Diplomarbeit, 2010
58 Seiten, Note: 2,3
1 Problemstellung
2 Konzeptionelle Grundlagen
2.1 Definition von Mass Customization
2.2 Mass Customization aus der Kundenperspektive
2.3 Konzeptioneller Rahmen
3 Vorgehensweise und Befunde der empirischen Studien zu Kundenwirkungen
3.1 Vorgehensweise
3.2 Befunde
3.2.1 Voraussetzungen
3.2.2 Individualisierung per se
3.2.3 Größe des Solution-Space.
3.2.4 Informationsdarstellung
3.2.5 Hilfswerkzeuge
3.2.6 Produktkategorie
3.2.7 Sonstige
3.3 Kundenkompetenz
3.3.1 Kennen
3.3.2 Können
3.3.3 Wollen
3.4 Limitationen
4 Implikationen
4.1 Implikationen für die Forschung
4.2 Implikationen für die Praxis
5 Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit der Fertigungstyp "Mass Customization" (MC) geeignet ist, die zunehmend heterogene Nachfrage des Massenmarkts zu befriedigen. Hierbei wird der aktuelle Stand der empirischen Forschung hinsichtlich der Auswirkungen auf den Kunden, wie etwa Kundennutzen, Zufriedenheit und Zahlungsbereitschaft, analysiert und strukturiert dargestellt.
3.2.2 Individualisierung per se
Im vorherigen Kapitel wurde auf die unterschiedlichen Befunde bezüglich der Frage eingegangen, ob Kunden für MC bereit seien. In diesem Kapitel werden Befunde von Studien dargestellt, die hauptsächlich das Konzept der Individualisierung per se und ihre Kundenwirkungen getestet haben, sehr oft ohne dabei weitere MC-Variablen variiert zu haben.
In dem oft zitierten Experiment von Franke/Piller (2004) hatten Probanden mit einem Toolkit Uhren designt und anschließend die WTP für ihre Uhr und vergleichbare Uhren aus dem Herstellersortiment abgegeben. Insgesamt führten die Autoren vier Experimente durch. Die ersten beiden und die letzten beiden Experimente dienten jeweils als Kontrollgruppe zueinander. In der ersten Experimentgruppe wurde die WTP via CVM und in der zweiten Gruppe via VA gemessen. Insgesamt waren mit den verschiedenen Ausprägungen der 5 Designelemente 650 Millionen verschiedene Kombinationen möglich. Die Uhren der Probanden wiesen eine sehr hohe Heterogenität auf. Die Designs waren fast vollkommen überschneidungsfrei.
1 Problemstellung: Einführung in die Problematik heterogener Konsumentenbedürfnisse und die Relevanz von Mass Customization als Fertigungsstrategie.
2 Konzeptionelle Grundlagen: Erarbeitung einer Definition von Mass Customization und Erläuterung des konzeptionellen Rahmens zur Strukturierung der empirischen Studien.
3 Vorgehensweise und Befunde der empirischen Studien zu Kundenwirkungen: Detaillierte Analyse der empirischen Forschungsergebnisse, unterteilt nach verschiedenen Variablen und Mediatoren wie der Kundenkompetenz.
4 Implikationen: Ableitung von Erkenntnissen für die zukünftige Forschung sowie Handlungsempfehlungen für die unternehmerische Praxis.
5 Zusammenfassung: Abschließende Synthese der Ergebnisse und Beantwortung der zentralen Forschungsfrage.
Mass Customization, Kundenintegration, Kundennutzen, Zahlungsbereitschaft, WTP, Co-Design, Solution-Space, Kundenkompetenz, Produktindividualisierung, Marktforschung, Toolkits, Konsumentenbedürfnisse, Preispremium, Kundenzufriedenheit, Prozessnutzen.
Die Arbeit untersucht, ob Mass Customization (MC) eine wirksame Strategie ist, um die heterogenen Bedürfnisse von Kunden in einem Massenmarkt zu befriedigen.
Die Schwerpunkte liegen auf den Konzeptionellen Grundlagen von MC, der empirischen Analyse von Kundenwirkungen und den Einflussfaktoren wie Toolkit-Design und Kundenkompetenz.
Das Ziel ist es, durch eine Meta-Analyse empirischer Studien zu klären, welche Faktoren den Erfolg von Mass Customization aus der Perspektive des Kunden beeinflussen.
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Literaturanalyse und der systematischen Auswertung zahlreicher empirischer Studien, Experimente und Meta-Analysen zum Thema.
Der Hauptteil analysiert empirische Befunde zu Voraussetzungen, dem Einfluss der Individualisierung, der Größe des Solution-Space, der Informationsdarstellung und der Bedeutung von Hilfswerkzeugen.
Die Kernbegriffe sind Mass Customization, Kundennutzen, Zahlungsbereitschaft (WTP), Co-Design und Kundenkompetenz.
Die Arbeit zeigt, dass die Fähigkeit des Kunden, Präferenzen zu kennen, zu verbalisieren und das Produktinvolvement, als wesentliche Moderatoren für den Erfolg des Co-Design-Prozesses fungieren.
Die Studien belegen mehrheitlich eine höhere Zahlungsbereitschaft für individualisierte Produkte, wobei die Höhe stark von der gewählten Messmethode (CVM vs. VA) und der Produktkategorie abhängt.
Das Toolkit bestimmt den Solution-Space und beeinflusst durch die Informationsdarstellung sowohl die wahrgenommene Komplexität als auch die Freude des Kunden am Gestaltungsprozess.
Die Arbeit zeigt, dass die Einbindung von Peer-Feedback oder Designvorlagen durch andere Nutzer den Co-Design-Prozess kostenlos verbessern und das Produktergebnis sowie die Kundenzufriedenheit steigern kann.
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