Bachelorarbeit, 2010
50 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise
2 Grundlagen des Guerilla-Marketing
2.1 Herkunft des Begriffs Guerilla
2.2 Historie des Guerilla-Marketing
2.3 Begriffsabgrenzung
2.4 Prinzipien
2.5 Voraussetzungen
2.6 Ziele und Zielgruppen
2.7 Guerilla-Marketing im Marketing-Mix
3 Instrumente innerhalb der Kommunikation
3.1 Viral Marketing
3.1.1 Charakterisierung
3.1.2 Ziele
3.1.3 Praxisbeispiel
3.2 Ambush-Marketing
3.2.1 Charakterisierung
3.2.2 Ziele
3.2.3 Praxisbeispiel
3.3 Ambient Media
3.3.1 Charakterisierung
3.3.2 Ziele
3.3.3 Praxisbeispiele
3.4 Sensation Marketing
3.4.1 Charakterisierung
3.4.2 Ziele
3.4.3 Praxisbeispiele
3.5 Zwischenfazit
4 Instrumente außerhalb der Kommunikation
4.1 Guerilla Pricing
4.1.1 Charakterisierung
4.1.2 Praxisbeispiel
4.2 Guerilla Producting
4.2.1 Charakterisierung
4.2.2 Praxisbeispiel
4.3 Guerilla Distributing
4.3.1 Charakterisierung
4.3.2 Praxisbeispiel
5 Möglichkeiten und Grenzen des Guerilla-Marketing
5.1 Stärken und Schwächen
5.2 Chancen und Risiken
5.3 Kosten und Erfolgskontrolle
6 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht, inwieweit Guerilla-Marketing als ergänzender Ansatz dienen kann, um der zunehmenden Werbeüberlastung und Konsumentenübersättigung entgegenzuwirken, indem durch unkonventionelle Taktiken hohe Aufmerksamkeit mit geringem Budget erzielt wird.
3.1.3 Praxisbeispiel
Wie Viral Marketing funktioniert, wird am „Fall Mary Woodbridge“ deutlich, der im Jahre 2006 für Furore sorgte:
Um bei ihren täglichen Spaziergängen vor Wind und Wetter geschützt zu sein, kauft die 85-jährige Britin Mary Woodbridge eine Jacke der Marke Mammut Sports. Dann fasst die völlig untrainierte Rentnerin einen Plan: Sie will den Mount Everest besteigen. Da Woodbridge für ihr Unternehmen Geld braucht, verschickt sie E-Mails an bekannte Bergsportausrüster und Tageszeitungen weltweit. Sie bittet diese um ein Sponsoring ihrer Everest-Expedition.
Auf ihrer Homepage, die ihr Enkel erstellte, kündigt sie ihr Vorhaben an. Die Nachricht vom Plan der 85-jährigen verbreitet sich rasend schnell und Woodbridge, ihr Vorhaben und ihre Website werden auf einen Schlag berühmt. Über 250 Internetportale, Radiostationen, Zeitungen und Zeitschriften aus aller Welt berichten über den ungewöhnlichen Plan und die Website. Die Bergsport-Gemeinschaft rätselt, ob das Vorhaben der alten Dame bewundernswert oder verrückt sei.
Da Mary Woodbridge stets eine Jacke von Mammut trägt, sieht sich der Schweizer Bergsportausrüster einige Wochen später verantwortlich, vor leichtsinnigen Vorhaben wie einer Everest-Expitidion zu warnen. Entsprechend weist Mammut nun auf Marys Homepage hin: „Warnung: Mit so guter Ausrüstung kann man sich leicht zu sicher fühlen.“
Spätestens jetzt war klar: Sowohl Mary Woodbrige als auch ihre Geschichte sind von Mammut ins Leben gerufen worden. Marketingchef Michael Gyssler erklärte: „Wir haben uns für diese Marketingform entschieden, um die sonst nur schwer via Werbung anzusprechende Hardcore-Szene der Kletterer und Alpinisten, zu erreichen.“ Später wurde die viral gestartete Kampagne mit klassischen Werbemaßnahmen ergänzt. So war Woodbridge z.B. als Pappaufsteller am Point of Sale zu sehen.
1 Einleitung: Diese Einleitung beschreibt die zunehmende Kommunikationsüberlastung durch klassische Werbung und die Notwendigkeit für Unternehmen, alternative Marketingstrategien zu entwickeln.
2 Grundlagen des Guerilla-Marketing: Dieses Kapitel erläutert den militärischen Ursprung, die Historie sowie die definitorischen Merkmale und Prinzipien des Guerilla-Marketing-Konzepts.
3 Instrumente innerhalb der Kommunikation: Es werden die zentralen kommunikativen Guerilla-Marketing-Instrumente wie Viral Marketing, Ambush-Marketing, Ambient Media und Sensation Marketing detailliert charakterisiert und anhand von Praxisbeispielen veranschaulicht.
4 Instrumente außerhalb der Kommunikation: Dieses Kapitel betrachtet alternative Guerilla-Ansätze in der Preispolitik (Pricing), Produktgestaltung (Producting) und im Vertrieb (Distributing).
5 Möglichkeiten und Grenzen des Guerilla-Marketing: Die Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken des Konzepts werden analysiert, ergänzt durch eine Betrachtung der Problematik der Erfolgskontrolle.
6 Fazit und Ausblick: Diese abschließende Bewertung fasst zusammen, dass Guerilla-Marketing als dynamische, begleitende Strategie zum klassischen Marketing-Mix eine immer bedeutendere Rolle einnimmt.
Guerilla-Marketing, Viral Marketing, Ambush-Marketing, Ambient Media, Sensation Marketing, Werbeüberlastung, Guerilla Pricing, Guerilla Producting, Guerilla Distributing, Kommunikation, Marketing-Mix, Markenaufbau, Erfolgskontrolle, Unkonventionalität, Kundenbindung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit Guerilla-Marketing als alternativem Ansatz, um in einem übersättigten Werbemarkt trotz begrenzter Budgets maximale Aufmerksamkeit bei den Konsumenten zu generieren.
Zentral sind die theoretischen Grundlagen des Guerilla-Marketing sowie dessen spezifische Instrumente innerhalb und außerhalb der klassischen Kommunikation, ergänzt durch Analysen zu deren Vor- und Nachteilen.
Ziel ist es aufzuzeigen, wie Unternehmen durch unkonventionelle, überraschende Aktionen das Zielgruppeninteresse effektiv gewinnen können, ohne auf klassische, meist teure Werbemethoden angewiesen zu sein.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse zahlreicher Fallbeispiele aus der Praxis, um die Wirkungsweise der verschiedenen Guerilla-Instrumente zu belegen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung kommunikativer Werkzeuge wie Viral- und Ambush-Marketing sowie nicht-kommunikative Ansätze wie Guerilla Pricing und Distributing.
Neben dem Kernbegriff Guerilla-Marketing sind dies vor allem Viral Marketing, Ambush-Marketing, Ambient Media, Sensation Marketing und Begriffe rund um die Erfolgskontrolle von Marketingmaßnahmen.
Während Ambient Media eher auf die Platzierung in gewohnten Umgebungen setzen und wiederholbar sind, zeichnet sich Sensation Marketing durch einzigartige, oft spektakuläre Einzelaktionen aus.
Da Guerilla-Marketing meist als ergänzende, kurzfristige Strategie eingesetzt wird, ist die direkte Zurechenbarkeit von Verkaufszahlen schwierig, zudem fehlen oft standardisierte Messmethoden wie bei klassischen Kampagnen.
Hierbei werden preispolitische Entscheidungen, wie die "EM-Wette", als unkonventionelle Kommunikations- und Marketingmaßnahme genutzt, um Aufmerksamkeit zu erzeugen, die weit über das eigentliche Angebot hinausgeht.
Die größte Gefahr besteht in der mangelnden Kontrollierbarkeit der Diskussion; sobald ein Thema in der Öffentlichkeit negativ bewertet wird, kann dies zu einer massiven Imageschädigung des Unternehmens führen.
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