Masterarbeit, 2010
76 Seiten, Note: 1,3
Die Arbeit befasst sich mit der polemischen Beziehung zwischen dem Deutschen Orden und dem polnisch-litauischen Staatenbund im Zeitraum von 1386 bis 1422. Die Arbeit analysiert die verschiedenen Stationen dieser Beziehung, untersucht die Argumente, die von beiden Seiten vorgebracht wurden, und beleuchtet die Folgen der Auseinandersetzungen.
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die den historischen Kontext der Auseinandersetzung zwischen dem Deutschen Orden und Polen-Litauen beleuchtet. Anschließend werden die verschiedenen Stationen der Beziehung zwischen den beiden Seiten betrachtet, beginnend mit der Reaktion des Deutschen Ordens auf die polnisch-litauische Union im Jahre 1385.
Kapitel 2 beleuchtet die frühen diplomatischen Auseinandersetzungen zwischen dem Deutschen Orden und Polen-Litauen, die Beziehungen des Deutschen Ordens zu Litauen und die Ausweitung des Konflikts zum Propagandakrieg. Das Kapitel schließt mit einer Beschreibung der Schlacht bei Tannenberg (1410), einem Wendepunkt in der Auseinandersetzung.
Kapitel 3 untersucht die Entwicklung der Propaganda in der Zeit nach der Schlacht bei Tannenberg, wobei die Propaganda des Deutschen Ordens, die Propaganda Polens und die Verschärfung der Ordenspropaganda im Vordergrund stehen. Das Kapitel schließt mit einem Blick auf die Verhandlungen unter Benedict von Macra.
Kapitel 4 widmet sich der theologischen Auseinandersetzung auf dem Konzil von Konstanz (1414-1418), die von den beiden Seiten als Instrument zur Rechtfertigung ihrer Positionen genutzt wurde. Das Kapitel analysiert die Fortsetzung des Schiedsverfahrens in Konstanz, die Anklagen vor der Generalkongregation, die Anklage durch Paulus Wladimiri, die Verteidigung durch Johannes Falkenberg und die Endphase des Konzils.
Kapitel 5 betrachtet die Entwicklungen bis zum Frieden von Melnosee (1422), der ein provisionalisches Ende der Auseinandersetzung zwischen dem Deutschen Orden und Polen-Litauen markierte.
Die Arbeit befasst sich mit den Schlüsselbegriffen Deutscher Orden, Polen-Litauen, Propaganda, Schlacht bei Tannenberg, Konzil von Konstanz und Frieden von Melnosee. Darüber hinaus werden die historischen Entwicklungen in Preußen, Pommern und Litauen im Kontext der Auseinandersetzung zwischen dem Deutschen Orden und Polen-Litauen betrachtet.
Auslöser war die Union von Krewo 1385 und die Christianisierung Litauens. Dies entzog dem Deutschen Orden die Legitimation für seine „Heidenfahrten“ und führte zu einem scharfen diplomatischen und wissenschaftlichen Meinungsstreit.
Hier ist Polemik als eine „gelehrte Fehde“ zu verstehen, die maßgeblich durch offensive Propaganda, Traktate und Briefe aus den Kanzleien geführt wurde, um die eigene Position international zu rechtfertigen.
Die militärische Niederlage des Ordens war ein Wendepunkt. Danach verschärfte sich der Propagandakrieg, da beide Seiten versuchten, die moralische und rechtliche Deutungshoheit über den Konflikt zu gewinnen.
Der Konflikt wurde vor das Konzil getragen. Gelehrte wie Paulus Wladimiri (für Polen) und Johannes Falkenberg (für den Orden) führten eine theologische und juristische Auseinandersetzung über das Recht auf Krieg und Missionierung.
Wladimiri argumentierte, dass auch Heiden ein Recht auf staatliche Souveränität haben und die gewaltsame Missionierung durch den Orden unchristlich und rechtlich unzulässig sei.
Mit dem Frieden von Melnosee 1422 wurde ein vorläufiger Abschluss der kriegerischen Auseinandersetzungen erreicht, wobei der Orden dauerhaft an Einfluss verlor und seine Expansionspolitik beenden musste.
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