Diplomarbeit, 2010
78 Seiten, Note: 1,3
1 Zielsetzungen und Aufbau der Arbeit
2 Definitionen und begriffliche Abgrenzungen
2.1 Definition von Logistik
2.2 Definition von Supply Chain und Supply Chain Management
2.3 Abgrenzung der Logistik vom SCM
2.4 Die Supply Chain Sicht auf das Unternehmen
3 Das Supply Chain Operation Reference Modell
3.1 Grundidee, Ziele und Inhalt des SCOR-Modells
3.2 Das Supply-Chain Council
3.3 Struktur und Prozesse des SCOR-Modells
4 Wertorientierte Unternehmensführung
4.1 Motivation: Bedeutung der Wertorientierung in der Logistik-Praxis
4.2 Grundlagen der wertorientierten Unternehmensführung
4.2.1 Verfahren der Unternehmensbewertung
4.2.2 Discounted Cash Flow
4.2.3 Weighted Average Cost of Capital
4.3 Verfahren der wertorientierten Unternehmensführung
4.3.1 Das Konzept des Economic Value Added
4.3.2 Werttreiber und Werttreiberhierarchien mit Bezug zum EVA
5 Einfluss des SCM auf den EVA
5.1 Einfluss des SCM auf die Umsatzerlöse
5.2 Einfluss des SCM auf den operativen Aufwand
5.3 Einfluss des SCM auf das gebundene Kapital
5.3.1 Einfluss des SCM auf das Anlagevermögen
5.3.2 Einfluss des SCM auf das Umlaufvermögen
5.4 Einfluss des SCM auf den Kapitalkostensatz
5.5 Ein neues Finanzierungsinstrument des SCM – Supply Chain Finanzierung
5.6 Herausforderungen für die wertorientierte Gestaltung von Supply Chains
6 Wertorientierte Kennzahlen für das SCOR-Modell
6.1 Fallstudie 1: Wertsteigerung durch SCM bei einem Automobilzulieferer
6.2 Fallstudie 2: Kennzahlen im SCOR-Modell der Siemens AG
7 Zusammenfassung und weiterer Forschungsbedarf
Die Arbeit untersucht, wie das Supply Chain Management (SCM) durch die gezielte Anwendung logistischer Kennzahlen auf Basis des SCOR-Modells und des Economic Value Added (EVA)-Konzepts signifikant zur Steigerung des Unternehmenswertes beitragen kann.
Die Supply Chain Sicht auf das Unternehmen
Auf Basis der genannten Definitionen und anhand von zwei Schaubildern erfolgt nun eine Überleitung zum Supply Chain Reference Modell (SCOR-Modell). Ausgangspunkt hierfür ist eine stark vereinfachende Unternehmensdarstellung aus logistischer Sicht, wie sie in klassischen Lehrbüchern verwendet wird. Darauf aufbauend wird vereinfachend die Supply Chain Sichtweise auf die Unternehmensprozesse dargestellt. Dabei exemplarisch von einem produzierenden Unternehmen ausgegangen. Diese Perspektive wird später verallgemeinert und zugleich detailliert.
Die klassische Darstellung fokussiert Beschaffungs-, Produktions- und Distributionslogistik als Teilbereiche der betrieblichen Logistik. In neueren Überlegungen tritt als weiterer Bereich die Entsorgungslogistik hinzu. Entsprechend dem Güterstrom weist der Entsorgungsfluss in die entgegengesetzte Richtung des Herstellungsprozesses. Das SCM bezieht zudem die Planungs- und Unterstützungsleistungen in die Betrachtung mit ein. Nachfolgende Darstellung ordnet die benannten sechs Prozesselemente in einer Grafik an und stellt damit die Sichtweise des SCM dar.
1 Zielsetzungen und Aufbau der Arbeit: Einleitung in die Themenstellung, Darlegung der Ausgangsthese sowie Erläuterung der logistischen Relevanz für den Unternehmenswert.
2 Definitionen und begriffliche Abgrenzungen: Definition der Begriffe Logistik und Supply Chain Management unter Abgrenzung der beiden Konzepte voneinander.
3 Das Supply Chain Operation Reference Modell: Darstellung des SCOR-Modells als Standard zur Beschreibung von Kunden-Lieferanten-Beziehungen und Prozessstrukturen.
4 Wertorientierte Unternehmensführung: Einführung in das Konzept der wertorientierten Unternehmensführung und der zentralen Kennzahl Economic Value Added (EVA).
5 Einfluss des SCM auf den EVA: Analyse der logistischen Hebel und Werttreiber, die den Unternehmenswert durch SCM-Optimierungen direkt beeinflussen.
6 Wertorientierte Kennzahlen für das SCOR-Modell: Anwendung der theoretischen Erkenntnisse anhand von zwei praktischen Fallstudien aus der Industrie.
7 Zusammenfassung und weiterer Forschungsbedarf: Synthese der Ergebnisse sowie Ausblick auf zukünftige Forschungsnotwendigkeiten im Bereich SCM.
Supply Chain Management, SCM, SCOR-Modell, Unternehmenswert, Economic Value Added, EVA, Logistik, Werttreiber, Prozessorientierung, Kennzahlensystem, Wertsteigerung, Kapitalkostensatz, Working Capital, Supply Chain Finanzierung, Prozesskosten.
Die Arbeit behandelt die Integration von logistischen Prozessen in eine wertorientierte Unternehmenssteuerung, um den Unternehmenswert messbar zu steigern.
Zentrale Themen sind die logistische Optimierung durch das SCOR-Modell und die finanzwirtschaftliche Bewertung mittels des Economic Value Added (EVA).
Das Ziel ist es, logistische Werttreiber zu identifizieren und Handlungsempfehlungen zu geben, wie SCM aktiv zur Steigerung des Unternehmenswertes beitragen kann.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Fundierung durch Literaturanalyse kombiniert mit der prozessorientierten Analyse mittels SCOR-Modell sowie einer fallstudienbasierten Praxisprüfung.
Der Hauptteil analysiert die Definitionen von SCM, die Grundlagen wertorientierter Führung, die Einflüsse von SCM auf finanzielle Kennzahlen und die praktische Anwendung im SCOR-Modell.
Wichtige Begriffe sind SCM, SCOR-Modell, EVA, Werttreiberhierarchie, Cash-to-Cash Cycle und logistische Prozessoptimierung.
Es dient als standardisierter Bezugsrahmen, um Schnittstellen innerhalb und zwischen Organisationen zu strukturieren und logistische Kennzahlen vergleichbar zu machen.
Durch die Optimierung von Umsatzerlösen, die Reduzierung operativer Kosten, die Senkung des gebundenen Kapitals und die Beeinflussung des Kapitalkostensatzes (WACC).
Traditionelle Logistik fokussiert oft isoliert auf Kosteneinsparungen, während das wertorientierte SCM die gesamte Wertschöpfungskette und deren Beitrag zum Shareholder Value betrachtet.
Sie ist ein innovativer Ansatz, um die Finanzierungsstruktur innerhalb einer Lieferkette zu optimieren, etwa durch Konsignationslager oder Lieferantenfinanzierungen.
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