Magisterarbeit, 2006
150 Seiten
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
0. EINFÜHRUNG
0.1. Ziel der Arbeit
0.2. Methodische Vorgehensweise
1. INTERKULTURALITÄT UND INTERKULTURELLES LERNEN
1.1. Interkulturalität
1.2. Interkulturelles Lernen
2. WAS IST KONKRETE POESIE
2.1. Definitionen
2.2. Geschichte der konkreten Poesie
2.3. Wurzeln der konkreten Poesie
2.4. Das Auftauchen der konkreten Poesie in verschiedenen Ländern
2.5. Der Begriff „konkret“ in der Musik, Malerei und Literatur
2.6. Konstellation
2.7. Ideogramm
2.8. In Deutschland veröffentlichte Anthologien
3. IN DIESEM BEREICH ERSCHIENENE TÜRKISCHE ARBEITEN
3.1. Die theoretischen Arbeiten
3.2. Die empirischen Arbeiten
3.3. Zusammenfassung
4. PROBLEME DES FREMDSPRACHENUNTERRICHTS
4.1. Sprechangst im Unterricht
4.2. Langweile im Fremdsprachenunterricht
4.3. Textauswahl
5. ZIEL DER PROBELEHRVERANSTALTUNGEN
5.1. Literarische Kenntnisse
5.2. Sprachwissenschaftliche und grammatische Kenntnisse
5.3. Kommunikative Fähigkeit
5.4. Anregen der Kreativität
5.5. Aktives Mitarbeiten im Unterricht
5.6. Abbau der Konzentrationsschwierigkeiten
5.7. Die Lehre vom Gebrauch der kritischen Haltung
5.8. Die Entwicklung der sprachlichen Kompetenz
5.9. Interkulturelle Denkfähigkeit
5.10. Narrative Kompetenz
6. DIE ANWENDUNG DER KONKRETEN TEXTE IM DaF-UNTERRICHT
6.1. Methodische Wege
6.2. Die empirische Anwendung der konkreten Texte in den Probelehrveranstaltungen
6.2.1. Konrad Balder Schäuffelen: 46mal augen, eine Augengeschichte in 3 Akten
6.2.2. Ernst Jandl: Markierung einer Wende
6.2.3. Konrad Balder Schäuffelen: Da kannten die Soldaten kein Pardon mehr
6.2.3.1. Zum Vergleich der Gedichte von „Markierung einer Wende“ und „da kannten die Soldaten kein Pardon mehr“
6.2.4. Volker Erhardt: Links ist Linker
6.2.5. Unbekannter Verfasser: Worte
6.2.6. Heinz Gappmayr: sind
6.2.7. Josef Reding: Friede
6.2.8. Pierre Aziz: Liebe
6.2.9. Reinhard Döhl: Nilfarben
7. ZUR ANALYSE DER KONKRETEN TEXTEN IN LEHRWERKEN HINSICHTLICH DER INTERKULTURALITÄT
7.1. Deutsch Aktiv Neu Lehrbuch 1A
7.1.1. „Empfindungswörter“ von Rudolf Otto Wiemer
7.1.2. „Fünfter Sein“ von Ernst Jandl
7.1.3. „Markierung einer Wende“ von Ernst Jandl
7.1.4. „Lehrreich“ von Burkhard Grabe
7.1.5. „Unbestimmte Zahlwörter“ von Rudolf Otto Wiemer
7.1.6. „Possessivpronomen“ von Rudolf Otto Wiemer
7.2. Deutsch Aktiv Neu Lehrbuch 1B
7.2.1. „Zeitsätze“ von Rudolf Otto Wiemer
7.2.2. „Erziehung“ von Uwe Timm
7.3. Deutsch Aktiv Neu Lehrbuch 1C
7.3.1. „Familienfoto“ von Ernst Jandl
7.4. Moment Mal Lehrbuch 1
7.4.1. Konkrete Bilder
7.4.2. „Wanderung“ von Ernst Jandl
7.4.3. „Umgangsformen“ von Kurt Marti
7.4.4. „Für Sorge“ von Burkhard Grabe
7.5. Moment Mal Lehrbuch 2
7.5.1. „Herr Paulke erzählt“ von Hans Manz
7.5.2. „Einer ist keiner“ von Volker Ludwig
7.6. Moment Mal Arbeitsbuch 1
7.6.1. „Fünfter Sein“ von Ernst Jandl
7.7. Moment Mal Arbeitsbuch 2
7.7.1. „Ping Pong“ von Eugen Gömringer
7.7.2. „Immer“ von Robert Gernhardt
7.7.3. „Ja Ja“ von Hanz Manz
7.7.4. „Spuren im Sand“ von Hans Baumann
7.8. Allgemeine Bewertung der Lehrwerke
8. SCHLUSSFOLGERUNGEN
Das Hauptziel der Arbeit besteht darin, die didaktischen Potenziale konkreter Poesie im DaF-Unterricht (Deutsch als Fremdsprache) zu untersuchen, insbesondere im Hinblick auf interkulturelles Lernen, die Steigerung der Kreativität und den Abbau von Sprechangst.
2.1. Definitionen
Konkrete Poesie ist so breit wie Äste und Zweige eines Baumes. Jeder Ast und jedes Blatt ruft eine andere Eigenart dieser Gattung in den Sinn. Es ist ungenügend, sie mit einigen Zeilen oberflächlich zu definieren. Daher soll man ihre Wesensart einzeln in den Griff nehmen und die Gedichte untersuchen. Nur von diesem Standpunkt aus kann man zur Tiefe der konkreten Poesie vordringen. Jeder Schriftsteller hat die konkrete Poesie nach seiner Schriftart definiert. Wenn wir es in Rechnung stellen, dass jeder Autor eine eigene Art hat, dann wird klar, welch eine breite Bedeutung die konkrete Poesie hat.
Konkretismus ist eine Strömung in moderner Lyrik, die sprachliche Elemente nach optischer und akustischer Wertigkeit zur Komposition montiert; sie verzichtet darauf, empirische Wirklichkeit abzubilden und zu erfassen, befragt statt dessen das isolierte Einzelwort, nimmt es als Denkform und verwendet es auf seine konkreten Möglichkeiten hin; es entstehen Ideogramme, Konstellation, in denen Bedeutungsinhalt und Struktur identisch sind, die Realität auf strukturische Funktion beruht.
In obiger Definition sieht man die sprachlichen Elemente wie Werkzeuge, die den Text montieren, um den bildlichen Text zu schaffen. Außerdem betont man hier die Grundformen der konkreten Poesie wie z.B. Konstellationen und Ideogramme, die in den Kapiteln 2.6 und 2.7 dieser Arbeit ausführlich diskutiert wurden.
Konkrete Poesie ist einen Bau errichten, indem man sprachliche Werkzeuge verarbeitet, die zuerst visuelle Kenntnisse spiegeln.
0. EINFÜHRUNG: Die Einleitung erläutert die Relevanz der konkreten Poesie für den DaF-Unterricht und definiert die Ziele sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit.
1. INTERKULTURALITÄT UND INTERKULTURELLES LERNEN: Dieses Kapitel definiert Kultur und Interkulturalität und beleuchtet die Bedeutung interkulturellen Lernens für die Kommunikation und den Abbau von Vorurteilen.
2. WAS IST KONKRETE POESIE: Es wird eine umfassende Definition der konkreten Poesie gegeben, ihre historische Entwicklung und die verschiedenen Grundformen werden dargelegt.
3. IN DIESEM BEREICH ERSCHIENENE TÜRKISCHE ARBEITEN: Hier werden relevante türkische Forschungsarbeiten zur konkreten Poesie besprochen und in den wissenschaftlichen Kontext eingeordnet.
4. PROBLEME DES FREMDSPRACHENUNTERRICHTS: Das Kapitel analysiert Herausforderungen wie Sprechangst und Langeweile im Unterricht und untersucht, wie konkrete Poesie als Lösungsmöglichkeit dienen kann.
5. ZIEL DER PROBELEHRVERANSTALTUNGEN: Es werden die Lernziele der praktischen Einheiten definiert, darunter die Entwicklung literarischer, sprachlicher und interkultureller Kompetenzen.
6. DIE ANWENDUNG DER KONKRETEN TEXTE IM DaF-UNTERRICHT: Dieses Kapitel dokumentiert die praktische Durchführung der Lehrveranstaltungen mit konkreten Gedichtanalysen und methodischen Schritten.
7. ZUR ANALYSE DER KONKRETEN TEXTEN IN LEHRWERKEN HINSICHTLICH DER INTERKULTURALITÄT: Es erfolgt eine kritische Untersuchung verschiedener Lehrwerke daraufhin, wie und in welchem Umfang sie konkrete Poesie integrieren.
8. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Das Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt Ausblicke auf die Notwendigkeit einer stärkeren Berücksichtigung konkreter Texte in Lehrplänen.
Konkrete Poesie, Sprachdidaktik, Interkulturalität, Lyrikanalyse, Didaktik, Fremdsprachenunterricht, DaF, Konstellation, Ideogramm, Interkulturelles Lernen, Literaturdidaktik, Kreativität, Sprechangst, Textauswahl, Lehrwerkanalyse.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Didaktisierung von konkreter Poesie im Unterricht "Deutsch als Fremdsprache" (DaF) und deren Beitrag zum interkulturellen Lernen.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der konkreten Poesie, deren interkulturelle Dimension, die Analyse bestehender türkischer Forschungsarbeiten, Probleme des Fremdsprachenunterrichts sowie die Anwendung konkreter Texte in Lehrwerken.
Das Hauptziel ist aufzuzeigen, dass konkrete Poesie durch ihre visuelle und spielerische Struktur wesentlich besser als klassische Gedichte dazu geeignet ist, kreatives Denken, Sprachkenntnisse und interkulturelle Kompetenz bei Studierenden zu fördern.
Der Autor stützt sich auf eine Kombination aus theoretischer Aufarbeitung der Literatur und einer empirischen Untersuchung, die in Form von Probelehrveranstaltungen an der Universität Çanakkale durchgeführt wurde.
Der Hauptteil befasst sich mit der Definition und Geschichte konkreter Poesie, einer Analyse türkischer Arbeiten auf diesem Gebiet, der Behandlung von Problemen im DaF-Unterricht sowie einer empirischen Studie, in der spezifische konkrete Gedichte im Unterricht erprobt wurden.
Zu den prägenden Begriffen gehören Konkrete Poesie, Interkulturalität, Sprachdidaktik, Kreativität und Lehrwerkanalyse.
Sprechangst wird als zentrales Hemmnis für aktive Unterrichtsteilnahme identifiziert, das durch den spielerischen, nicht wertenden Umgang mit konkreten Texten abgebaut werden kann.
Während klassische Gedichte primär auf Form- und Inhaltsanalyse setzen, bieten konkrete Texte aufgrund ihres spielerischen Charakters und der Leerstellen mehr Raum für subjektive Auslegung, Kreativität und interkulturelle Reflexion.
Die Textauswahl ist entscheidend, da sie den Schwierigkeitsgrad, das Interesse der Lernenden und die Eignung für den spielerischen Umgang bestimmt, um Lernziele effektiv zu erreichen.
Der Autor bewertet die Einbindung als derzeit unzureichend und fordert eine stärkere und bewusstere Berücksichtigung konkreter Texte im DaF-Unterricht sowie in Lehrplänen germanistischer Abteilungen.
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