenstrukturanalyse des deutschen Biermarktes
3.1 Der Branchen-Wettbewerb unter den Unternehmen
3.2 Die Bedrohung durch den Markteintritt neuer Konkurrenten
3.3 Die Verhandlungsmacht der Lieferanten
3.4 Die Verhandlungsmacht der Abnehmer
3.5 Substitutionsprodukte als Risiko für die deutsche Bierbranche
3.6 Staatliche Einflussnahmen auf den deutschen Biermarkt
4. Fazit und Ausblick
Diese Bachelor-Arbeit analysiert die Wettbewerbssituation des deutschen Biermarktes auf Basis des „Porter’s Five Forces“-Modells. Das primäre Ziel ist es, die Komplexität der Branchenstruktur zu durchleuchten und zu beurteilen, wie sich Wettbewerber, Lieferanten, Abnehmer sowie staatliche Regulierungen und Substitutionsprodukte auf die Rentabilität der deutschen Brauereien auswirken.
2. Das theoretische Grundgerüst der Branchenstrukturanalyse nach Michael E. Porter und ihre Anwendung
Die Branche wird von Porter als eine Gruppierung von Unternehmen beschrieben, welche unter einander in hohem Maße substituierbare Produkte fertigen, die sich lediglich in Details unterscheiden. Z.B. wird ein abgewandeltes Verfahren in der Herstellung des betreffenden Produktes angewendet, eine andere Zielgruppe angesprochen oder der Hersteller-Name wird auf besonderen Wegen kommuniziert.
Die Konkurrenzsituation in einer Branche (oder Geschäftszweig) hat überaus starken Einfluss auf die Ertragslage der in der Branche beheimateten Unternehmen. In einer Situation vollkommener Konkurrenz gilt die betriebswirtschaftliche Grundregel Preis = Grenzkosten, was bedeutet, dass faktisch Null-Gewinne erzielt werden. Die Verzinsung des eingesetzten Kapitals entspricht in diesem Falle der Rendite für langfristige Staatsanleihen. Auf diese Kapitalverzinsung wird ferner ein Risikoaufschlag vorgenommen um somit die Möglichkeit eines Verlustes der Kapitalanlage mit einzupreisen. Dies hat zur Folge, dass Branchenteilnehmer, welche die geforderte Kapitalverzinsung nicht erwirtschaften können, vom Markt verschwinden, da Investoren ihr Geld in renditeträchtigeren Branchen anlegen.
Umgekehrt gilt das selbe Prinzip: Liegt die Ertragsrate in einer Branche über der Rendite in einem freien Wettbewerb, so wird auch in diesen Bereich das meiste Kapital investiert, da dort eine höhere Rentabilität gegeben ist.
Aus diesem Grunde ist es wichtig die herrschenden Wettbewerbskräfte genau zu definieren, da diese Kräfte festlegen, in welcher Höhe finanzielle Mittel in ein Unternehmen investiert werden und wie lange die betreffende Unternehmung in der Lage, eine Überrendite zu erzielen.
Bei den Wettbewerbskräften handelt es sich um Porter’s Five Forces, die fünf Wettbewerbskräfte einer Branche: das Risiko des Markteintritts von neuen Konkurrenten, die Bedrohung durch Substitutionsprodukte, die Verhandlungsstärke der Kunden, die Verhandlungsstärke der Lieferanten und die Rivalität unter den Branchen-Wettbewerbern.
1. Einleitung: Vorstellung des Ökonomen Michael E. Porter sowie eine Einführung in das Modell der „Five Forces“ und den methodischen Ansatz der Arbeit.
2. Das theoretische Grundgerüst der Branchenstrukturanalyse nach Michael E. Porter und ihre Anwendung: Detaillierte Erläuterung der fünf Wettbewerbskräfte, die die Rentabilität und Strategie innerhalb einer Branche maßgeblich bestimmen.
3. Die Branchenstrukturanalyse des deutschen Biermarktes: Praktische Anwendung der Theorie auf den deutschen Biermarkt unter Berücksichtigung aktueller Marktdaten, Konsumentenverhalten und struktureller Herausforderungen.
4. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Einschätzung der Wettbewerbsintensität und Konsolidierungstendenzen für die zukünftige Entwicklung der deutschen Brauwirtschaft.
Biermarkt, Porter's Five Forces, Wettbewerbsanalyse, Brauindustrie, Markteintrittsbarrieren, Verhandlungsmacht, Substitutionsprodukte, Biermischgetränke, Lebensmitteleinzelhandel, Branchenstruktur, Rentabilität, Brauereien, Konsumwandel.
Die Arbeit beschäftigt sich mit einer detaillierten Branchenstrukturanalyse des deutschen Biermarktes, um die Wettbewerbsintensität und Rentabilitätsfaktoren der Branche zu untersuchen.
Zentrale Themen sind die Wettbewerbskräfte nach Michael E. Porter, der Einfluss des Lebensmitteleinzelhandels, das Konsumentenverhalten bei Bier, sowie die Auswirkungen von Substitutionsprodukten wie Biermischgetränken.
Ziel ist es, die aktuelle Situation des deutschen Biermarktes theoretisch fundiert durch das „Five Forces“-Modell zu analysieren und die Marktdynamiken hinter dem Rückgang von Bierabsätzen und -umsätzen aufzuzeigen.
Die Arbeit nutzt die Branchenstrukturanalyse nach Michael E. Porter, ergänzt durch aktuelle Wirtschaftsdaten, Statistiken des Deutschen Brauer-Bundes und Branchenstudien.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung des Porter-Modells und die konkrete, empirische Anwendung auf den deutschen Biermarkt, inklusive der Untersuchung von Lieferantenmacht, Abnehmermacht und staatlichen Regulierungen.
Die wichtigsten Schlagworte sind Biermarkt, Branchenstrukturanalyse, Porter's Five Forces, Markteintrittsbarrieren, Brauindustrie und Substitutionsprodukte.
Laut Arbeit haben staatliche Eingriffe, wie die Einführung der Dosenpfandpflicht, Steuererhöhungen und Anti-Alkohol-Kampagnen, einen erheblichen negativen Einfluss auf die Rentabilität der Branche.
Aufgrund der hohen Konzentration des LEH besitzen diese eine enorme Verhandlungsmacht gegenüber den Brauereien, was den Preisdruck erhöht und den Brauereien kaum Spielraum für Preiserhöhungen lässt.
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