Wissenschaftliche Studie, 2006
29 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1. Elemente der Notengebung
2.2. Bezugsnormen
3. Durchführung der Untersuchung
3.1. Untersuchungsdesign
3.2. Untersuchungsteilnehmer
3.3. Methode der Datenerhebung
3.3.1. Fragebogen
3.4. Ablauf der Untersuchung
3.5. Auswertung
3.6. Interpretation und Diskussion der Ergebnisse
4. Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit verfolgt das Ziel, empirisch zu untersuchen, inwiefern Sportlehrkräfte individuelle Leistungssteigerungen in den Bereichen soziale Kompetenz und fachspezifische Leistung bei der Notengebung berücksichtigen. Dabei soll geklärt werden, ob neben dem reinen Leistungsstand auch der Lernfortschritt in die Bewertung einfließt und wie Lehrer mit Zielkonflikten bei der Notenfindung umgehen.
1. Einleitung
Wie oft hat man schon von „gewürfelten Noten“ gehört? Es ist eine Beschuldigung, die trotz neuester Lehr- und Überprüfungsmethoden bis zum heutigen Tag nicht ausgeräumt werden konnte. Die individuelle Förderung der Schüler ist die nach wie vor am häufigsten geforderte Unterrichtsform. Dennoch scheitert die Umsetzung immer noch an vielen Schulen. So steht einer gelungenen individuellen Förderung vorwiegend die Angst der Lehrenden im Weg. Befürchtet wird zumeist die Unruhe in der Klasse, Misserfolge bei Versuchen zu erleben, erlangte Routine aufgeben zu müssen, Zeit zu verlieren und somit nicht den Lehrplan erfüllen zu können. Oft ist auch die ungünstige Konstellation von einer zu hohen Klassenstärke im Verhältnis zu einem zu niedrigen Lehrerschlüssel ein Hemmfaktor.
Doch was meint individuelle Förderung der Schüler eigentlich? Auf einem Vortrag, „Vielfalt in der Schule: Heterogenität nutzen – individuelle Förderung“, wurde folgende Definition gegeben: „Die Förderung jedes Einzelnen auf der Grundlage seiner/ ihrer individuellen Voraussetzungen im Hinblick auf festgelegte Ziele oder Standards.“ (Bräu, 2006, S. 1). Nun gestaltet sich die Förderung jedes Einzelnen zugegebenermaßen bei 33 Schülern und einem Lehrer schwierig, ebenso wie die individuelle Leistungserhebung. Dennoch, so Lichtenstein-Rother (1993), seien Schulleistungen ein Ergebnis von Lernprozessen; die Forderung von Leistungen (und deren Überprüfung) stehen somit unter dem Prinzip der individuellen Förderung.
1. Einleitung: Diese führt in die Problematik ein, dass individuelle Förderung im Sportunterricht trotz hoher Bedeutung an praktischen Hürden scheitert und thematisiert die Unsicherheit bei der Notengebung.
2. Theoretische Grundlagen: Hier werden die Komponenten der Notengebung sowie die verschiedenen Bezugsnormen (soziale, individuelle und sachliche) theoretisch eingeordnet.
3. Durchführung der Untersuchung: Dieses Kapitel beschreibt das Design, die Teilnehmer, die Methode der Datenerhebung (Fragebogen), den Ablauf und die Auswertung der empirischen Studie.
4. Zusammenfassung und Ausblick: Hier werden die Ergebnisse reflektiert und Möglichkeiten aufgezeigt, wie eine gerechtere, transparente Notengebung im Sportunterricht gelingen kann.
Sportunterricht, Notengebung, individuelle Förderung, Leistungsbewertung, soziale Kompetenzen, Lernzuwachs, Bezugsnormen, Leistungsstand, Sportnote, Schulsport, Lehrpläne, empirische Untersuchung, pädagogische Perspektiven, Leistungsfortschritt, Lehrerbefragung
Die Arbeit befasst sich mit der komplexen Thematik, wie Sportlehrkräfte individuelle Lernfortschritte von Schülern in die Notengebung integrieren können, ohne dabei den Standard und die Objektivität der Bewertung zu verlieren.
Zentrale Themen sind die soziale Erziehung im Sport, die Differenzierung zwischen Leistungsstand und Lernzuwachs sowie die Herausforderung, individuelle Stärken und Schwächen innerhalb einer Schulklasse fair zu bewerten.
Die Forschungsfrage lautet: Wie sollte die individuelle Leistungssteigerung der Schüler im sozialen und fachspezifischen Bereich in der Notengebung zum Ausdruck kommen?
Es wurde ein quantitatives Untersuchungsdesign gewählt, bei dem 12 Sportlehrkräfte mittels eines anonymen Fragebogens zu ihren Bewertungspraktiken und ihrer Einstellung zur individuellen Benotung befragt wurden.
Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen der Notengebung erläutert und die Ergebnisse der Lehrerbefragung detailliert ausgewertet, inklusive der Analyse von Fallbeispielen zur Notenfindung.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Sportunterricht, individuelle Förderung, Bezugsnormen, soziale Kompetenzen und Leistungsbewertung.
Die Studie zeigt, dass Lehrkräfte bei Schülern, die zwischen zwei Noten stehen, häufiger bereit sind, eine bessere Note aufgrund von positiven sozialen Kompetenzen oder erkennbarem Lernfortschritt zu vergeben.
Alle befragten Lehrer fördern aktiv soziale Kompetenzen. In der Notengebung spielen diese eine bedeutende Rolle, wobei die Mehrheit der Lehrer den Lernfortschritt hier höher gewichtet als den bloßen Leistungsstand.
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