Masterarbeit, 2010
76 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Kurzarbeit in Österreich im Lichte der aktuellen Wirtschaftskrise
1.2 Wesensmerkmale der Kurzarbeit
1.2.1 Einführung von Kurzarbeit
1.2.2 Gewährung der Kurzarbeitsbeihilfe
1.2.3 Begriffsabgrenzungen
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Historische Entwicklung der Kurzarbeit
2.1 Kurzarbeit im Arbeitslosenversicherungsgesetz
2.1.1 Entstehung des AlVG
2.1.2 Novellierungen des AlVG
2.2 Kurzarbeit im Arbeitsmarktförderungsgesetz
2.2.1 Entstehung des AMFG
2.2.2 Novellierungen des AMFG
2.3 Kurzarbeit „Neu“ im Arbeitsmarktservicegesetz
2.3.1 Initiativantrag
2.3.2 Beschäftigungsförderungsgesetz - Arbeitsmarktpaket I
2.3.3 Arbeitsmarktpaket II
2.4 Zusammenfassung
3 Aktuelle gesetzliche Regelungen zur Kurzarbeit
3.1 Persönliche Voraussetzungen für die Gewährung der Kurzarbeitsbeihilfe
3.1.1 Bei Arbeitgeber
3.1.2 Bei Beschäftigten
3.2 Sachliche Voraussetzungen für die Gewährung der Kurzarbeitsbeihilfe
3.2.1 Vorübergehende nicht saisonbedingte wirtschaftliche Schwierigkeiten
3.2.2 Rechtzeitige Verständigung des AMS und Beratung
3.2.3 Vereinbarung zwischen kollektivvertragsfähigen Körperschaften
3.2.4 Sonderfall: Naturkatastrophen
3.3 Arbeitszeitausfall
3.4 Aufrechterhaltung des Beschäftigungsstandes
3.5 Behaltedauer nach Kurzarbeit
3.6 Dauer der Kurzarbeitsbeihilfe
3.7 Höhe der Kurzarbeitsbeihilfe
3.7.1 Pauschalsätze
3.7.2 Verrechenbare Ausfallstunden
3.7.3 Berechnung der Höhe
3.7.4 „Ergänzender Teilbetrag“
3.7.5 Gesamtbeihilfe
3.8 Die „Qualifizierungsbeihilfe“ bei Kurzarbeit
3.8.1 Ausbildungskonzept
3.8.2 Qualifizierungsmaßnahmen
3.8.3 Qualifizierungsunterstützung
3.9 Zusammenfassung
4 Ziele und Konsequenzen der Kurzarbeit
4.1 Für den Staat
4.1.1 Betriebe und Beschäftigte in Kurzarbeit
4.1.2 Finanzieller Mehraufwand
4.1.3 Risikoverteilung
4.1.4 Kurzarbeit als Schutz vor Arbeitslosigkeit
4.1.5 Staatliche Maßnahmen gegen die Krise
4.2 Für den Arbeitgeber
4.2.1 Betriebliche Personalpolitik in der Krise
4.2.2 Personalmaßnahmen vor der Einführung von Kurzarbeit
4.2.3 Kostensenkung durch Kurzarbeit
4.2.4 Beibehaltung der Beschäftigungsstruktur
4.3 Für die Beschäftigten
4.3.1 Geringe Entgeltschmälerung
4.3.2 Sozialversicherungsbeiträge und Lohnsteuer
4.3.3 Kurzarbeit statt Arbeitslosigkeit
4.4 Nachteile der Kurzarbeit
4.4.1 Hoher Verwaltungsaufwand und Verfahrensdauer
4.4.2 Befristete Lösung
4.4.3 Auftreten von „Schattenwirtschaft“
4.5 Zusammenfassung
5 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung, die gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie die ökonomischen und sozialen Auswirkungen der Kurzarbeit in Österreich, insbesondere vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise ab 2008, um deren Effektivität als arbeitsmarktpolitisches Instrument zu bewerten.
1.1 Kurzarbeit in Österreich im Lichte der aktuellen Wirtschaftskrise
Viele österreichischen Unternehmen mussten ihre geplanten Produkionsleistungen aufgrund der im Jahr 2008 einsetzenden Wirtschaftskrise deutlich nach unten revidieren. Durch eine solche Auftrags- bzw Absatzschwäche wurde der Arbeitskräftebedarf bei vielen Betrieben stark minimiert, wodurch auch für einen weiteren Fortbestand des Unternehmens eine entsprechende Senkung der bestehenden Arbeitskosten vollzogen wurde. Bei personalpolitischen Entscheidungen sollten jedoch Kündigungen oder Massenentlassungen als „ultima ratio“ angesehen werden.
Viele Unternehmen haben daher auf den Rechtsbehelf der Kurzarbeit zurückgegriffen und auf Kündigungen wichtiger Mitarbeiter, welche bei einem Aufschwung wieder benötigt werden, verzichtet. Das primäre Ziel der Kurzarbeit besteht somit einerseits in der „Vermeidung des Abbaues von Arbeitsplätzen“ und andererseits in der Sicherstellung, „dass den Unternehmen nach Überwindung von wirtschaftlichen Krisen ausreichend Arbeitskräfte zur Verfügung stehen, um wieder an die Produktionsleistung vor Einsetzen der Krise anknüpfen zu können“.
Aber nicht nur Auftrags- bzw Absatzmängel, welche neben externen auch interne Ursachen haben können, stellen mögliche Anlässe bzw Gründe für die Einführung von Kurzarbeit dar. Vielmehr können noch folgende genannt werden:
• Rohstoffmangel oder Schwierigkeiten aus dem Zuliefererbereich,
• (Natur-)Katastrophen,
• Ausfall von Produktionsmitteln oder Umbauten im Betrieb sowie
• Störungen im Mitarbeiterbereich, welche eine Produktion undurchführbar machen.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Kurzarbeit als Instrument zur Beschäftigungssicherung während der Wirtschaftskrise ein und skizziert den Aufbau der Masterarbeit.
2 Historische Entwicklung der Kurzarbeit: Dieses Kapitel zeichnet die gesetzliche Historie der Kurzarbeit von den Anfängen im AlVG 1949 bis hin zur Überführung in das aktuelle Arbeitsmarktservicegesetz (AMSG) nach.
3 Aktuelle gesetzliche Regelungen zur Kurzarbeit: Hier werden die detaillierten rechtlichen Anforderungen, Voraussetzungen und Berechnungsmethoden für die Gewährung der Kurzarbeitsbeihilfe und der Qualifizierungsbeihilfe erläutert.
4 Ziele und Konsequenzen der Kurzarbeit: Dieser Hauptteil analysiert die Auswirkungen der Kurzarbeit auf die beteiligten Akteure Staat, Arbeitgeber und Beschäftigte und beleuchtet sowohl die Vorteile als auch die Nachteile und die Problematik der Schattenwirtschaft.
5 Fazit und Ausblick: Der abschließende Teil fasst die Ergebnisse zusammen und wagt einen Ausblick auf die künftige Entwicklung der wirtschaftlichen Lage und die Rolle der Kurzarbeit in Österreich.
Kurzarbeit, Kurzarbeitsbeihilfe, Arbeitsmarktservice, Wirtschaftskrise, Beschäftigungssicherung, Arbeitsrecht, Lohnnebenkosten, Qualifizierungsmaßnahmen, Sozialpartner, Entgeltschmälerung, Personalpolitik, Schattenwirtschaft, Arbeitslosigkeit, Betriebliche Vereinbarung, Arbeitsmarktpaket
Die Arbeit behandelt die Kurzarbeit als arbeitsmarktpolitisches Instrument in Österreich, ihre gesetzliche Geschichte und ihre spezifische Anwendung während der Wirtschaftskrise ab 2008.
Im Fokus stehen die rechtlichen Voraussetzungen für die Beihilfengewährung, die Auswirkungen auf die Lohnkosten der Arbeitgeber sowie die Einkommenssituation der Beschäftigten.
Das Hauptziel ist es, aufzuzeigen, wie effektiv Kurzarbeit zur Vermeidung von Arbeitslosigkeit beiträgt und welche ökonomischen Konsequenzen dies für Staat, Unternehmen und Arbeitnehmer hat.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten rechtlichen und ökonomischen Analyse der Gesetzeslage sowie auf der Auswertung statistischer Daten des Arbeitsmarktservices (AMS).
Der Hauptteil erörtert die Ziele und Konsequenzen der Kurzarbeit, unterteilt in die Perspektiven des Staates, der Arbeitgeber und der Beschäftigten, inklusive praktischer Berechnungsbeispiele.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Kurzarbeitsbeihilfe, Beschäftigungssicherung, Krisenmanagement, Sozialpartnervereinbarung und Lohnnebenkosten beschreiben.
Es handelt sich um ein Instrument, das es Unternehmen ermöglicht, Kurzarbeit mit gezielten Qualifizierungsmaßnahmen für die Belegschaft zu verbinden, um deren Vermittelbarkeit zu verbessern.
Die Arbeit analysiert, dass Beschäftigte in Kurzarbeit versuchen können, ihre Entgeltschmälerung durch Schwarzarbeit zu kompensieren, was die gesamtwirtschaftliche Relevanz der Kurzarbeit erweitert.
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