Bachelorarbeit, 2022
67 Seiten, Note: 1,3
1. Zusammenfassung
2. Abstract
3. Einleitung
3.1 Modellorganismus Arabidopsis thaliana
3.2 Abiotische und biotische Stressfaktoren
3.3 Das Immunsystem der Pflanze
3.3.1 Pflanzliche Immunantwort und Basalresistenz
3.3.2 Systemisch erworbene Resistenz (SAR)
3.3.3 NHP-Biosynthese
3.3.4 SA-Biosynthese
3.3.5 Weitere Metabolite
3.4 Zielsetzung
4. Material
4.1 Allgemeiner Laborbedarf
4.1.1 Verbrauchsmaterialien
4.1.2 Labormaterial
4.1.3 Laborgeräte
4.1.4 Chemikalien
4.1.5 Medien
4.1.6 Suspensionen
4.1.7 Lösungen
4.1.8 Puffer
4.1.9 Bakterienstämme
4.1.10 Oomycetenstämme
4.2 Software
4.3 Datenbanken
4.4 Pflanzenmaterial
5. Methoden
5.1 Anzuchtbedingungen
5.1.1 Vorbereitung der verwendeten Erde
5.1.2 Pflanzenaussaht
5.1.3 Kultivierung und Anzucht
5.1.4 Pikieren
5.1.5 Samengewinnung
5.2 Metabolitenanalyse
5.2.1 Versuchsaufbau/Behandlung
5.2.2 Ernte des Blattmaterials
5.2.3 Trennung
5.2.4 Extraktion
5.2.5 Derivatisierung
5.2.6 Gaschromatographische Analyse
5.2.7 Auswertung der GC/MS-Daten
5.3 Resistenzversuch
5.3.1 Vorbehandlung der Blätter
5.3.2 Bakterienanzucht
5.3.3 Aufreinigung
5.3.4 Infiltration
5.3.5 Luminometer-Messung
5.4 Wachstumsexperiment
5.4.1 Vorbehandlung der Pflanzen
5.4.2 Sporenvermehrung und -messung
5.4.3 Inokulation
5.4.4 Auswertung
6. Ergebnisse
6.1 Metabolitenanalyse
6.2 Resistenzversuch
6.2.1 Basalresistenz
6.2.2 NHP-induzierte Resistenz
6.3 Wachstumsexperiment
7. Diskussion
7.1 Anpassung an verschiedene Standorte der Ökotypen
7.2 Einfluss von natürlichen Variationen von abwehrrelevanten Genen
7.3 SAR bei Oomycetenbefall
7.4 ICA-Synthese
7.5 Ausblick
Die Arbeit untersucht die Immunreaktionen verschiedener Arabidopsis thaliana-Ökotypen auf abiotische (UV-Strahlung) und biotische (Pseudomonas syringae, Hyaloperonospora arabidopsidis) Stressfaktoren, um Unterschiede in der basalen und NHP-induzierten Resistenz sowie der Metabolitenakkumulation zu analysieren.
3.3.1 Pflanzliche Immunantwort und Basalresistenz
Um pathogene Mikroben abzuwehren besitzen Pflanzen neben physikalischen Barrieren wie einer wachshaltigen Cuticula und Verholzung von Zellwänden auch ein vielschichtiges zweigeteiltes Immunsystem, um Infektionen durch mikrobielle Krankheitserreger abzuwehren und erreichen durch eine fein abgestimmte Biosynthese und metabolische Inaktivierung immunstimulierender kleiner Moleküle ein optimales Gleichgewicht zwischen Wachstum und Abwehr (Karasov et al. 2017). Auf der Zelloberfläche lokalisierte transmembrane Mustererkennungsrezeptoren (pattern recognition receptors, PRRs), die auf sich langsam entwickelnde mikrobielle oder pathogenassoziierte molekulare Muster (pathogen associated molecular patterns, PAMPs), lösen eine Muster-getriggerte Immunität (PAMP triggered immunity, PTI) aus (Zeier 2021, Jones & Dangl 2006). Dadurch wird eine weitere bakterielle Besiedelung gestoppt (Jones & Dangl 2006). Wird die PTI trotzdem überwunden, sodass ein bestimmter Effektor von einem Protein erkannt wird, führt dies zu einer Effektor-getriggerten Immunität (effector-triggered immunity, ETI) (Zeier 2021, Jones & Dangl 2006). ETI ist eine beschleunigte und verstärkte PTI-Reaktion, die zu Krankheitsresistenz und normalerweise zu einer hypersensitiven Zelltodreaktion (HR) an der Infektionsstelle führt (Jones & Dangl 2006).
1. Zusammenfassung: Gibt einen kurzen Überblick über die untersuchten Mechanismen der pflanzlichen Immunabwehr gegen abiotische und biotische Stressfaktoren.
2. Abstract: Englische Zusammenfassung der wissenschaftlichen Untersuchung und Ergebnisse.
3. Einleitung: Beschreibt den Modellorganismus Arabidopsis thaliana, die Relevanz von Stressfaktoren und die molekularen Grundlagen der pflanzlichen Immunantwort.
4. Material: Listet sämtliche für die Versuche verwendeten Laborutensilien, Chemikalien, Bakterienstämme und Ökotypen auf.
5. Methoden: Erläutert detailliert die Verfahren zur Pflanzenanzucht, Metabolitenanalyse (GC/MS) und Durchführung der Resistenz- und Wachstumsexperimente.
6. Ergebnisse: Präsentiert die Daten zur Metabolitenakkumulation unter UV-Stress sowie die Resultate der Resistenz- und Wachstumstests bei verschiedenem Pathogenbefall.
7. Diskussion: Interpretiert die Ergebnisse unter Berücksichtigung der Standortanpassung und der genetischen Variationen innerhalb der untersuchten Ökotypen.
Arabidopsis thaliana, Immunsystem, NHP, Salicylsäure, UV-Stress, Basalresistenz, Pseudomonas syringae, Hyaloperonospora arabidopsidis, Metabolitenanalyse, SAR, FMO1, UGT76B1, natürliche Variation, Pflanzenabwehr, GC/MS.
Die Arbeit untersucht das komplexe pflanzliche Immunsystem der Modellpflanze Arabidopsis thaliana und wie verschiedene Ökotypen auf abiotischen Stress durch UV-Licht sowie biotischen Befall durch Bakterien und Oomyceten reagieren.
Zentrale Themen sind die Biosynthese und Signalwirkung der Abwehr-Metabolite NHP und Salicylsäure sowie die Rolle der systemisch erworbenen Resistenz (SAR).
Das primäre Ziel ist es, die natürliche Variation der Immunantwort zwischen verschiedenen Arabidopsis-Ökotypen zu vergleichen und zu verstehen, welche genetischen Faktoren diese Unterschiede bestimmen.
Die quantitative Analyse von Stressmetaboliten erfolgt mittels Gaschromatographie und Massenspektrometrie (GC/MS), ergänzt durch Infiltrations- und Inokulationsexperimente zur Bestimmung der Resistenz.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auflistung der Materialien, eine exakte Beschreibung der Labormethoden sowie die Auswertung und Diskussion der gewonnenen Daten zur Metabolitenakkumulation und zum Resistenzverhalten.
Wichtige Begriffe sind NHP, Salicylsäure, Basalresistenz, systemisch erworbene Resistenz (SAR), FMO1-Mutationen und die natürliche Variation innerhalb der Pflanzenarten.
Die erhöhte Resistenz, wie bei Bik-1, korreliert oft mit der Akkumulation spezifischer Abwehrmetabolite, was vermutlich eine Anpassung an extreme natürliche Lichtverhältnisse am jeweiligen Herkunftsstandort darstellt.
FMO1 fungiert als NHP-Synthase und ist entscheidend für das Immun-Priming; Mutationen in diesem Gen führen bei betroffenen Ökotypen zu einer verminderten SAR-Ausbildung und basalen Resistenz.
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