Diplomarbeit, 2003
95 Seiten, Note: 2
I. ZUSAMMENFASSUNG
II. EINLEITUNG
III. STAND DES PROBLEMS
III.1. Die Gedächtnisdeterminanten
III.1.1. Die Gedächtniskapazität
III.1.1.1. Gedächtnisspanne
III.1.1.2. Verarbeitungsgeschwindigkeit
III.1.2. Das Vorwissen
III.1.2.1. Semantisches Netzwerk
III.1.2.2. “Weltwissen” und “bereichsspezifisches Wissen”
III.1.2.3. “Wissenshypothese” und “Experten-Novizen-Paradigma”
III.1.3. Die Gedächtnisstrategien
III.1.3.1. Enkodierstrategien
III.1.3.1.1. Rehearsal
III.1.3.1.2. Organisieren, Kategorisieren
III.1.3.1.3. Elaboration
III.1.3.2. Abrufstrategien
III.1.3.3. Defizite beim Strategiegebrauch
III.1.3.3.1. Mediationsdefizit
III.1.3.3.2. Produktionsdefizit
III.1.3.3.3. Nutzungsdefizit
III.1.4. Das Metagedächtnis
III.1.4.1. Deklaratives Metagedächtnis
III.1.4.2. Prozedurales Metagedächtnis
III.1.4.3. Die Entwicklung des Metagedächtnisses im Kindesalter
III.2. Konzepte für das Strategiemodells
III.2.1. Die Strategie-Emergenz-Theorie (SET)
III.2.1.1. Theoretische Grundannahmen
III.2.1.1.1. Das Modell des semantischen Netzwerks
III.2.1.1.2. Das Arbeitsgedächtnis nach Baddeley
III.2.1.1.3. Das Synergistic-Ecphory-Modell
III.2.1.2. Das Integrative Rahmenmodell
III.2.1.3. Hypothesen und Vorhersagen der SET
III.2.1.4. Ergebnis der Prüfung der Vorhersagen
III.2.2. Das Modell des guten Strategieanwenders
III.2.2.1. Strategie
III.2.2.2. Metakognitives Wissen über spezifische Strategien
III.2.2.3. Stil
III.2.2.4. Motivationale Überzeugungen
III.2.2.5. Nichtstrategische Wissensbasis
III.3. Kritik am Strategiemodell - und die Alternativen
III.3.1. Das Contra
III.3.1.1. Kritik am Konzept des Metagedächtnisses
III.3.2. Die Fuzzy-Trace-Theorie
III.4. “Clustering and Recall”
IV. SPEZIFISCHE FRAGESTELLUNG UND HYPOTHESEN
V. METHODE
V.1. Allgemeine Begründung für das Vorgehen
V.2. Voruntersuchung
V.3. Hauptuntersuchung
V.3.1. Stichprobe
V.3.2. Untersuchungsplan
V.3.2.1. Operationalisierung
V.3.2.2. Unabhängige Variablen
V.3.3. Material und abhängige Variablen
V.3.3.1. Gruppensitzung
V.3.3.2. Einzelsitzung
V.3.3.3. Abhängige Variable
V.3.4. Ablauf der Untersuchung
V.3.4.1. Gruppensitzung
V.3.4.2. Einzelsitzung
V.3.5. Statistische Verfahren
V.3.5.1. Hypothesentestung
V.3.5.2. Multiple Regressionsanalyse
V.3.5.2.1. Einhaltung der Prämissen
V.3.5.3. Überprüfung der Varianz- und Korrelationshomogenität
VI. ERGEBNISSE
VI.1. Hypothesentestung
VI.1.1. Resultat zu Hypothese A
VI.1.2. Resultat zu Hypothese B
VI.1.3. Ergebnis zu Hypothese C
VI.1.4. Ergebnis zu Hypothese D
VI.2. Resultate der Regressionsanalyse
VII. DISKUSSION
VII.1. Hypothesen
VII.2. Regressionsanalyse
Die Arbeit untersucht die Validität des sogenannten "Strategiemodells" des Lernens. Ziel ist es zu klären, ob der Strategiegebrauch tatsächlich einen exklusiven Einfluss auf die Gedächtnisleistung hat, der über den Einfluss der drei anderen Gedächtnisdeterminanten (Vorwissen, Metagedächtnis, Gedächtniskapazität) hinausgeht.
Die Gedächtnisstrategien
Strategien werden generell aufgefasst als “potentiell bewußte, intentionale kognitive Aktivitäten [...], die dabei helfen sollen, eine Gedächtnisaufgabe besser zu bewältigen. (Schneider & Büttner, 1998, S. 672) Sie werden durch das Individuum kontrolliert ausgeführt und sind mental anstrengend.
Unterteilbar sind Strategien in Enkodierstrategien, die beim Lernen aktiv sind, und Abrufstrategien, die bei Erinnerungsprozessen in Kraft treten.
I. ZUSAMMENFASSUNG: Zusammenfassende Darstellung der empirischen Studie an 60 Zweit- und Viertklässlern zur Validierung des Strategiemodells und der unerwarteten Befunde hinsichtlich der Vorwissens-Dominanz.
II. EINLEITUNG: Einführung in die vier Gedächtnisdeterminanten und die Fragestellung, ob der Strategiegebrauch tatsächlich die zentrale Rolle bei der Gedächtnisperformanz spielt.
III. STAND DES PROBLEMS: Detaillierte theoretische Abhandlung der kognitiven Entwicklung, inklusive der Strategie-Emergenz-Theorie (SET) und der Kritik durch die Fuzzy-Trace-Theorie.
IV. SPEZIFISCHE FRAGESTELLUNG UND HYPOTHESEN: Herleitung der vier Arbeitshypothesen zur Überprüfung des Einflusses von Strategien auf die Gedächtnisleistung im Vergleich zu Nichtstrategen und unter Berücksichtigung von Klassenstufen.
V. METHODE: Beschreibung des experimentellen Aufbaus, der Stichprobenauswahl an drei Grundschulen und der statistischen Vorgehensweise zur Datenauswertung.
VI. ERGEBNISSE: Präsentation der Ergebnisse der MANOVA und der multiplen Regressionsanalysen zur Klärung des Einflusses der verschiedenen Gedächtnisdeterminanten.
VII. DISKUSSION: Interpretation der statistischen Befunde und kritische Reflexion des Strategiemodells vor dem Hintergrund der gewonnenen Studiendaten.
Strategiemodell, Gedächtnisdeterminanten, Gedächtniskapazität, Vorwissen, Metagedächtnis, Strategiegebrauch, Kognitive Entwicklung, Grundschulalter, Reproduktionsleistung, Multiple Regressionsanalyse, Strategie-Emergenz-Theorie, Kategorisierung, Fuzzy-Trace-Theorie, Gedächtnisspanne.
Die Arbeit untersucht die wissenschaftliche Validität des sogenannten "Strategiemodells", welches besagt, dass der bewusste Gebrauch von Lernstrategien der maßgebliche Faktor für die Qualität von Gedächtnisleistungen ist.
Zentrale Themen sind die vier Gedächtnisdeterminanten: Gedächtniskapazität, Vorwissen, Gedächtnisstrategien und Metagedächtnis, sowie deren Zusammenspiel bei der Informationsverarbeitung von Kindern.
Das primäre Ziel besteht in der Überprüfung der Hypothese, ob ein direkter Zusammenhang zwischen dem Strategiegebrauch einer Person und ihrem Lernerfolg besteht, wenn man den Einfluss von Vorwissen und Kapazität berücksichtigt.
Es wurden experimentelle Studien mit Kindern der 2. und 4. Jahrgangsstufe durchgeführt (Experimentalgruppen vs. Kontrollgruppen). Statistisch wurden die Daten mittels einer MANOVA im Messwiederholungsdesign sowie durch multiple Regressionsanalysen ausgewertet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in aktuelle Gedächtnistheorien (SET, "Good-Strategy-User"-Modell), eine methodische Darlegung der eigenen empirischen Untersuchung und eine detaillierte Ergebnisanalyse.
Die wichtigsten Begriffe sind das Strategiemodell, Vorwissen als Einflussgröße, kategoriales Organisieren beim Lernen, Metagedächtnis und die statistische Validierung dieser Faktoren durch Regressionsmodelle.
Überraschenderweise zeigte sich, dass das Vorwissen (insbesondere in Bezug auf Tiere und Pflanzen) oft einen höheren Erklärungsbeitrag zur Gedächtnisleistung lieferte als der reine Strategiegebrauch.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass das Strategiemodell nicht ohne weiteres als alleingültige Erklärung gelten kann. Er betont, dass eher eine dynamische Interaktion aller vier Gedächtnisdeterminanten für die Lernleistung verantwortlich zu machen ist.
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