Bachelorarbeit, 2010
74 Seiten, Note: 1,7
1. Vorwort
2. Einleitung
3. Begriffsklärungen
3.1 Die Behinderung
3.2 Die Psychische Störung
3.3 Die Psychische Behinderung
4. Gesetzliche Regelungen für Menschen mit Behinderungen
4.1 Das Gleichheitsprinzip Behinderter
4.1.1 Der Begriff der Teilhabe
4.1.2 Gesellschaft und Gemeinschaft
4.2 Gesetze der Antidiskriminierung und der Gleichstellung
4.3 Die Behindertenrechtskonvention – BRK
4.3.1 Zur Entstehung
4.3.2 Bedeutung
4.3.3 Die Situation in Deutschland
5. Exklusion psychisch Behinderter
5.1 Begriffsklärung
5.2 Stigmatisierung psychisch Kranker
5.3 Exklusion als gesellschaftliches Problem
5.4 Exklusion psychisch Kranker und Behinderter im Arbeitsleben
5.5 Diskriminierung durch die Hilfesysteme selbst
6. Psychische Erkrankung als gesellschaftliches Erklärungsmodell für Unfassbares – aufgezeigt am Beispiel des Amoklaufs
6.1 Der Amoklauf
6.2 Die Rolle der Medien
6.3 Kriminalstatistische Gesichtspunkte
7. Die Rolle des Sports in der Psychiatrie
8. Kompetenzförderung durch den Sport
9. Das Sportschießen
9.1 Allgemeines über den Schießsport
9.2 Kompetenzen im Schießsport
9.2.1 Die Technik
9.2.2 Mentales Training
9.3 Alternativen zu scharfen Waffen
10. Resümee
Die vorliegende Arbeit untersucht die Problematik der Diskriminierung und Exklusion von psychisch kranken Menschen anhand des konkreten Beispiels des Sportschießens. Das Hauptziel der Arbeit ist es zu beleuchten, wie soziale Inklusion in der Praxis gelingt, welche Barrieren dabei bestehen und welchen Beitrag die Soziale Arbeit zur Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe leisten kann.
Die Rolle der Medien
Die Psychiatrie versucht seit ihren Anfängen, ihr Ansehen in der Öffentlichkeit zu heben und Vorurteile gegenüber psychisch Kranken zu mildern. Max Fischer, einer der frühen Sozialpsychiater aus der badischen Musteranstalt Illenau, wendet sich bereits 1903 mit einem aufrüttelnden Plädoyer an die aufgeklärte Öffentlichkeit. Seither hat jede Generation von Behandelnden und Pflegenden ihre Anstrengungen zur Überwindung von Vorurteilen gegenüber den ihnen anvertrauten Kranken unternommen und sind jeweils gescheitert. „Die öffentliche Meinung erwies sich als fest gefügt. Man konnte an ihr rütteln, sie aber nicht verändern. Sie ist empfänglicher für schlechte Nachrichten als für gute; und die Medien liefern ihr, was sie verlangt.“
Das war an der Wende zum vorletzten Jahrhundert nicht anders als heute und wird auch zukünftig so zu erwarten sein. Allerdings haben sich die Medien verändert. Sie sind schneller und durch ihren Bilderreichtum eingängiger und emotionaler als früher. Vor allem aber sind Bilder und Nachrichten globalisiert. Was immer irgendwo auf der Welt geschieht, wird am Tag darauf zur Schlagzeile, oft noch am gleichen Tag zum bewegten Bild in den Abendnachrichten. Wer kennt nicht die ungezählten Darstellungen psychisch kranker Menschen in Film und Fernsehen, die nur wenig mit der Wirklichkeit der Krankheiten zu tun haben, aber wohl geeignet sind, die Vorstellung von der Unberechenbarkeit und Gefährlichkeit psychisch Kranker zu festigen. Die Bildgewalt von Film und Fernsehen ist erdrückend. Es scheint fraglich, ob die Betroffenen, die Angehörigen oder auch die Professionellen dem etwas entgegensetzen können.
1. Vorwort: Der Autor schildert seine persönlichen Erfahrungen bei der Etablierung einer Sportgruppe für psychisch behinderte Jugendliche und die darauffolgende Stigmatisierung nach einem Amoklauf.
2. Einleitung: Die Einleitung führt in die verfassungsrechtliche Situation des Gleichheitsgrundsatzes ein und problematisiert dessen mangelnde Umsetzung in der Lebensrealität von psychisch Erkrankten.
3. Begriffsklärungen: Dieses Kapitel definiert essenzielle Begriffe wie Behinderung, psychische Störung und psychische Behinderung unter Berücksichtigung des ICF-Modells.
4. Gesetzliche Regelungen für Menschen mit Behinderungen: Es folgt ein Überblick über internationale und nationale Antidiskriminierungsgesetze sowie die Bedeutung der Behindertenrechtskonvention.
5. Exklusion psychisch Behinderter: Das Kapitel analysiert die Mechanismen der Ausgrenzung, Stigmatisierung und die spezifische Situation auf dem Arbeitsmarkt.
6. Psychische Erkrankung als gesellschaftliches Erklärungsmodell für Unfassbares – aufgezeigt am Beispiel des Amoklaufs: Untersucht wird, wie psychische Erkrankungen gesellschaftlich zur Erklärung für extreme Gewalttaten missbraucht werden und welche Rolle die Medien dabei spielen.
7. Die Rolle des Sports in der Psychiatrie: Es werden die therapeutischen Möglichkeiten und Ziele von Sport- und Bewegungsprogrammen für psychisch kranke Menschen erörtert.
8. Kompetenzförderung durch den Sport: Dieses Kapitel verknüpft Bildungsaspekte mit sportlicher Betätigung und zeigt, wie Sport zur Förderung von Lebenskompetenzen beiträgt.
9. Das Sportschießen: Ein spezifischer Blick auf das Sportschießen als Beispiel, inklusive technischer Grundlagen, mentalem Training und der Suche nach Alternativen zu scharfen Waffen.
10. Resümee: Der Autor zieht ein Fazit über den langen Weg zur gesellschaftlichen Anerkennung psychischer Erkrankungen und die Notwendigkeit von Aufklärungsarbeit.
Psychische Behinderung, Inklusion, Exklusion, Stigmatisierung, Teilhabe, Sportschießen, Antidiskriminierung, ICF-Modell, Behindertenrechtskonvention, Soziale Arbeit, Medienwirkung, Amoklauf, Rehabilitation, Lebenskompetenzen, Gleichheitsprinzip
Die Arbeit befasst sich mit der Situation psychisch behinderter Menschen in unserer Gesellschaft und untersucht, warum diese Personengruppe oft von Diskriminierung und Exklusion betroffen ist.
Die Arbeit behandelt Themen wie die rechtliche Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen, Stigmatisierung, die Rolle der Medien bei der Vorurteilsbildung sowie die Chancen und Grenzen von Sport als therapeutisches und inklusives Mittel.
Das Ziel ist zu analysieren, wie Inklusion von psychisch kranken Menschen in der Praxis gelingen kann und welche gesellschaftlichen und sozialpädagogischen Veränderungen notwendig sind, um echte Teilhabe zu ermöglichen.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse, der Einbeziehung rechtlicher Rahmenbedingungen sowie der exemplarischen Untersuchung am Beispiel des Sportschießens im Kontext der Sozialen Arbeit.
Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsklärung, eine Analyse gesetzlicher Grundlagen, die Untersuchung von Exklusionsmechanismen, eine medienkritische Auseinandersetzung mit dem Thema Amoklauf sowie eine Darstellung der Rolle des Sports in der Psychiatrie.
Die wichtigsten Begriffe sind Inklusion, psychische Behinderung, Stigmatisierung, Teilhabe, Behindertenrechtskonvention und Soziale Arbeit.
Sport wird als therapeutisches Mittel eingesetzt, um nicht nur körperliche Funktionen zu verbessern, sondern auch psychische Stabilität, Selbstvertrauen und soziale Kommunikationsfähigkeiten zu fördern.
Das Sportschießen dient als exemplarisches Fallbeispiel für eine sicherheitsrelevante Sportart, die häufig durch mediale Berichterstattung stigmatisiert wird, und zeigt, wie Inklusion in einem komplexen Umfeld gelingen kann.
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