Bachelorarbeit, 2009
75 Seiten, Note: 1,3
Jura - Zivilrecht / Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Wirtschaftsrecht
1. Vorwort
2. Einleitung
2.1 Einführung in die Thematik
2.2 Zielsetzung
3. Mediation als alternative Konfliktlösung
3.1 Ein kleiner Einblick in die Geschichte der Mediation
3.2 Handlungsalternativen
3.2.1 Das Gerichtsverfahren
3.2.2 Das Schiedsverfahren
3.2.3 Die Schlichtung
3.2.4 Gemeinsame Konfliktlösung
3.3 Vergleich von Gerichtsverfahren und Mediation
3.4 Zum Begriff der Mediation
4. Die Konflikttheorie
4.1 Definition von Konflikten
4.2 Konfliktdiagnose
4.2.1 Konflikttypen
4.2.2 Modelle der Konfliktdiagnose
4.3 Subjektive Wahrnehmung von Konflikten
4.4 Konfliktdynamik
4.4.1 Stufen und Wendepunkte
5. Verhandlungen
5.1 Intuitives Verhandeln
5.2 Verhandlungsmanagement
5.2.1 Bewertung von Wahlmöglichkeiten anhand von Interessen
5.2.2 Subjektive Wahrnehmung von Optionen und Alternativen
5.3 Das Harvard – Konzept
5.4 Verhandlung und Mediation
6. Das Mediationsverfahren
6.1 Phasen der Mediation
6.1.1 Auftragsklärung
6.1.2 Liste der Themen
6.1.3 Positionen und Interessen
6.1.4 Heureka
6.1.5 Abschlussvereinbarungen
6.1.6 Die Evaluation
6.2 Der Mediator
6.2.1 Anforderungsprofil
6.2.2 Aufgaben
6.2.3 Die Typologie der Persönlichkeit eines Mediators
7. Techniken der Mediation
7.1 Kommunikation
7.1.1 Sprachmuster
7.1.2 Grundlagen der zwischenmenschlichen Kommunikation
7.1.3 Verbale Kommunikation
7.1.4 Nonverbale Kommunikation
7.2 Moderationstechnik
7.3 Kreativitätstechnik
7.4 Tools
8. Recht und Mediation
8.1 Recht der Mediation
8.2 Recht in der Mediation
8.3 Die Mediationsvereinbarung
8.4 Der Mediatorvertrag
8.5 Die Abschlussvereinbarung
9. T@keLaw als juristisches Instrument
9.1 T@keLaw und T@keLaw-Vote
9.2 Aufbau einer T@keLaw Struktur
9.2.1 Die UND – Struktur
9.2.2 Die ODER – Struktur
9.2.3 Negationen
9.3 T@keLaw-Vote
10. Die Theorie von Robert Alexy zur juristischen Argumentation als rationaler Diskurs
10.1. Das Deduktionsmodell
10.2. Das Dezisionsmodell
10.3. Der hermeneutische Modell
10.4. Das Kohärenzmodell
11. Probleme des Rechtssystems und Nutzen von T@keLaw und T@keLaw-Vote für juristische Arbeit
12. Neue Wege der Mediation
12.1 T@keLaw, T@keLaw-Vote und Mediation
12.2 Die Arbeit im Mediationsverfahren mit T@keLaw und T@keLaw-Vote
12.3 Mögliches Verfahren an einem rechtlichen Beispiel
12.4 Mögliches Verfahren an einem nicht rechtlichen Beispiel
13. Vor- und Nachteile sowie Grenzen im Mediationsverfahren mit T@keLaw und T@keLaw-Vote
13.1 Vorteile
13.2 Nachteile
13.3 Grenzen
14. Zusammenfassung
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, aufzuzeigen, wie das Mediationsverfahren als alternative Konfliktlösungsmethode durch den Einsatz moderner juristischer Instrumente wie T@keLaw und T@keLaw-Vote effizienter gestaltet werden kann, um Parteien von einer belastenden Beziehungsebene zurück zu einer sachorientierten Verhandlungsführung zu führen.
12.3 Mögliches Verfahren an einem rechtlichen Beispiel
Als Beispiel soll hier folgender Sachverhalt dienen: Andreas Achilles (A) und Benjamin Bizeps (B) sind beide begeisterte Sportler und Mitglied im Fitnessclub Charisma (C). Dort trainiert auch die hübsche Dina Durstig (D), Lebensgefährtin von Andreas Achilles. A ist sehr stolz auf seine Freundin D und hat beim Training auch immer ein Auge auf sie. Ihm entgeht nicht, dass B öfters einen Blick zu D wirft und er sie auch irgendwann anspricht. Zunächst genießt er, dass seine Freundin so gut bei anderen Männern ankommt. Als sich B beim Sport aber immer öfter an D wendet, ihr häufig zuzwinkert und ihr sogar seine Telefonnummer zusteckt, ändert sich die Stimmung von A allmählich.
D berichtet A zu Hause, dass B sie gefragt habe, was sie eigentlich an A fände und B doch viel besser zu ihr passen würde. Auch von seinen Sportkollegen erfährt A, dass B sich sehr abfällig über ihn äußert und sogar erzählen würde, dass A seine Freundin D betrüge. Als A und B eines Tages wieder beim Training aufeinander treffen, platzt A der Kragen und er konfrontiert B. Er teilt ihm unmissverständlich mit, er solle die Finger von D lassen und aufhören, hinter seinem Rücken schlecht zu reden und Lügen über ihn zu verbreiten. Sollte B allerdings weiter so handeln, erklärt ihm A, dass er mit Konsequenzen rechnen müsse.
B, der sich über das Verhalten des A ärgert, versucht diesen zu provozieren. Dass A darauf nicht weiter eingeht, ärgert B noch mehr. B entschließt sich, im Fitnessclub zu kündigen und eine Anzeige bei Polizist P zu erstatten. B trägt bei P vor, er fühle sich bedroht, da A ihm Schläge angedroht hätte. Das ist nun auch sein Grund für die Kündigung im Fitnessclub. Die Polizei nimmt seine Aussage auf und fährt zu A, um ihn mit diesem Vorwurf zu konfrontieren. A wiederum erzählt seine Seite der Geschichte. Er erwähnt, dass B seine Freundin D immer wieder „anbaggere“ und Lügen über ihn verbreite. Er erzählt auch, dass er zu B gesagt habe, B müsse mit Konsequenzen rechnen, wenn er dies nicht unterlasse. P hat nun beide Aussagen aufgenommen und möchte den Fall bearbeiten. Da B von angedrohten Schlägen gesprochen hat, A allerdings nur von Konsequenzen, ist es für P fraglich, ob hier überhaupt der Tatbestand einer Bedrohung vorliegt.
1. Vorwort: Danksagung an Betreuer und Unterstützer, die das Entstehen der Arbeit ermöglicht haben.
2. Einleitung: Darstellung der Problematik eskalierender Konflikte und Zielsetzung der Untersuchung, Mediation durch neue Instrumente zu unterstützen.
3. Mediation als alternative Konfliktlösung: Überblick über die historische Entwicklung der Mediation und Gegenüberstellung zu anderen Verfahren wie Gerichts- oder Schiedsverfahren.
4. Die Konflikttheorie: Erläuterung der Definition von Konflikten, Möglichkeiten der Konfliktdiagnose und der Dynamik eskalierender Prozesse.
5. Verhandlungen: Analyse intuitiver Verhandlungsmethoden im Vergleich zu strukturiertem Verhandlungsmanagement und dem Harvard-Konzept.
6. Das Mediationsverfahren: Detaillierte Beschreibung der fünf Phasen der Mediation sowie Anforderungen an den Mediator.
7. Techniken der Mediation: Vorstellung spezifischer Kommunikations-, Moderations- und Kreativitätstechniken zur Prozesssteuerung.
8. Recht und Mediation: Einordnung der Mediation in das Rechtssystem und Erläuterung vertragsrechtlicher Aspekte der Mediationsvereinbarung.
9. T@keLaw als juristisches Instrument: Einführung in das grafische System T@keLaw zur Visualisierung von Logik und Argumentationsstrukturen.
10. Die Theorie von Robert Alexy zur juristischen Argumentation als rationaler Diskurs: Theoretische Auseinandersetzung mit verschiedenen Modellen der juristischen Argumentation.
11. Probleme des Rechtssystems und Nutzen von T@keLaw und T@keLaw-Vote für juristische Arbeit: Aufzeigen der Vorteile digitaler Standardisierung bei der Bearbeitung komplexer juristischer Sachverhalte.
12. Neue Wege der Mediation: Praktische Darstellung, wie T@keLaw und T@keLaw-Vote Mediationsprozesse durch Sachlichkeit und Transparenz unterstützen können.
13. Vor- und Nachteile sowie Grenzen im Mediationsverfahren mit T@keLaw und T@keLaw-Vote: Kritische Analyse des technischen Verfahrens unter Berücksichtigung von Anonymität und zwischenmenschlichem Kontakt.
14. Zusammenfassung: Abschlussbetrachtung und Fazit über die Effektivität des Einsatzes digitaler Werkzeuge zur Vorarbeit in der Mediation.
Mediation, Konfliktlösung, Verhandlungsmanagement, T@keLaw, Rechtsinformatik, Konflikttheorie, Harvard-Konzept, juristische Argumentation, Robert Alexy, Sachverhaltsklärung, digitale Mediation, alternative Streitbeilegung, Kommunikationsmanagement, Interessenforschung, Mediationsverfahren.
Die Arbeit untersucht, wie das klassische Mediationsverfahren bei der Beilegung von Konflikten durch den Einsatz moderner informationstechnologischer Instrumente, speziell der Software T@keLaw und deren Vote-Funktion, unterstützt und sachlicher gestaltet werden kann.
Die zentralen Felder umfassen die Mediatoren-Praxis, Konflikttheorie, verschiedene Verhandlungsmodelle, die rechtlichen Rahmenbedingungen von Mediation sowie die rechtsinformatische Visualisierung von Argumentationsstrukturen.
Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie zerstrittene Parteien durch die Arbeit mit digitalen Tools von einer emotionalen Beziehungsebene zurück zu einer sachlichen Problemanalyse und Konfliktlösung geführt werden können.
Es wird eine Kombination aus einer theoretischen Aufarbeitung der Mediations- und Verhandlungslehre (u.a. nach Robert Alexy) und der praktischen Anwendung rechtsinformatischer Modelle (T@keLaw) durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen Grundlagen (Konflikttheorie, Verhandlung, Recht), die Beschreibung des Mediationsverfahrens und die spezifische Vorstellung der T@keLaw-Software inklusive praktischer Fallbeispiele.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Mediation, Konfliktlösung, T@keLaw, juristische Argumentation, Sachorientierung und alternative Streitbeilegung.
T@keLaw erlaubt es den Konfliktparteien, ihre Sicht des Sachverhalts unabhängig voneinander in eine strukturierte Baumstruktur zu überführen, wodurch der Mediator vorab ein klares Bild der streitigen und unstreitigen Punkte erhält.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass ein Mediator trotz technischer Unterstützung unverzichtbar bleibt, da die unmittelbare persönliche Auseinandersetzung und die empathische Moderation bei zwischenmenschlichen Konflikten durch Computerprogramme nicht ersetzt werden können.
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